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Zurich
14 November 2019

Wohnen in der intelligenten Version.

Die Digitalisierung hat längst im Wohnbereich Einzug gehalten: Smart Homes glänzen durch ständig erneuerte, innovative Technologien. Das Licht, die Heizung, die Rollläden, die Musik, die Türen – alles kann über das Smartphone gesteuert werden. Die Debatte rund um Smart Homes kreist um verschiedenste Themengebiete. Ganz vorne mit dabei: Datensicherheit, Annehmlichkeit und Datenschutz.

Smarte Technologien können in vielfältiger Art und Weise im eigenen Heim eingebaut werden. Beispielsweise können verschiedene Sensoren das Raumklima im Auge behalten und steuern. Offene Fenster oder Türen werden sofort erkannt und mit einberechnet. Das ist umwelttechnisch vorteilhaft und kann eine Menge Heizkosten einsparen. Stromkosten können reduziert werden – beispielsweise kann die Beleuchtung automatisch ausgeschalten werden, sobald die Bewegungsmelder niemanden mehr im Raum erfassen. Allerdings sollte auch beachtet werden, dass die Anfangsinstallation Kosten mit sich bringt. Gemäss Internetrecherche können einzelne Komponenten bis zu 5000 Franken kosten, während eine Komplett-Installation bis zu 30 000 Franken abverlangt.

Wie sieht es mit Einbrüchen aus?

Bezüglich Einbruchsschutz: Natürlich können mit dem Smartphone beispielsweise die Beleuchtung, der Radio oder Fernseher aus dem Urlaub gesteuert werden und somit der falsche Eindruck geweckt werden, dass das Haus bewohnt ist.  Auch die eingebauten Bewegungssensoren und der davon abhängig ausgelöste Alarm kann das Zuhause vor Dieben schützen.

Kritiker sind vom Argument, dass smartes Wohnen vor Einbruch schützt, jedoch ganz und gar nicht überzeugt. Denn es wird immer wieder angemerkt, dass sich Einbrecher sich in das System einhacken können und sich so Zutritt verschaffen, ohne auch nur ein einziges Schloss aufbrechen zu müssen. Ein Passwortschutz kann die Sicherheit erhöhen.

Persönlichkeitsschutz wird angeprangert

Auf dem Gebiet der Sicherheit gibt es noch eine andere, vielgehörte Kritik an Smart Homes. «Schön und gut», fragen sich Viele, «aber wer sagt mir denn, dass meine persönlichen Daten hier sicher sind?». Eine durchaus berechtigte Frage. 

Denn das Einhacken ins System kann ja nicht nur Einbrecher anlocken, sondern beispielsweise auch Voyeure – der Schutz per sicherem Passwort bleibt auch hier ein Muss. Eingebaute Mikrofone und Kameras erfassen nämlich persönliche Daten und erlauben somit auch einen potenziellen Eingriff in die Privatsphäre.

Es wird gemütlich

Dennoch: Das Smarte Wohnen bringt viele Annehmlichkeiten mit sich. So müssen Lichtschalter und Rollläden zum Beispiel nicht mehr von Hand bedient werden. Auf individuelle Bedürfnisse kann das System vom Smart Home locker eingehen. Das könnte gerade auch für ältere Personen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität sehr attraktiv sein und das Leben um Einiges erleichtern.

Abwägen aller Faktoren

Schlussendlich ist es wichtig, dass man sich gut überlegt, was einem persönlich wichtig ist und ob die Argumente der Verfechter oder Kontrahenten der Smart Homes einem stärker überzeugen. Fest steht: Das Smart Home bringt viele Vorteile, kann aber auch einige Gefahren bergen. Eine Risikoeinschätzung ist also angesagt. Ebenso eine gute Absicherung von smarten Geräten. Am besten informiert man sich dafür ausführlich bei einem Spezialisten / einer Spezialistin.

Text Antonia Vogler

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