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Zürich
19 Februar 2020

Keine Ausreden mehr für Bewegungsmuffel.

Der Winter naht – die Temperaturen sinken und mit ihr die Lust, sich draussen zu bewegen. Sport kann jedoch auch in der kalten Jahreszeit der ganzen Familie viel Freude bereiten. Möglichkeiten gibt es mehr als genug und manche lassen sich unmittelbar vor der Haustür umsetzen.

Die meisten Schweizerinnen und Schweizer brauchen nach einem achtstündigen Arbeitstag viel Überwindung, um sich nochmals nach draussen zu begeben. Viel verlockender ist es doch, einen Film auf der Couch zu schauen. Erwachsene entscheiden sich bewusst dazu und sind sich im Klaren darüber, dass Bewegung an der frischen Luft gesünder wäre. Kinder hingegen sollten von ihren Eltern, wie man so schön sagt, zum Glück gezwungen werden. Denn ausreichende Bewegung hat in der Entwicklung einen grossen Einfluss und darf nicht unterschätzt werden.

Grundsätzlich bringen Kinder von Geburt an gute Voraussetzungen mit. Denn meistens haben sie einen natürlichen Drang, sich auszutoben. Kommen sie allerdings mit elektronischen Unterhaltungsmöglichkeiten in Kontakt, wird dieser Antrieb kleiner. Demzufolge haben die Erziehenden einen Einfluss auf die Motivation zum Sport. Der Bewegungsexperte von RADIX Martin Lang rät: «Der überzeugendste Anreiz für Kinder, sich zu bewegen, ist, dass die Eltern es ihnen vorzeigen und zusammen mit ihnen rausgehen. Schliesslich haben sie eine Vorbildfunktion.» Nehmen Kinder ein aktives Verhaltensmuster in jungem Alter an, bleibt es oft ein Leben lang. Des Weiteren profitieren auch die Erwachsenen von positiven Effekten wie der Steigerung des Selbstwertgefühls, besserer Konzentration und einem kleineren Verletzungsrisiko.

Der Winter bietet mehr als Skifahren

Grillieren ist in der Schweiz sehr beliebt. Familien und Freunde sitzen zusammen und geniessen die Mahlzeit in lockerer Atmosphäre. Warum sollte man also sein Abendessen nur im Sommer auf dem Grill braten? Die möglicherweise komischen Blicke der Nachbarn sind ein super Grund, die Wintergrillparty an eine schöne Kulisse in der Umgebung zu verlagern. Plastikbesteck, Essen sowie die Kinder schnappen und einen gemütlichen Spaziergang zu einem geeigneten Ort machen. Nach ein bisschen Bewegung schmeckt das Schlangenbrot gleich viel besser und beim Rückweg regt sich die Verdauung automatisch an.

Nehmen Kinder ein aktives Verhaltensmuster in jungem Alter an, bleibt es oft ein Leben lang.

Die Fotolinse mag die kalte Luft

Um mit der Familie einen Fotonachmittag zu machen, ist eine Spiegelreflexkamera schon lange nicht mehr von Nöten. Ein Smartphone tut es auch. Gerade der Winter bietet sich für Foto-Amateure besonders an. Die kalte Luft enthält im Gegensatz zur warmen weniger Wasser, wodurch die Sicht klarer ist. Eine optimale Bedingung, um gute Bilder zu knipsen. Damit es den Kleinen nicht langweilig wird, können alle zusammen auf die Suche nach unterschiedlichen Motiven gehen. Durch den Wunsch, schöne Fotos zu machen, ist das Umherlaufen viel angenehmer und bereitet sogar richtig Freude.

Winterspiele im Garten

Auch die besten Eltern müssen einmal arbeiten oder sich um den Haushalt kümmern. Anstatt dass die kleinen Kinder alleine auf eine Foto-Tour gehen, spielen sie lieber im Garten und bleiben in der Nähe. Neben Iglus bauen und Schneeengel machen, gibt es noch andere Optionen: Im Garten kann eine kleine Spielarena mit unterschiedlichen Disziplinen eröffnet werden. Ein simples Wettrennen im Tiefschnee ist unglaublich lustig. Bei weniger oder gar keinem Schnee hingegen macht ein Sackrennen mehr Spass. Um auch die Arme zu bewegen, eignet sich Schneeballweitwurf oder ein Büchsenwerfen. Fehlt der Schnee, können die Kinder diese Spiele auch mit Bällen durchführen. Das Turnier fördert das soziale Verhalten und löst Lebensfreude aus.

Nach ein bisschen Bewegung schmeckt das Schlangenbrot gleich viel besser und beim Rückweg regt sich die Verdauung automatisch an.

Schlitteln ohne Schlitten

Mit einem Plastiksack den Hang runterrutschen – eine populäre, spassige Alternative zum Bob und dem Holzschlitten. Um die Sprösslinge etwas herauszufordern und das handwerkliche Geschick zu fördern, gibt es noch ein weiteres Alternativprogramm: der Schlitten aus Karton. Für den Bau benötigen die Kinder Plastikfolie, Klebeband und natürlich Karton. Sie sind völlig frei in der Grösse und der Form des Gefährtes. Anschliessend können die kleinen, kreativen Köpfe die Fahrzeuge aus Karton testen und draussen ein Rennen machen. Die Eltern sollten anschliessend jedem gebastelten Schlitten eine Auszeichnung verleihen. Anstatt nur den Schnellsten zu küren, erwähnen die Erwachsenen am besten auch den Kreativsten, den Grössten und womöglich den Aussergewöhnlichsten. Hauptsache jedes Kind bekommt Lob und ist stolz auf sich.

Die Jahreszeit ist keine Ausrede

Spass im Schnee kann die Familie nicht nur im Skiurlaub haben. Es muss ebenfalls nicht immer eine intensive Sportart sein und Geld kosten. Es gibt genug anderweitige Aktivitäten für Familien im Winter. «Die Erziehenden müssen die Freizeitgestaltung dem kalten Wetter anpassen, anstatt sie zu streichen», rät Martin Lang. Der Nachwuchs solle sich mindestens eine Stunde an der frischen Luft bewegen. Das klingt vielleicht nach viel, ist es aber nicht. Bereits der Weg in die Schule kann der Stunde angerechnet werden. Die schlechteste Ausrede jener, die im Winter zu Stubenhockern werden, ist: «Ich will nicht krank werden.» Wenn kleinere Kinder bei kälterem Wetter rausgehen, verbessert sich ihre Fähigkeit, die eigene Körpertemperatur zu regulieren. Dass wiederum stärkt das Immunsystem. Ausreichend Bewegung ist immer wichtig, unabhängig von der Jahreszeit. Wie alle Grosseltern immer zu sagen pflegen: «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.»

Text: Michelle Christen

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