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Zürich
5 Juni 2020

«Internet der Dinge» in der Gastronomie.

Mit Block und Stift ausgestattet begegnet einem gewöhnlich das Servicepersonal am Tisch und fragt nach der gewünschten Bestellung. Nicht mehr die traditionelle Schreibart, sondern elektronische Geräte sollen nun aber vermehrt in den Fokus des Restaurantbesuchs treten. Mit ihnen kann man Bestellungen gleich an die Ausschanksysteme senden und sich so jeglichen Aufwand an der Zapfsäule ersparen. Das Internet der Dinge erobert die Gastronomie. 

Für technologiebegeisterte Gourmets sind die neusten Entwicklungen in Service- und Küchenbereich eine wahre Freude. Restaurants, welche von Robotern geführt werden, zählen dabei schon länger nicht mehr zu den Neuheiten. Neben grossen Investitionen sind aber auch schon einzelne digitale Ausstattungen eine wahre Hilfe im eigenen Gastronomie-Unternehmen. Das Internet der Dinge hält Einzug in der Gastronomie. 

Praktische Ausschanksysteme

Was futuristisch klingt, ist schon heute Tatsache: Mit einem Klick auf dem elektronischen Gerät sendet man die Bestellung an die Zapfsäule, diese schätzt die perfekte Dosierung ein und schenkt dann ganz von selbst das verlangte Getränk ein. Der Tresenmitarbeiter muss es danach nur noch auf die Bar stellen oder gleich an den betreffenden Tisch bringen. Die Bestellung spart somit viel Stress, Laufweg und auch sonst ziemlich viel Aufwand. Die Registration der Bestellungen im Kassensystem ermöglichen zudem eine klare Übersicht über die Bestellungen und falsche Ausgaben oder sogar Diebstahl werden somit verhindert.

Schlaue Kassen

Kassensysteme sind heutzutage so einfach aufgebaut, dass auch kurzfristige Aushilfen die Technologie bedienen können. Dabei sind diese nicht nur während des Services, sondern auch danach einsetzbar. Mit den Kassensystemen sind Änderungen in Produktangeboten, Statistiken über den Verkaufsverlauf oder die Ergänzung der Personaldaten gleich nach dem Schichtende möglich, ohne sich dafür noch ins Büro begeben zu müssen. Besteht das Bedürfnis, können die Daten zur nachhaltigen Aufbewahrung gleich an einen gewünschten Computer weitergeleitet werden. Mit mehr Kontrolle am Arbeitsplatz verbessern sich die Umsatzzahlen besonders in den Stosszeiten und auch die Sicherheit über die eigenen Produkte ist gewährleistet. Diskussionen über falsche Rechnungen sind mit der nachvollziehbaren digitalen Bestellung aus dem Weg geschafft. Tablets verbinden dabei die Bestellung mit Kasse und Ausschankanlage, sie werden aber auch in anderen Bereichen der Gastwirtschaft eingesetzt.

Die neusten Entwicklungen minimieren beim Kochen ständig die Arbeitsschritte des Menschen.

Vernetzte Funktablets

Auch Tablets erobern vermehrt den Gastronomiealltag. Bereits von zu Hause oder von der Arbeit aus kann man sich bei gewissen Restaurants das gewünschte Essen auf eine bestimmte Zeit bestellen und sich so die Wartezeit am Take-Away Schalter sparen. Um denselben Effekt zu erreichen, können Gäste bereits vor ihrem Restaurantaufenthalt bestellen, was sie essen wollen. Sind sie bei der Suche nach dem passenden Restaurant noch unschlüssig, können sie sich
über die Tablets an den Eingängen über das Restaurant, das Speiseangebot oder das Team informieren. Ist das geeignete Restaurant gefunden, kann man sich am Tisch von Tablets durch die Speisekarte führen lassen. Einfach, dass es dabei kein Servicepersonal mehr braucht, das die Bestellung aufnimmt. Technologie in der Gastro beginnt dennoch nicht beim Gast, sondern in der Küche.

Autonome Küchengeräte im Internet der Dinge

Zubereitungstechnologien in der Küche verändern sich zunehmend in Richtung Allrounder-Maschinen. Dabei können diese Zutaten schneiden, sie mixen und sie anschliessend sogar noch kochen. Backofen und Herd sind mit dieser Technologie beinahe überflüssig. Die neusten Entwicklungen minimieren beim Kochen ständig die Arbeitsschritte des Menschen. Das Vorbereiten der Zutaten gehört zwar immer noch zu den Aufgaben des Kochs, der Zeitpunkt des Kochbeginns lässt sich allerdings extern bestimmen. So werden die Allrounder-Maschinen oder Backöfen mit einem Knopfdruck auf dem Handy aktiviert. Ideal für Personen, die im Büro die kurze Mittagszeit zu Hause noch ein wenig verlängern wollen. Noch technologischer geht nicht? Oh doch!

Kulinarische Drucker

Einige Restaurants verfolgen das kulinarische Erlebnis der besonderen Art. Bereits beim Platznehmen am eigenen Tisch muss man sich über die Herkunft der Möbel klar sein – sie wurden während eines mehrstündigen Prozesses aus einem 3D-Drucker hergestellt. Auch das Besteck und das Geschirr entstanden aus der neuen Technologie. Und – auch wenn man das auf Anhieb nicht glauben mag – das mehrgängige Menü besteht grössenteils aus Speisen aus dem Drucker. Anders als die erwarteten Zweifel schmeckt das Essen nicht nach Tinte und Papier. Püriert ist jede Zutat in eine Skulptur umsetzbar. Nun muss nur noch das gewünschte Foto als Vorlage geladen und das Produkt gedruckt werden. Die Präzision hebt sich dabei grundlegend von den Kreationen eines Sternekochs ab. Dennoch können nicht alle Kreationen geschaffen werden – die Maschine dient nur zur Zubereitung von kalten Speisen. Mit den heutigen Möglichkeiten ist es allerdings nur eine Frage der Zeit, bis sich die köstlichen Speisen aus mechanischen Prozessen zaubern lassen.

Text: Sara Schild

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