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19 Februar 2020

Welches Spital ist das beste für mich?.

Plötzliche Magen-, Glieder- oder Gelenkschmerzen: Wo soll man eigentlich beginnen, wenn man nach einer geeigneten Behandlung sucht? Online-Plattformen gibt es viele, doch sind sie tatsächlich hilfreich oder überhaupt repräsentativ? Ja, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.

Bei jedem Leiden ist der Besuch beim Hausarzt eine geeignete Grundlage für eine gesundheitliche Abklärung. «Falls eine gewisse Behandlung nötig ist, sollte man sich über die Folgen erkundigen und auch nachfragen, was passiert, wenn man auf diese verzichtet», empfiehlt dabei Christophe Kaempf, Medienverantwortlicher bei santésuisse. Im Zweifelsfall sei es empfehlenswert, eine zweite Meinung einzuholen, besonders für sehr teure Operationen. Man kann sich allerdings durchaus aber auch über andere Quellen als beim eigenen Hausarzt über Spitäler informieren. Dazu gehören diverse Online-Portale und Bewertungsplattformen.

Webseiten als Wegweiser

«Für uns hat immer noch der behandelnde Arzt die entscheidende Rolle inne, um die Patientin oder den Patienten über ein Spital zu informieren. Die Vergleichsportale sind aber für die Konsumenten eine gut verständliche Orientierungshilfe. Die Spitalvergleichsportale, die man im Internet finden kann, bieten ergänzende Information an. Sie geben die Möglichkeit, die Spitäler aufgrund gewisser Kriterien zu vergleichen», so Kaempf. Man könne die Informationen auf diesen Plattformen verwenden, um seinem Arzt gezielte Fragen über ein Spital zu stellen. Trotzdem sollte man Online-Plattformen nicht ohne eine gewisse Vorsicht vertrauen. Während des Besuchs auf einer Internetseite ist die Auseinandersetzung mit den Inhalten grundlegend. Unter anderem ist die Herkunft der Daten ein Gütekriterium für gute Informationen.

Erst über Transparenz und Qualitätswettbewerb entsteht echte Wahlfreiheit für die Patienten.Christophe Kaempf, Medienverantwortlicher bei santésuisse& FUTURES

Vorsicht bei der Online-Abklärung

Wie bei den meisten Produkten gibt es auch auf den Online-Plattformen Qualitätsunterschiede. «Deswegen ist es besonders wichtig zu schauen, woher die Daten stammen, um zum Beispiel die Qualität eines Spitals abzubilden», informiert Christophe Kaempf. Ein weiteres Problem betrifft die Abdeckung der Spitalinformationen auf Online-Portalen. Die gegebenen Informationen sind niemals ausreichend, um die Qualität eines Spitals vollständig abbilden zu können. Handkehrum können gute und präzise Online-Bewertungen nach Kaempf auch einen positiven Effekt für Patientinnen und Patienten oder für das gesamte Gesundheitswesen haben: «Wir sind davon überzeugt, dass mehr Transparenz über Spitäler auf Online-Plattformen den Anreiz für die Spitäler, sich im Qualitätswettbewerb unter den Leistungserbringern erfolgreich zu behaupten, verstärkt. Erst über Transparenz und Qualitätswettbewerb entsteht echte Wahlfreiheit für die Patienten.» Neben Webseiten wie www.welches-spital.ch, den Spitalvergleich von Comparis und QualiCheck von CSS gibt es eine weitere Lösung, die von santésuisse initiiert wurde.

Spitalfinder

Im Vergleich zu anderen Plattformen sieht Kaempf im Spitalfinder einen klaren Unterschied: «Wir verstehen www.spitalfinder.ch nicht als Online-Ranking, sondern vielmehr als Plattform, die den Nutzer über verschiedene Qualitätsaspekte eines Spitals informiert.» Dabei soll diese Plattform für zu behandelnde Personen als eine Entscheidungsgrundlage für die richtige Spitalwahl dienen. Mit seinem Fokus auf Schweizer Spitäler begrenzt er sich auf lokale Angebote: «Der Spitalfinder bündelt alle derzeit in der Schweiz öffentlich verfügbaren Indikatoren zur medizinischen Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit der Akutspitäler, Rehakliniken und psychiatrischen Institutionen. Damit leistet er einen Beitrag zur Transparenz», so Kaempf. Zudem ist die leichte Darstellung der Qualitätsindikatoren auf der Plattform für die Öffentlichkeit gegeben. «Spitalfinder.ch, ein nutzerfreundliches und mehrsprachiges Portal, auf dem man vollständige und aktuelle Daten zur Qualität in den Spitälern aus transparenten Quellen finden kann», betont Kaempf weiter. Doch aus welchen Kategorien sind die Informationen des Spitalfinders aufgebaut?

Was wird untersucht?

Auf der Spitalfinder-Plattform sind die Kategorien getrennt aufrufbar: Man muss sich einzig entscheiden, welche Kategorie man vergleichen will. Zur Auswahl stehen dabei diverse Kategorien: «Qualitätsindikatoren wie Fallzahlen, Sterblichkeitsrate, Patientenzufriedenheit, Wundinfektionsraten, Stürze und Druckgeschwüre sind im Spitalfinder dargestellt. Der Spitalfinder bündelt somit Qualitätsindikatoren, die Aspekte der Ergebnisqualität eines Spitals abbilden», so Kaempf. Die Plattform basiert dabei auf Qualitätsindikatoren, die bereits andere Organisationen wie der «Nationale Verein für Qualitätsentwicklung» ANQ und das «Bundesamt für Gesundheit» BAG publizierten. «Die im Spitalfinder publizierten Qualitätsindikatoren kommen aus zuverlässigen Quellen und sind deshalb wissenschaftlich validiert», so Kaempf. «Damit ist der Spitalfinder im höchsten Masse objektiv und transparent – und somit einmalig im Vergleich zu den anderen Vergleichsportalen», so Kaempf.

Text: Sara Schild

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