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Zürich
22 Oktober 2020

Wie man in dieser Grillsaison zum Profigriller wird.

Der Sommer ist da und somit auch die Grillsaison. Nicht nur Besteck und Pappteller sind dabei Teil der obligatorischen Grundausstattung – genauso
muss für die Feinkost rund um das Fleisch oder den Halloumi-Käse gesorgt sein.

Doch was braucht man alles für das perfekte Outdoor-Grillfest? Als erstes sicherlich einen Ort, an dem man grillieren kann. Soll es nicht der eigene Garten oder Balkon sein, kann man sich auf www.grillstelle.ch von insgesamt 284 in der Schweiz registrierten Feuerstellen diese Grillsaison inspirieren lassen. Ist die ideale Stelle gefunden, kommt als nächstes die Zubereitung der leckeren Beilagen.

Einfach selber machen

Noch 2017 ass der Durchschnittsschweizer gemäss Proviande 50 Kilogramm Fleisch im Jahr. Während der Konsum im Vergleich zu den 80er-Jahren immer mehr zurückgeht, liegt der Fokus bei der Grillade weiterhin ganz klar auf dem Fleisch – Salat, Maiskolben und Schlangenbrot dürfen dabei allerdings nicht fehlen. Genauso schnell und leicht wie die Lebensmittel können dabei die besten Saucen zubereitet werden. Für ein gelungenes Salatdressing reichen bereits Zutaten wie Olivenöl, Balsamico, Zitronensaft und ein wenig Salz und Pfeffer. Soll es etwas aufwendiger sein, bringt beispielsweise die Honig-Senf Sauce eine gewisse Süsse zum aromatischen Fleisch und rundet den Mais geschmacklich ab. Neben Salatsaucen sind auch selbstgemachte Marinaden sehr beliebt.

Hat man nicht die Zeit dazu, ist es besser, das Fleisch erst nach dem Grillieren zu würzen.

Die Würze zum Fleisch

Zu einer eher süsslichen Salatsauce passt am besten eine salzig-würzige Kräutermarinade. Oregano, Rosmarin und Thymian verfeinern dabei besonders den Geschmack von Lamm- oder Rindfleisch. Mag man es lieber asiatisch, reichen Reiswein, Sojasauce, Zucker, Zitronensaft und Olivenöl aus, um beispielsweise Schweinefleisch zu versüssen. Anders als beim Fleisch ist zu viel Essig oder Zitronensaft für Fisch nicht geeignet. Um dem Fisch trotzdem einen Zytrusgout zu verleihen, verfeinert man Limettensaft mit Joghurt und ergänzt die Marinade danach mit Salz und Pfeffer. Nach zwei Stunden im Kühlschrank entfaltet der marinierte Fisch auf dem Grill sein volles Aroma. Das Genusserlebnis kann allerdings nicht nur durch selbstgemachte Saucen generiert werden – auch in Lebensmittelläden stösst man auf viele spannende und leckere Angebote.

Gekaufte Saucen sind genauso gut

Wer keine Zeit oder Lust hat, die Saucen selber zu machen, muss nicht auf wohlschmeckende Grillkost verzichten. Lebensmittelläden haben fixfertige Alternativen in vielen leckeren Geschmacksvarianten im Sortiment. Neben der klassisch französischen und italienischen Salatsauce sind im Ladenregal viele interessante Angebote zu finden, ob mit Kräutern oder Honig, laktosefrei oder light – jeder findet ein passendes Produkt. Auch an würzigen Marinaden oder leckerer Kräuterbutter fehlt es heutzutage in der Lebensmittelabteilung nicht. Mit selbstgemachten oder gekauften Köstlichkeiten eingedeckt, ist man bereit für den nächsten Schritt: das Erlebnis am Grill oder an der Feuerstelle. Es braucht jedoch mehr als lediglich einen Rost und ein Feuer, um das Fleisch perfekt anzubraten.

Es gibt nichts, das man nicht grillieren kann.

Inspiration in der Grillsaison

Ueli Bernold, besser bekannt unter dem Namen Grill Ueli, gewann schon mehrmals die Welt-, Europa- und Schweizermeisterschaft im Grillieren. Die Fleischzubereitung beginnt bei ihm mit einer köstlichen Marinade. Um den idealen Geschmack zu generieren, lässt man das Fleisch am besten 24 Stunden vor dem Grillausflug in der Marinade ziehen. «Hat man nicht die Zeit dazu, ist es besser, das Fleisch erst nach dem Grillieren zu würzen», empfiehlt der Grillprofi. Zudem gilt die Faustregel: Für ein Kilo Fleisch gehören 15-17 Gramm Salz in die Marinade. Bei grossen Steaks oder Fleischstücken ist die Marinade dabei unverzichtbar.

Zu einer perfekten Marinade gehören ausserdem die passenden Grillkünste. «Besonders beim Gasgrill kann es schnell passieren, dass das Fleisch zu heiss gebraten wird», meint Ueli, «deshalb ist das Messgerät ein hilfreicher Begleiter. Fingerdruck und Einschätzung durch das Auge reichen meistens nicht aus, um den Zustand des Fleisches abzuwägen.» Die perfekte Grill-Temperatur liegt dabei bei 200-210 Grad. Gerade bei der Hitze passieren beim Grillieren die meisten Fehler – erst recht bei der Feuerstelle. «Besonders wichtig beim Grillplatz ist das indirekte Fleischbraten. Folglich, dass es nicht direkt über dem Feuer, sondern über die Glut auf den Rost gelegt wird. Deshalb sollte die Feuerstelle nicht zu klein sein, damit das Fleisch genügend Platz hat, um neben den Flammen zu brutzeln.»

Auch für die anderen Lebensmittel, wie Mais, gilt das Braten über der Glut und nicht direkt über den Flammen. Zu guter Letzt empfiehlt der Meister in dieser Grillsaison mehr Mut bei der Spannbreite der Lebensmittel zu zeigen. Denn alles was sich in der Küche kochen lässt, ist auch auf dem Grill zubereitbar. Für den nächsten Ausflug lautet die Devise deshalb: «Es gibt nichts, das man nicht grillieren kann. Man muss es einfach ausprobieren.»

Text: Sara Schild

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