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Zürich
28 September 2020

Flitterwochen: Die Suche nach dem Tüpfchen auf dem i.

Kaum Ist die Hürde der Hochzeitsplanung überwunden, bei der die Frage des kleinen oder grossen Kreises noch am einfachsten zu beantworten war, steht die nächste Prüfung bevor: Welche Destination verspricht, für die Flitterwochen am unvergesslichsten zu werden? Fährt man mit Klassikern wie Venedig noch immer am besten oder streuen abenteuerliche Campingnächte unter dem Sternenhimmel das gesuchte Salz in die Suppe?

Die Südsee ist und bleibt eine Traumdestination für die Flitterwochen, die selten enttäuscht. Ebenfalls auf dem ersten Platz landet Lateinamerikas feuriges Tanztemperament: Zwei Ferienziele, welche die Heimreise in weite Ferne rücken lassen, denn kann ein Strand je zu weiss, ein Meer zu blau oder ein Tango zu leidenschaftlich sein? Folgende Erholungsorte lassen deshalb selbst das Herz eines Strandoder Tanzmuffels höherschlagen:

Was wäre die Karibik ohne Seeräuber? Tortuga, was übersetzt «Schildkröteninsel» heisst, katapultiert seine Besucher zurück ins 17. Jahrhundert, während welchem sie Piraten als Stützpunkt diente. Letztere zogen das zerklüftete Stück Land Haiti vor, das aufgrund seiner weissen Strände bei der Bevölkerung beliebter war. Tortuga bleibt ein unabdingbarer Teil dieses Inselstaats, der von türkisblauem Wasser bis zu echten Kanonen und Sagenumwobenen Wracks alle Südseekriterien erfüllt.  Bei tropischen Temperaturen und 364 Tagen Sonne im Jahr bleibt somit wenig zu wünschen übrig. Ein Stück Rumcake gefällig, zur Feier des Tages? Trinkt aus, Piraten!

Auch Buenos Aires liegt am Meer. In der Geburtsstadt des wohl leidenschaftlichsten Tanzes der Welt, des Tango argentino – nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Tango, auch Ballroom Tango genannt, bei dem es sich um einen viel gemässigteren Tanz handelt – wird ein Jeder zum «aficionado», einem Tango-Amateur. Ihre Gründer benannten die argentinische Hauptstadt nach der Heiligen Santa Maria del Buen Ayre, ein Name der wohl so manchen an Jennifer Lopez’ feurige Milonga in «Shall We Dance?» erinnert. Unzählige Bars, Theater und Open-Air-Veranstaltungen, aber auch die Strasse laden Verliebte ein, das Tanzbein zu schwingen. Wer kann da widerstehen?

Mit Aktivferien trifft man bei abenteuerlustigen Partnern in den Flitterwochen garantiert ins Schwarze.

Tarzan und Jane

Wer sich nun aber denkt «Klassiker sind gut, unvergesslich ist besser», der soll die Zeitung noch nicht sinken lassen: Mit Aktivferien trifft man bei abenteuerlustigen Partnern in den Flitterwochen garantiert ins Schwarze. Wer sich schon immer mal im Dickicht eines Dschungels beweisen wollte, hat jetzt die Gelegenheit: Verschiedenste Küstenregionen Costa Ricas, von Tamarindo an der Pazifik- bis zu Tortuguero an der Atlantikküste, laden zum exotischen Lianenschwingen über den Wipfeln der Brotfrucht- und Mangobäume. Wie in einem Abenteuerpark erstrecken sich die Installationen in schwindelerregender Höhe oft über mehrere Kilometer. Auf Händen getragen werden können Jane-Anwärterinnen leider nicht, denn jeder schwingt alleine – und gut gesichert. Es wird auf der Tour jedoch nicht an Mutproben mangeln. Der kühnste aller Schwünge wurde nicht umsonst nach dem Disney-Helden benannt…

Behält man lieber festen Boden unter den Füssen, ist abenteuergepackten Tagen (und Nächten) aber verfallen, liegt man im Wilden Westen wortwörtlich goldrichtig. Ob man nun Cowboys oder Goldwäschern auf der Spur ist, der Südwesten der USA ist und bleibt legendär: Seine Geschichte eifert mit einer atemberaubenden Kulisse um die Wette. Wer Zeit hat stattet dem beinahe 9’000 km2 grossen Yellowstone-Nationalpark einen Besuch ab, der vor allem für Wildtiere wie Wölfe und Grizzlybären, aber auch Geysire und Schlammtöpfe, die geothermalen Quellen entspringen, bekannt ist. Glücklicherweise fehlt es in der Region nicht an actiongeladenen Trekking-Touren. Gecampt wird unter freiem Himmel, fernab von lichtverschmutzenden Grossstädten, wodurch der Blick auf den Sternenhimmel frei wird. Nicht selten lässt sich auch die ein oder andere Sternschnuppeblicken, um frischvermähltes Glück zu besiegeln.

Tortuga bleibt ein unabdingbarer Teil dieses Inselstaats, der von türkisblauem Wasser bis zu echten Kanonen und Sagenumwobenen Wracks alle Südseekriterien erfüllt.

Ying & Yang in den Flitterwochen

Es muss nicht immer Indien sein: Auch die chinesische Provinzstadt Dengfeng empfängt Entspannungssuchende mit offenen Armen. Nur keine Angst: Chinesisch- Kenntnisse braucht man in vielen Retreats keine. Auch hat die chinesische Küche mit unseren Take-Away Klassikern herzlich wenig am Hut und ist in Wirklichkeit vielseitiger. Wer sich für China entscheidet, den erwartet Tai-Chi-, für wagehalsige auch Kung-Fu-Unterricht, der von Mönchen in Tempeln erteilt wird. Der Zeitpunkt ist zudem günstig: Am 28. Januar findet dieses Jahr das chinesische Neujahrsfest statt. Es beginnt das Jahr des Erd-Hundes, ein laut Horoskopen von Erfolg, Stabilität und Intelligenz geprägtes Sternzeichen. Die besten Voraussetzungen für einen guten Start ins Eheleben!

Leidenschaftliche «Suits»-Fans (und Netflix-Abonnenten) sind mit dem Prinzip des «mudding» bereits bekannt. Was sonst in einer Badewanne stattfindet, kann man in der Blauen Lagune im isländischen Grindavik im thermalwarmen Seewasser geniessen. Der maskenartig auf den gesamten Körper aufgetragene Schlamm ist nicht nur eine Wohltat für die Haut, er regt auch deren Durchblutung an, bietet Abhilfe bei Akne und soll Antiaging-Effekte erzielen. Auch Arthritis und Muskelschmerzen, sowie Zerrungen und Kopfschmerzen stehen beim «mudding» zuoberst auf der Abschussliste. Ein Erlebnis nachdem man gewappnet die Heimreise antritt.

Ob die Wahl nun auf Buenos Aires, Costa Rica oder Island fällt. Wer sagt, dass man sich zum ersten Jahrestag nicht erneut einen Ausflug in eine andere Destination erlauben darf? Wie Aurelius Augustinus einst sagte: «Die Welt ist ein Buch.» Wer nur einmal reist, sieht nur zwei Seiten davon.

Text: Selin Olivia Turhangil

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