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29 November 2020

«Swiss made» – Ein Label, das einen Unterschied macht.

Die Marke Schweiz ist beliebt. Nicht nur im Ausland, auch im Inland wird das Label «Made in Switzerland» mit Qualität, Prestige und Vertrauenswürdigkeit assoziiert. Für diese Eigenschaften geben die Kunden auch gerne mal ein bisschen mehr aus.

Schokolade, Uhren oder Käse: Diese drei Produkte bringt man gerne mit der Schweiz in Verbindung. Nicht ohne Grund, denn die Herkunft dieser Waren ist wichtig und für deren Nennung wird genau geprüft wie viel Schweiz in einem Produkt steckt.

Voraussetzungen für das Schweizer Kreuz

Genauso wenig, wie jeder Schaumwein als Champagner bezeichnet werden kann, ist auch die Anpreisung von Produkten unter dem Label «Swiss made» streng geregelt. Um das Produkt mit einem Schweizer Emblem zu verkaufen, müssen Produzenten gewisse Anforderungen erfüllen. Dafür sorgt seit dem 1. Januar 2017 ein extra dafür geschaffenes Gesetz. Es besagt, dass das Marketing ein Schweizer Kreuz nur dann verwenden darf, wenn ein Grossteil des Produktes hierzulande hergestellt worden ist oder zentrale Produktionsschritte in der Schweiz durchgeführt werden.

Wesentlicher Treiber und grösste Verfechterin dieser neuen Gesetzgebung war die Uhrenindustrie. Obwohl die Uhrmacherei in der Schweiz erst einige Jahre später als in anderen Ländern wie Frankreich, England oder Deutschland aufkam, hat man sie hierzulande perfektioniert. Kein anderes Land profitiert hinsichtlich seiner Uhren von der Herkunftsbezeichnung wie die Schweiz. Das Label «Made in Switzerland» ist nämlich das Kennzeichen von Qualität und Präzision schlechthin.

Obwohl die Uhrmacherei in der Schweiz erst einige Jahre später als in anderen Ländern wie Frankreich, England oder Deutschland aufkam, hat man sie hierzulande perfektioniert.

«Swiss made» als Wettbewerbsvorteil

Diese Gesetzgebung hat einen einfachen Grund: Swissness ist beliebt – bei Kunden sowie Anbietern. Die Schweiz als Marke geniesst im Ausland wie im auch Inland einen hervorragenden Ruf. Die damit assoziierten Charakteristiken wie Tradition und Exklusivität steigern das Kundenvertrauen und beeinflussen den Kaufentscheid. Auch preislich entstehen Unterschiede: Bereits ein simples Schweizer Kreuz kann den Wert des Produktes oder der Dienstleistung erheblich steigern. 

Bei der Auswahl der Waren hat nicht mehr die Marke den höchsten Stellenwert, sondern die Herkunft des Produktes. Deshalb zahlen Kunden bei Schweizer Uhren beispielsweise einen Preisaufschlag von rund 100 Prozent dazu, bei Käse ist es immerhin noch ein Aufpreis von rund der Hälfte mehr. Ganz egal, worum es sich schlussendlich handelt: Klar ist, dass das gute Image der Schweiz auch im Handel und Export einen klaren Wettbewerbsvorteil darstellt.

Text Flavia Ulrich

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