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Zurich
23 November 2019

Die Schweiz ist in der Forschung führend.

In der Robotik sind Qualität und Präzision gefragt. Auch deswegen spielt die Schweiz vor allem in der Forschung eine führende Rolle.

Roboter unterstützen die menschlichen Arbeitskräfte bereits in den verschiedensten Bereichen. Sie stehen zusammen mit den Chirurgen am Operationstisch, an der Sekundarschule büffeln sie mit den Schülern und Schülerinnen Vokabeln und Industrieroboter erledigen Tag und Nacht ohne zu murren Schweissarbeiten. Das sind keine Szenen aus einem Science-Fiction-Film, sondern längst Realität. Roboter haben in unserem Leben Einzug gehalten und teilweise arbeiten wir sogar Hand in Hand mit ihnen. 

Schweizer Forschung führend

Die Schweiz spielt in der Robotik vor allem in der Forschung eine führende Rolle. Hotspots sind die ETH in Zürich und die École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), die aus aller Welt Forscher anziehen. Dass die Schweiz in der Forschung zur Weltspitze gehört, ist unter anderem auf ihre Tradition im Maschinenbau, in der Optik und in der Uhrenherstellung zurückzuführen. Schon bevor der Sammelbegriff Robotik geschaffen wurde, waren die Schweizer Maschinenhersteller in der Lage, Präzisionsmechanik, Sensoren und Intelligenz in einer komplexen Maschine zu vereinen. Auf dieser Basis konnten die Forschungslabors der Universitäten aufbauen. Die berühmte Schweizer Präzision und die weltweit geschätzte Qualität lassen sich so nahtlos in die digitale Zukunft überführen. 

Diese Tradition und dieser gute Ruf haben auch Giganten wie Apple, Google und Facebook angezogen. Diese Firmen arbeiten teilweise auch an Geheimprojekten, für die am Standort Schweiz die entsprechenden Spezialisten gesucht werden. Sicher ist, dass das eine oder andere App oder Gadget auf Schweizer Boden ausgetüftelt wurde. Die Schweizer Universitäten sind aber auch in Forschungsprojekte mit weiteren internationalen Firmen engagiert – beispielsweise mit ABB, Microsoft oder mit Huawei.

Südostasien an der Spitze

An der Spitze der am meisten automatisierten Länder stehen gemäss dem letzten World Robotics Report Südkorea und Singapur; in Europa sind es Deutschland und Schweden. China ist in der Automatisierung noch nicht in den Top Ten angekommen. Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Regierung will das Land allerdings bis spätestens 2020 in die Spitzengruppe vorstossen. Bis dahin sollen auch insgesamt 100 000 im Inland produzierte Industrieroboter verkauft und damit der Import ausländischer Produkte entsprechend reduziert werden.

Der Robotik gehört die Zukunft

Die Forschung arbeitet mit Hochdruck an den Industrie- und Dienstleistungsrobotern der Zukunft. Die Entwicklung ist also noch lange nicht abgeschlossen. Roboter sind heute isolierte Geräte, die zwar über Sensoren eine gewisse Wahrnehmung ihrer Umgebung haben, diese aber nicht analysieren und einschätzen können. Die nächste Herausforderung der Forschenden ist es also, den Robotern beizubringen, wie sie lernen, sehen und sich erinnern können. Dazu ist in gewissen Bereichen auch eine taktile Interaktion notwendig, also das Fingerspitzengefühl, das wir Menschen den Maschinen noch voraushaben. Die Zukunft gehört sicher den Robotern, die mit den Menschen ergänzend zusammenarbeiten und so beide ihre Stärken einbringen können. Der Mensch übernimmt den kreativen Teil des Projekts und der Roboter die repetitiven Aufgaben, bei denen es auf die Präzision ankommt und die gleichbleibend exakt wiederholt werden müssen.

Text Gerold Brütsch-Prévôt

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