11.4 C
Zürich
28 September 2020

Clivia Koch: Erfolg ist Teamsache.

Worin besteht das Geheimnis erfolgreicher Menschen und Unternehmen? Manchmal habe ich das Gefühl alle ringen nach Glück, Erfolg und Selbstverwirklichung. Dazu sind schon tausende Ratgeber und Bücher geschrieben worden. Trotzdem gibt es immer mehr Menschen, die psychisch krank werden.

Warum soll ich mich nun auch noch dazu äussern, habe ich mich gefragt. Vielleicht weil mich das Thema seit meiner Kindheit begleitet. Meine Eltern und Grosseltern waren schon Unternehmer. Sie waren innovativ, fortschrittlich und sie lehrten mich, Erfolg kann jeder haben. Vorausgesetzt er oder sie haben einen klaren Plan und setzen diesen auch akribisch um. Man soll sich nicht vom Weg abbringen lassen. Wir verlieren uns allzu oft und zu schnell in Kritik. Eine Idee oder ein Projekt wird tot gesprochen bevor sie und/oder es richtig geboren sind.  Eine gut dosierte Risikofähigkeit ist vonnöten.

Ich habe aber auch gelernt, dass man agil sein muss, um Erfolg zu haben. Doch wer für sich beansprucht, dauerhaft erfolgreich zu sein, braucht mehr als einen guten Plan und Risikofähigkeit. Die Welt bewegt sich. Es wäre dumm zu glauben, dass man auf die immer gleiche Art und Weise erfolgreich ist. Nur weil wir mit einer guten Idee oder Vision angefangen haben, heisst das nicht, dass wir damit enden werden. Wenn der Markt die Idee nicht oder nicht mehr aufnimmt und wir keinen wirklichen Mehrwert schaffen, verlieren wir schnell den Boden unter den Füssen. Auf dem wir vielleicht einst voller Optimismus vorangestürmt sind.

Dazu gehört, dass man sich ständig hinterfragt und reflektiert. Dass man den Kurs auch ändern kann und bereit ist, dem Markt und den Kunden das zu geben, was sie gerade brauchen. Das gesamte Wachstum entsteht durch Wertschöpfung. Schlussendlich werden wir immer am Beitrag an andere und die Gesellschaft belohnt.

Es braucht Mut, die Aufgaben und Verantwortung vollständig an Mitarbeitende zu delegieren.

Clivia Koch, Präsidentin Verband Wirtschaftsfrauen Schweiz

Heute stehen Organisationen und Unternehmen vor der Frage, wie sich ihre Geschäftsmodelle und Führungsstrukturen in Bezug auf die Digitalisierung zukunftsfähig gestalten lassen. Etwas habe ich in meiner langjährigen Führungserfahrung gelernt. Es braucht Mut, die Aufgaben und Verantwortung vollständig an Mitarbeitende zu delegieren. Ein Grundbedürfnis von Menschen aller kulturellen Schichten ist dem auch gegenübergesetzt – nämlich das Bedürfnis nach Sicherheit. Besonders in agilen Zeiten suchen Menschen Halt.

Führung ist anspruchsvoller geworden. Es gilt die Balance zu halten zwischen Verantwortung nehmen und Verantwortung geben. Es bedeutet, Fehler zu erlauben und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Freiräume so zu gestalten, dass Mitarbeitende im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Stärken arbeiten können. Alle grossen Erfolge beruhen schlussendlich auf Teamleistungen. Je höher jemand aufsteigt, desto mehr hängt sein oder ihr persönlicher Erfolg von der Teamleistung ab. Kluge Leader wissen, Erfolg gehört einem nie alleine – hingegen die Verantwortung für Fehler schon.

Es gilt die Balance zu halten zwischen Verantwortung nehmen und Verantwortung geben.

Clivia Koch, Präsidentin Verband Wirtschaftsfrauen Schweiz

Es ist ähnlich wie im Fussball, der Coach legt die Strategie mit dem Team fest. Dann kann er nur noch von aussen zuschauen und leicht intervenieren. Der Coach hat die Verantwortung und die Macht, die Spieler ihren Fähigkeiten und Stärken gemäss richtig einzusetzen. Mit seinen Entscheiden steht er auch nicht immer oben auf der Beliebtheitsskala, Kritik gilt es auszuhalten. Als Führungskraft stehen wir alle im Rampenlicht. Es ist unabhängig davon, ob wir es lieben, die volle Aufmerksamkeit zu haben oder nicht.

Es braucht Hartnäckigkeit, Zielklarheit, Ausdauer und im richtigen Moment die Fähigkeit des Loslassens und des Kurswechsels. Die Kritik reflektieren wir besonnen und verbessern dort, wo es angebracht ist. Der Erfolg gehört allen, gefeiert wird gemeinsam.

Text: Clivia Koch, Präsidentin Verband Wirtschaftsfrauen Schweiz

Lesen Sie mehr.

Dank Jus-Weiterbildung attraktiv für die Arbeitswelt

Wer für den heutigen Arbeitsmarkt gerüstet sein will, kommt um regelmässige Weiterbildungen nicht herum. Das gilt insbesondere für den juristischen Bereich, weil rechtliche Fragen auch für Nicht-Juristen immer relevanter werden.

Urs Haegi: «Was Sie einem Anwalt offenlegen, untersteht dem Anwaltsgeheimnis»

Die Tätigkeit der Anwältinnen und Anwälte in der Schweiz ist sehr vielfältig. Die nachfolgenden Beiträge im Rechtsguide 2018 vermitteln Ihnen einen guten Überblick über die sehr unterschiedlichen und zahlreichen Rechtsgebiete, in denen die Anwaltschaft für Sie, die Klienten, tätig ist.

Internet der Dinge: Globales Netz für die Schweiz

Das Internet der Dinge wird oft mit dem 5G-Netz verbunden. Selbstfahrende Autos, künstliche Intelligenz und die Industrie 4.0 versprechen neue Modelle und Anwendungen.

Self Storage – Ein Abbild unserer Gesellschaft

Wer kennt es nicht? Man geht auf eine lange Reise und braucht einen Ort, an dem die Möbel untergebracht werden können oder die Wohnung ist schlicht zu klein für all die Dinge, die sich im Verlauf der Zeit angesammelt haben. Die Lösung: Self Storage.

Archiv.

Mut zur Farbe in der Wohnungseinrichtung

Wir kleiden uns bunt, fahren ein Auto in unserem Lieblingsrot und umgeben uns gerne mit fröhlichen Farben – doch beim Wohnen verlassen...