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26 Februar 2021

Survival-Kit für ein gebrochenes Herz.

Ach, die Liebe. Schön und schrecklich zugleich. Immer wieder spielen die Liebesgeschichten (sprich: Hormone) verrückt – und so schnell sie anfangen, so schnell klingen sie auch wieder ab. Was nun? Vielleicht helfen die folgenden Tipps, die eine Person endgültig aus dem eigenen System zu verbannen.

1 Blockieren, löschen, ignorieren

Die Form ihrer Augen und die Grübchen, wenn er lacht. Jedes Detail, dass sich erst liebevoll in die Netzhaut einbrannte, gehört jetzt in den mentalen Abfalleimer. Ein breites Niemandsland liegt zwischen den ehemaligen Turteltauben. Das heisst: kein Instagram, Facebook, Snapchat, Whatsapp, E-Mail oder Brieftauben. Zumindest für die ersten Monate danach, muss man auf tiefgehendem Niveau entschlacken.

2 Die Agenda vollplanen

Nach einer Trennung kann man die neugewonnene Zeit den Freunden widmen und beispielsweise zusammen kochen, Sport treiben oder Filme schauen. Hauptsache, man teilt Lacher und Tränen mit jenen, die man am besten kennt. Ebenso kann man häufiger bei den Eltern essen gehen oder mal die Tante besuchen, die immer unterhaltsamen Klatsch der Nachbarschaft bereit hat.

3 Eine andere Umgebung

Lange Reisen in ferne Länder liegen während der Coronapandemie leider nicht drin, das sollte man sich für die Zeit danach aufheben. Bis dann kann aber trotzdem eine Tapetenwechsel helfen. Ein Tagesausflug in der Nähe oder ein Aufenthalt bei Freunden bringt schon die nötige Ablenkung und lässt einen freier atmen.

4 Sport

Eine bewährte Aktivität, die dazu noch glücklich macht, ist ausreichend Bewegung. Sport setzt nämlich das Glückshormon Endorphin frei. Sich auszupowern lullt sozusagen das Gehirn ein und sorgt für tiefen Schlaf. Eine gute Mütze Schlaf ist bestimmt auch nicht falsch bei einem gebrochenen Herzen. Sport ist aber auch sonst gut für die Psyche. Wenn man sich Ziele setzt – beispielsweise 20 Minuten Joggen ohne Pausen – und diese erreicht, stellt sich automatisch Zufriedenheit ein.

5 Einen Puffer ernennen

Spätestens wenn man betrunken ist, kommt höchstwahrscheinlich der Moment, in dem man den Ex-Partner anrufen will. Eine Methode, um Rückfälle zu vermeiden, ist es, enge Freunde als Puffer zu ernennen. Bevor man sich bei der verflossenen Liebe meldet, ruft man die Pufferperson an und lässt sich nochmals die schlechten Eigenschaften der vergangenen Beziehung erklären.

6 Bücher lesen

Wenn man liest, kann man lernen, sich selbst zu entdecken. Häufig entstehen für die Lesenden Verbindungen zwischen dem Buch und der eigenen Identität. In einigen Charakteren erkennt man sich selbst, während man in anderen das Gegenteil sieht. Eine gute Geschichte kann auf diese Weise die Entwicklung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins unterstützen.

7 Ansehen erlaubt, anfassen auch

Man muss nicht gleich einen neuen Tinderaccount anlegen, aber man darf die erneute Freiheit durchaus geniessen. Unterwegs, alleine oder mit Freunden, darf man ruhig Leute ansprechen, die Aufmerksamkeit erregen. Daraus muss nicht unbedingt eine weitere Geschichte entstehen. Aber wenn doch, darf man das ruhig geniessen.

8 Das Herzenslied finden

Beschäftigung, um sich vom Liebeskummer abzulenken, ist das eine. Manchmal muss man aber die eigenen Emotionen wahrhaben und fühlen. Beispielsweise Caught Out There von Kelis, I Remember von Damien Rice oder Has This Hit? von King Krule sind musikalische Perlen des Schmerzes. Für einige ist Musik die beste Art, den Weg durch dunkle Episoden des Lebens zu finden.

9 Ohne rosarote Brille zurückschauen

In Erinnerungen zu schwelgen ist natürlich weiterhin erlaubt. Aber ohne den schnulzigen Blödsinn, den andere oder man selbst sich gerne einredet. Wahrscheinlich gibt es gute Gründe, weshalb die Beziehung in die Brüche ging. Zum Beispiel die immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen zu den immer gleichen Themen. Vielleicht hat man von Beginn an verschiedene Sprachen gesprochen. Das traut man sich aber erst einzugestehen, wenn man sich selbst wiedergefunden hat.

Mehr Herzschmerz? Hier gibt es Antworten auf Romance Scamming.

Text Maxene Willems
Übersetzung aus dem Niederländischen und Bearbeitung Kevin Meier

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