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Zürich
9 August 2020

So überstehen die Pflanzen die Sommerferien unversehrt.

Für viele kommen die Ferien immer näher. Die Momente kurz vor der Reise sind zwar aufregend, aber gleichzeitig mit viel Stress verbunden. Denn man muss an verschiedene Dinge denken und Vorbereitungen treffen für die Zeit, in der man weg ist. Dabei dürfen auch die Pflanzen nicht vergessen werden. Wie können diese versorgt werden, während man in den Ferien verweilt?

Wenn keine Möglichkeit besteht, einer Vertrauensperson seinen Ersatzschlüssel zu übergeben, damit sich diese um die Pflanzen kümmern kann, dann muss eine andere Lösung her. Glücklicherweise gibt es einige einfache Tipps und Tricks, um beruhigt in die Ferien zu fahren.

Die Pflanzen in den Schatten stellen

Damit das Gewächs während der Abwesenheit nicht täglich bewässert werden muss, sollte man es an ein schattigeres Plätzchen stellen. Obwohl es sich hierbei um einen simplen Trick handelt, kann man damit während der Ferienzeit den Wasserverbrauch der Pflanze um einiges herunterschrauben.

Bewässerungssystem mit getränkter Wolle

Ein sehr nützlicher Tipp, besonders bei Hauspflanzen: Hierbei platziert man einen grossen Wasserbehälter auf einen Stuhl oder einen Hocker und die Pflanze auf den Boden, um die Wasserzirkulation zu vereinfachen. Dann platziert man das eine Ende eines Wollfadens in der Erde in das Herz des Pflanzensubstrats und das andere taucht man in den Wasserbehälter. Dank der sogenannten Kapillarwirkung profitieren die Pflanzen von einer regelmässigen Bewässerung, die deren Überleben während unserer Abwesenheit sichert.

Das Tröpfchensystem

Ein häufig genutztes Bewässerungssystem während den Ferien stellt die Tropfrohranlage dar, welche in den eigenen vier Wänden ganz einfach anzuwenden ist. Dazu braucht es bloss eine Plastikflasche. Die Kapazität hängt von der Dauer der Abwesenheit ab: Man kann eine 1-, 2- oder sogar eine 5-Liter-Flasche benutzen, wenn man mehr als zwei Wochen in die Ferien geht.

Es existieren mehrere Wege, um ein selbstgemachtes Tröpfchensystem herzustellen. Je nach Menge an benötigtem Wasser, sollte man eine andere Variante auswählen. Wenn die Pflanze viel Wasser braucht, sticht man mit einer erhitzten Nadel ein Loch in den Deckel der Flasche, füllt sie auf und steckt den Flaschenhals in die Erde. Die Anzahl Löcher im Deckel variiert hierbei je nach Pflanze und deren Bedürfnissen. Wenn die Pflanze nicht viel Wasser braucht, kann man ein Loch in den Flaschenhals machen und einen Zahnstocher hineinstechen. Um das Wasser am Zahnstocher entlangfliessen zu lassen, müssen auch einige Löcher in den Flaschenboden hineingestochen werden.

Die Tröpfchenbewässerungsanlage

Hierbei handelt es sich um die ideale Lösung, wenn man draussen mehrere Pflanzen bewässern muss. Das Tropfrohrsystem verbindet die Pflanzen und bewässert sie mit einer einzigen grossen Wasserreserve. Die Anlage funktioniert ohne elektrischen Strom und hat ausserdem den Vorteil, dass die Wasserversorgung durch die verstellbaren Tropfrohre ganz an die verschiedenen Pflanzen und deren Bedürfnisse angepasst werden kann.

Automatisches Bewässerungssystem

Wer bereit ist, für das Wohlergehen seiner Pflanzen etwas tiefer in die Tasche zu greifen, kann sich ein automatisches Bewässerungssystem zulegen. Diese Anlagen umfassen eine Zeitschaltuhr und eine Pumpe, die an einen grossen Wasserbehälter angeschlossen werden muss. Dabei ist es möglich, die Wochentage sowie die Anzahl und Dauer der Bewässerungsdurchgänge zu programmieren. Ein grosser Vorteil dieses Systems ist der batteriebetriebene Betrieb, welcher sich perfekt für Pflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse eignet und dabei weder Updates noch einen Anschluss an den Wasserhahn benötigt. 

Egal, ob man sich schlussendlich für ein automatisches Bewässerungssystem, eine Tropfrohranlage oder die getränkte Wolle entscheidet – all diese Möglichkeiten erlauben es einem, in die Ferien zu fahren, ohne sich Sorgen um das Wohlbefinden seiner Pflanzen zu machen. Also ab in den Urlaub!

Wenn Sie wissen möchten, wie man Pflanzen richtig umtopft, klicken Sie hier

Text Andrea Tarantini

Übersetzung Flavia Ulrich

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