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Zürich
23 November 2020

Sich mit Wellness eine verdiente Auszeit gönnen.

Stille und Entspannung finden – mit Hilfe von Wellnessferien kein Problem. Der Trend nach solchen Auszeiten nimmt immer mehr zu,
denn viele Menschen möchten dem Arbeitsstress und dem hektischen Alltagsleben für eine kurze Zeit entfliehen.

Reisen werden oft mit viel Stress assoziiert. Lange Schlangen vor der Passkontrolle am Flughafen, hektische Tagesausflüge und unangenehme Hotelsituationen strapazieren die Nerven vieler Touristen. Und das, obwohl man durch die Ferien dem Alltagsstress endlich mal entfliehen möchte. Denn Stille und Zeit für sich selbst zu haben, ist in dieser vernetzten und schnelllebigen Welt zu einem absoluten Luxus geworden. 

Ein Gegenpol dieser Stresssituationen stellt der Wellnesstourismus dar, bei dem die Förderung des Wohlbefindens und der Entspannung während der Reise an erster Stelle steht. Der Wellnesstourismus boomt und wächst doppelt so schnell wie alle anderen Sektoren in der Tourismusbranche. Die Zahlen sprechen für sich: Allein 2017 generierte er weltweit rund 639 Milliarden Dollar.

Wellness in der Schweiz geniessen

Reisen ins Ausland werden aufgrund der momentanen Situation auch in naher Zukunft schwierig sein. Doch solche Auszeiten kann man auch im eigenen Land geniessen. Denn die unterschiedlichsten Hotels und Spas bieten Wellnessangebote an, die man voll und ganz geniessen kann. Sei es zur Entschleunigung, für Kuren oder Pools mit der schönsten Aussicht auf die bergige Schweizer Landschaft – auch hierzulande kommen Wellnessliebhaber auf ihre Kosten.

Der Wellnesstourismus boomt: Allein 2017 generierte er weltweit rund 639 Milliarden Dollar.

Bereits im alten Rom wussten die Menschen über die Kurorte und heilenden Wasserquellen im nördlichen Nachbarland Bescheid. Durch die Entdeckung von verschiedenen natürlichen Heisswasserquellen entstanden Thermalbäder, wo sich die Römer in Kur begaben. Denn die im schön warmen Wasser enthaltenen Mineralien wirken entspannend und balancierend auf Körper und Geist. Dieser therapeutische Effekt ist nicht nur heisse Luft – er konnte medizinisch nachgewiesen werden. Auch heutzutage sind solche Bäder noch voll im Trend. Es muss auch nicht eine ganze Woche an einem Kurort sein, nur schon ein einziger Tag oder Wochenende lässt einen entspannt in die neue Arbeitswoche starten.

Körper und Geist fordern und entspannen

Die Kombination von Entspannung und Fitness ist beliebt für Wellnessferien. Aktiv bleiben viele heutzutage in sogenannten Yoga-Retreats. Dabei verbringt man eine gewisse Zeitperiode in einem Hotel oder Resort und zieht sich aus dem stressigen Alltag zurück, während man einem Programm aus Yoga- und Entspannungsübungen folgt. Durch Meditation und Yoga kann man die innere Balance wiederherstellen, zur Ruhe kommen und Energie für den Alltag nach dem Retreat gewinnen. Ausgebildete Yogis führen durch das Programm und stellen für Anfänger sowohl als auch Fortgeschrittene die idealen Übungen zusammen.

Oft spielt neben dem sportlichen Aspekt auch die Ernährung eine grosse Rolle. Denn der Körper sollte rundum erneuert werden, damit man sich nach dem Retreat wie ein neuer Mensch fühlt. Darum: Fast Food und ungesunde Snacks kommen hier nicht auf dem Tisch! Die Reinigung des Körpers beruht bei solchen Yoga-Auszeiten auf der gesunden Ernährung, welche oft aus der ayurvedischen Küche stammen. Durch diese Ernährung werden dem Körper giftige Schlackstoffe entzogen. Man fühlt sich danach fitter und ist bereit für das Yoga-Programm.

Durch Meditation und Yoga kann man die innere Balance wiederherstellen, zur Ruhe kommen und Energie für den Alltag nach dem Retreat gewinnen.

Mental Wellness zur Stressbewältigung

Doch Wellness hat nicht nur mit dem Wohlbefinden des Körpers zu tun. Diese schnelllebige Welt im Privaten und während der Arbeit hat zu einem neuen Trend geführt: der sogenannten Mental Wellness. Darin wird das mentale Wohlbefinden jedes einzelnen gecoacht, was zu einer Gesundheit der Psyche führen sollte. Denn dies ist der Grundstein, damit es dem ganzen Körper gut gehen kann. 

Eine schlechte mentale Verfassung kann zu körperlichen Auswirkungen wie Stress, Angstzuständen oder im schlimmsten Falle Depressionen führen. Durch ein schlechtes Stressmanagement führt dies manchmal auch in einen Teufelskreis: Akute Schlafprobleme aufgrund des zugrundeliegenden Stresses führen wiederum zu mehr Anspannung. Um eine optimale Mental Wellness zu erreichen, muss man lernen, mit direkten oder indirekten negativen Umwelteinflüssen umzugehen. Das mentale Wohlbefinden kann nur mit aktiver Arbeit gestärkt werden, dies beispielsweise durch Mental-Coachings, Lebensberatungen oder den Besuch von bereits genannten Yoga-Retreats. In solchen Mental-Wellness-Auszeiten packt man die Probleme an der Wurzel und kehrt danach gesamthaft entspannter in den Alltag zurück.

Digital Detox: der Technologie abschwören

Ein weiterer Aspekt in unserem Leben ist die Erreichbarkeit, die uns nicht nur bei und nach der Arbeit begleitet, sondern auch privat nicht wegzudenken ist. Dies kann wiederum zum bereits erwähnten Stress führen, für den wir dann Mental Wellness in Anspruch nehmen. Einige Hotels und Resorts bieten jetzt aber einen der neuesten Trends in der Wellnesstourismuswelt an – den Digital Detox. Für einmal können viel beschäftigte und immer erreichbare Menschen sagen: Ich bin mal für eine gewisse Zeit offline. Denn hier herrscht das Motto «Back to the roots». 

In der schönen Natur geniesst man für einmal statt dem Geplänkel auf dem Handy die frische Luft und die malerische Atmosphäre der Landschaft. Durch die Absenz von Fernseher, Radio und Smartphone-Empfang liefert ein spannendes Buch die nötige Unterhaltung. Der stressgenerierenden Reizüberflutung wird bei einem solchen Detox-Aufenthalt abgeschworen. Denn nur schon eine Woche ohne ständig summendes Smartphone kann heutzutage die Wellnessauszeit darstellen, die man seit Langem gebraucht hat.

Text: Flavia Ulrich

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