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20 September 2019

Das Asset-Management durchläuft einen Wandel.

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld macht nicht nur privaten, sondern auch institutionellen Anlegern zu schaffen. Angesichts dieser suboptimalen Ausgangslage zeigt sich der Trend,  dass Pensionskassen, Versicherungen und Fonds vermehrt auf alternative Anlagen ausweichen. Und das sind nicht die einzigen Veränderungen im Bereich des Asset-Managements: In den nächsten Jahren dürfte dort die Künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen.

An den weltweiten Finanzmärkten lassen sich paradoxe Entwicklungen beobachten. So konstatieren Fachleute, dass private und institutionelle Anleger einerseits immer höhere Risiken eingehen müssen, um ihre Renditeziele zu erreichen. Andererseits führen Entwicklungen wie der Wirtschaftsstreit zwischen den USA und China sowie die mit jedem Tag bizarrer werdende Brexit-Debatte dazu, dass immer mehr Anleger mit ihrem Geld möglichst «sichere Häfen» ansteuern. Die Folgen dieses Sicherheitsbedürfnisses zeigen sich deutlich, unter anderem an den sehr tiefen Renditen von Staatsanleihen. 

Aktuell lasse sich beobachten, dass immer mehr institutionelle Anleger die von ihnen verwalteten Vermögen in «Beton investieren»: So schreibt etwa der deutsche Bundesverband Alternative Investments (BAI), dass Immobilienanlagen bei Investoren äusserst beliebt seien. Und nicht nur beim nördlichen Nachbarn lässt sich diese Entwicklung feststellen: In einem aktuellen Artikel der «NZZ» gelangen die Autoren zum Schluss, dass aufgrund der gegenwärtigen Konstellation Schweizer Immobilienanlagen «von Rekord zu Rekord» eilen.

Stabiles Fundament

Hauptgrund für die hohe Beliebtheit dieser Anlageklasse: Anders als viele andere Investmentvehikel liefern Immobilen Ausschüttungs- und Dividendenrenditen von durchschnittlich rund drei Prozent. Gerade Anleger wie Pensionskassen hätten daher «in Scharen» in Immobilienanlagen investiert. Die beiden grössten Immobiliengesellschaften, Swiss Prime Site und PSP Swiss Property, weisen mit rund 24 und 36 Prozent die grössten Kursgewinne auf, was sie auch für ausländische Investoren attraktiv macht.

Stellen Immobilienanlagen demnach diese sicheren Häfen dar, die Anlegern gleichzeitig hohe Renditen garantieren? Branchenkenner relativieren dies. Zwar sei ein Absturz dieser Anlageklasse kaum zu befürchten und auch eine weitere positive Entwicklung sei durchaus denkbar. Gleichzeitig müsse man davon ausgehen, dass sich die Kursgewinne im tiefen einstelligen Bereich bewegen werden. Denn Immobilien seien keine Technologietitel, ihre Entwicklung verlaufe dementsprechend weniger dynamisch.  

Doch nicht nur das Segment «Real Estate» liegt aktuell bei institutionellen Anlegern hoch im Kurs: Gemäss BAI seien zumindest in Deutschland auch Strategien wie Private Equity und (Corporate) Private Debt sehr beliebt. Matthias Erb, BAI-Vorstandsmitglied und dort zuständig für das Ressort Alternative Markets, kommentiert dieses Ergebnis folgendermassen: «Von den immerhin 75 institutionellen Investoren, die an einer Befragung des BAI teilgenommen haben, haben 82 Prozent  bereits in den letzten zwölf Monaten ihr Engagement in solche alternative Investments erhöht.»

Die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI)

Neue und innovative Fintechs sollen der Finanzbranche neue Impulse verleihen und damit auch im Bereich des Asset-Managements bisher unerkannte Potenziale zu Tage fördern. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Entwicklungsgeschwindigkeit der Künstlichen Intelligenz: Derzeit ist viel darüber zu lesen, dass KI-Algorithmen die Art und Weise verändern werden, wie Geld angelegt wird. Und die Prognosen der Fachleute zu diesem Thema fallen äusserst optimistisch aus: So prognostiziert etwa der Digitalverband Bitkom, dass der europäische Markt für KI von rund drei Milliarden Euro auf bis zu zehn Milliarden Euro im Jahr 2022 anwachsen könnte. Bereits in den kommenden Jahren sei damit zu rechnen, dass KI eine Rationalisierung und Effizienzsteigerung im Asset-Management vorantreiben wird. Investoren würden zur Verwirklichung ihrer Anlageziele zunehmend Investmentprodukte anfragen, deren Handelsmodelle auf grösseren Datenmengen und aktuellsten Technologien aufbauen. Der Mehrwert könne sich unter anderem in Performance oder Diversifikationseffekten ausdrücken. 

So viel Gewicht hat das Asset-Management in der Schweiz

Das Verwalten von Geldern institutioneller Anleger (Asset-Management) fristet in der hiesigen Finanzwelt ein Schattendasein. Denn meist wird es neben dem Private Banking (dessen Vermögensverwaltung als Wealth Management bekannt ist) kaum wahrgenommen. Eine Studie der Hochschule Luzern und der Asset-Management-Plattform Schweiz will hier Abhilfe schaffen, indem sie die Relevanz der Branche für den hiesigen Finanzplatz und die Realwirtschaft aufzeigt. Die Studie führt aus, dass die Branche ein Vermögen von 2 208 Mrd. Franken verwaltet (ein Plus von 12 Prozent zum Vorjahr) und im internationalen Vergleich gute Rahmenbedingungen vorfindet. Als grösste Herausforderungen werden die zunehmende Regulierung sowie die Kundengewinnung gesehen. Der Sektor ist überdies ein wichtiger Arbeitgeber und beschäftigt in der Schweiz laut Studie rund 9 900 Mitarbeiter. Weitere 45 600 Personen seien zudem indirekt für das Asset-Management zuständig. Die gesamte Studie gibt es unter www.hslu.ch

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