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20 Januar 2020

Abseits der Trampelpfade in Island.

Island hat in der näheren Vergangenheit negative Schlagzeilen gemacht. Zu viele Touristen für eine Infrastruktur, die nicht so rasch wuchs, wie es der plötzliche Ansturm auf die Insel erfordert hätte. Dies gepaart mit einer durchaus charmanten, weil sehr entspannten Mentalität «thetta rettast» – das bekommen wir schon hin! Die Spitze des Eisbergs: ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das mit unseren Vorstellungen wenig zu tun hat.

Wieso also dennoch ein Beitrag über die Insel inmitten des Nordatalantiks? Ganz einfach: Weil es sich immer noch lohnt, sich aufzumachen, diese Menschen und ihr Land kennenzulernen. Es gibt noch genug Platz, genug Wildnis und die Möglichkeit, Natur pur zu erleben. Man muss nur wissen, wo und wie. Wir von «Fokus Outdoor» sind überzeugt, das extreme Naturerlebnis hinterlässt hier nach wie vor nachhaltig Spuren beim Reisenden, besonders bei denjenigen, die aktiv die Nähe zur Natur suchen. Zusammen mit einem Spezialisten sind wir fündig geworden.

Vom Wandern und Trekking Erlebnissen

Ein Test. Trekking gehört nicht zu meinen Hobbys, aber ich lasse mich auf das Abenteuer Island ein. In guter physischer Verfassung sollte man sein, heisst es. Die Etappen sind ausgeschrieben mit sechs bis acht Stunden. Die Tour beginnt im Hochland und endet in einem Gletschertal rund 100 Kilometer von Reykjavík entfernt. Von Landmannalaugar aus gehts über einen Obsidianlavastrom langsam bergauf bis zu den heissen Quellen, die inmitten der buntgefärbten Lava liegen. Entlang von Flüssen und über Schneefelder wandern wir an diesem Tag bis zur Hütte am Álftavatn See. Am nächsten Tag geht es durch weite Kiesebenen, Steinwüsten und Flüsse, von denen wir etliche durchqueren – teilweise reicht uns das Wasser über die Knie. Am Horizont die grossen Gletscher, auf die wir zuwandern. Die letzte Etappe ist surreal: Je näher wir dem grünen Tal der Thorsmörk kommen, desto besser verstehe ich, warum Island das Land der Kontraste genannt wird.

Kontiki Reisen bietet in allen Landesteilen Wanderungen abseits der Trampelpfade an. In alle Himmelsrichtungen kann man von der Hauptstadt aus in maximal 60 Minuten fliegen. Zu meinem Programm zählt der Nordosten. Ich fliege nach Egilsstadir.

Abseits der Trampelpfade im Nordosten

Ein Grossteil der Kontiki-Reisenden bucht individuell seine Mietwagenrundreise. Wer ein paar extra Tage mitbringt, bekommt selbst auf Abstechern entlang der vielbefahrenen Ringstrasse einzigartige Einblicke in Landschaften, deren Namen noch komplizierter als der bekannt gewordene Eyjafjallajökull sind: Ich investiere einen Tag, um mit einem lokalen Guide den Canyon Hafrahvammagljúfur am Rande des Hochlandes südwestlich von Egilsstadir zu erkunden. Der Canyon ist einer der tiefsten seiner Art in Island. Mit der Fertigstellung des Staudamms Kárahnúkar kam 2006 eine neue Welt zum Vorschein. Es ist heute möglich, dem Flussbett durch den Canyon zu folgen, zahlreiche kleine Seitenarme barfuss zu durchqueren, um dann nach einer kurzen Weiterfahrt im Jeep am warmen Wasserfall und im natürlichen Hot Pot die Füsse und mehr zu wärmen. Ich habe nicht nur den letzten Teil des Tages ganz besonders genossen.

Je näher wir dem grünen Tal der Thorsmörk kommen, desto besser verstehe ich, warum Island das Land der Kontraste genannt wird.

Ein Abenteuer muss ich noch bestehen auf meiner zweiwöchigen Reise durch die Insel. Der Islandexperte Kontiki setzt auf Reisen wie «Abseits der Trampelpfade », wo fernab der touristischen Attraktionen die Einsamkeit spürbar ist. Mir wird eine dreitägige Biketour ans Herz gelegt. Ich bereue nichts. Einsame Buchten, hart ertrampelte Bergpässe mit atemberaubenden Aussichten, eine Bootstour, einfache, aber anständige Übernachtungen, ausgezeichenete Abendessen in verlassenen Fjorden. Das Island abseits der Trampelpfade gibt es tatsächlich noch. Tja, und zu guter Letzt wird nicht nur der Geist an die Ferien erinnert, sondern auch der Körper in Konsequenz eines saftigen Muskelkaters.

Aktiv in und rund um Reykjavík

Reykjavík im Anschluss ja oder nein? – Ja! Auch hier kommen Aktive auf ihre Kosten. Die Schönheit Reykjavíks liegt unter anderem darin, dass man seinen Kaffee und Käsekuchen in einem Café im Stadtzentrum fertig essen und 20 Minuten später auf einem Quad sitzen und durch ein Lavafeld rasen kann. Reykjavík ist umrundet von Natur. Die Faszination Norden: Nähe und Unkompliziertheit. Wie nahe und unkompliziert? In den tausendjährigen Lavafeldern rund um die Stadt gibt es zahlreiche Höhlen, die man mit professionellen Guides, Helm und Taschenlampe erkunden kann. Richtig aktiv ist das jedoch noch nicht. In den Fjord und an die Inseln vor Reykjavík kommt man mit einem Rib-Boot. Auch ganz nah an die Vögel ran – unter denen der tollpatschige Papageitaucher, der «Clown der Lüfte», wohl der Star ist. Auch hier ist der Körper kaum gefordert.

Es geht durchaus mehr: Innerhalb von 30 Minuten gelangt man zu mehreren Wandergebieten in Hochdruckgebieten, wo unter anderem warme, dampfende Bergrücken mit surrealen Farben bunt bemalt vor einem liegen. Im von der Unesco ausgezeichneten Nationalpark fiingvellir kann man zwischen den Kontinenten tauchen oder schnorcheln und sich danach im natürlich warmen Bad am Stadtstrand in der Mittsommernachtssonne aufwärmen. Die Helden unter uns wagen am besten an ebendiesem Strand den Sprung in den Nordatlantik – egal wie kalt es in Island kurzfristig sein kann. Die Wärme aus dem Boden ist umsonst.

Hunger? Ob das Essen selber beim Hochseeangeln im Fjord um Reykjavík gefangen und an Bord zubereitet wird oder einfach auf dem Teller liegt: In wenigen Hauptstädten dieser Welt bekommt man eine solche Vielfalt exzellenten Essens in so engem Umkreis wie hier. Der beste Zeitpunkt, um aus neuen, originellen und stilvollen Hotels für seinen Aufenthalt in der Hauptstadt auszuwählen, ist jetzt. Wer Wert auf mehr, auf authentische Tipps und Insider legt, reist mit einem Spezialisten.

 

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