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Zürich
28 September 2020

Die Schweiz hält mit dem Silicon Valley mit.

Big Data, Chatbots, Siri und Alexa – Künstliche Intelligenz (KI) ist das Thema der Stunde. Die Schweiz ist im Bereich bestens ausgerüstet. Sie verfügt über weltweit renommierte Forschungsinstitute und wandelt sich zum Zentrum für KI. 

Künstliche Intelligenz fasziniert, und beängstigt zugleich. Von virtuellen Assistenten, selbstfahrenden Autos und Staubsauger-Roboter ist die Rede, genauso wie von Überwachungskultur, gefälschten Videos – so genannte Deep Fakes – und der gefährdeten Datensicherheit. Die meisten von uns haben diffuse Vorstellungen davon, was KI ist.

Der grosse Unterschied zwischen herkömmlichen Systemen und Systemen mit Künstlicher Intelligenz ist, dass erstere nur wissen, was wir ihnen zeigen und letztere eigenständig dazulernen. Apps wie Google Maps, Uber oder Tinder basieren auf Künstlicher Intelligenz genauso wie die «Face ID», die wir zum Entsperren des Smartphones benutzen.  

Künstliche Intelligenz fasziniert, und beängstigt zugleich.

Die Schweiz, ein KI-Forschungszentrum

Die Schweiz ist in Sachen KI-Forschung bestens aufgestellt, denn sie hat viel und früh in den Bereich investiert. Zu den renommierten Universitäten gehören die ETH Zürich, die EPF Lausanne und die Universität St. Gallen. Mit den Forschungszentren IDIAP in Martigny und IDSIA in Lugano gibt es zwei Institute, die sich auf Künstliche Intelligenz und den Transfer in die Industrie spezialisieren. Gemäss einer Rangliste des «Magazins Times Higher Education» von 2018 ist die Schweiz in der KI-Forschung führend. Dabei wurde miteinbezogen, wie oft universitäre Studien zitiert werden. Weiter forschen Tech-Giganten wie Google, Microsoft und IBM von Zürich aus.  

KI revolutioniert den Schweizer Medizinbereich

Insbesondere im Gesundheitswesen erzielt man mit Machine-Learning-Technologien Spitzenleistungen. Künstliche Intelligenz kann Röntgenbilder und Fotos viel schneller vergleichen und analysieren als Ärzte. Programme werden zukünftig Empfehlungen abgeben, ob ein Patient für eine Chemotherapie geeignet ist oder nicht. Zwar mag die Entscheidung über die Therapie vom Tumorbord  getroffen werden, die wesentlichen Informationen liefern aber die Algorithmen.

«Wenn wir weiter solche Fortschritte bei der Diagnose machen, dann werden wir irgendwann auch die Therapie mit Maschinellem Lernen verbinden. So, dass wir tatsächlich die ganze Wertschöpfungskette des Arztes abdecken», sagt Joachim Buhmann vom Institut für Maschinelles Lernen an der ETH Zürich. Aktuell bauen er und sein Team an einem digitalen Herzmodell, das besseren Aufschluss über anatomische Veränderungen geben soll. «Der Mensch als Denkmaschine wird in hundert Jahren komplett von den Maschinen überholt sein. Das bietet uns erneut die Chance, uns als Menschen neu kennen zu lernen», ist sich Buhmann sicher.

In der Umsetzung hinkt die Schweiz hinterher

In der Forschung ist die Schweiz top. Doch in der Umsetzung von guten KI-Produkten hadert es noch. Deshalb wurde im Oktober eine neue Initiative unter dem Namen «KI Moonshot Roundtable» ins Leben gerufen. Die Teilnehmer, darunter die Mindfire Stiftung und die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, wollen bereits Anfang 2020 mit dem Aufbau eines neuen Talent- und Forschungshubs beginnen. 

Text Leslie Leuenberger

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