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12 Dezember 2019

So geniesst Christa Rigozzi die Festtage mit ihrer Familie.

Viele Worte, auf die noch mehr Taten folgen. Die redegewandte Christa Rigozzi meistert den Spagat zwischen Muttersein und ihrer Karriere mit Bravour. Umso mehr freut sie sich auf die Weihnachtszeit, in der sie es sich so richtig gut gehen lässt.

Spätestens wenn sie ihr charmantes Lächeln aufsetzt und anfängt mit ihrem Dialekt Deutsch zu sprechen, weiss jeder: Christa Rigozzi ist hier. Die 35-jährige Tessinerin hat sich in der Schweiz einen Namen gemacht und begeistert immer wieder aufs Neue. Sei es in der Sendung Arena/Reporter, wo sie als Moderatorin auftritt, oder wenn sie offen über ihren Lieblingsjob, das Muttersein, spricht. Im Interview mit «Fokus Weihnachten» erzählt sie offen über ihre zwei Mädchen, ihre Weihnachtstraditionen und ihr Geheimrezept, nicht für ein Abendessen, sondern für ihr Leben.

Christa Rigozzi, was war das schönste Weihnachtgeschenk, das Sie jemals bekommen haben?
Eindeutig meine Zwillingstöchter! Sie sind zwar eine Woche nach Heiligabend gekommen, aber es herrschte immer noch Weihnachtsstimmung und die beiden waren das allerschönste Geschenk.

Können Sie sich an die Weihnachtsfeste erinnern, als Sie noch an das Christkind geglaubt haben?
Ja, das war eine wunderschöne und aufregende Zeit. Am 24. Dezember haben meine Eltern, mein Bruder und ich zusammen gegessen und gingen früh ins Bett. Das Christkind kam jeweils in der Nacht auf den 25. Dezember. Wir haben immer einen Teller mit Nüssen, Mandarinen und Schokolade auf dem Tisch vorbereitet und ein Glas Coca-Cola hingestellt – für den Fall, dass das Christkind durstig ist (lacht). Sogar an die Rentiere dachten wir und platzierten für sie eine Schüssel Wasser vor der Tür.

Werden Sie diese Bräuche auch Ihren Mädchen Alissa und Zoe vermitteln?
Ja, ich wünsche mir, dass meine Mädchen genauso schöne Weihnachten erleben wie ich damals. Am Weihnachtsmorgen herrschte immer Freude pur, als wir den geschmückten Baum und all die Geschenke darunter gesehen haben. Momentan sind sie jedoch noch zu jung, um alles richtig einzuordnen. Ausser dass sie die Geschenke auspacken dürfen, das verstehen sie jetzt schon (lacht).

Und den Samichlaus kennen sie auch schon?
Der Samichlaus kommt immer bei uns im Dorf vorbei. Wir haben ihn bereits letztes Jahr besucht, obwohl meine Kinder natürlich noch nicht so viel verstanden. Wie es dieses Jahr aussieht, weiss ich nicht, aber wir werden auf jeden Fall zum Samichlaus gehen und das Säckli abholen.

Beschreiben Sie die Vorweihnachtszeit in drei Worten.
Uff, das ist schwierig in nur drei Worten. Es ist eine magische Zeit, die erholsam ist und ich mit meinen Liebsten zusammen verbringe. Also: Magie, Ruhe, Familie.

Sind Sie in dieser Zeit nicht gestresst wie viele andere?
Wenn ich jetzt daran denke, dass ich noch keine Geschenke eingekauft habe, fühle ich mich auch ein wenig gestresst. Aber die Geschenke sind ja nicht das Wichtigste an Weihnachten, und je näher es gegen Ende Jahr geht, desto besser entspanne ich mich. Es ist die schönste Zeit im Jahr, deshalb versuche ich, mich nicht stressen zu lassen.

Haben Sie einen Tipp gegen Stress in der Weihnachtszeit?
Um einen klaren Kopf zu bewahren, empfehle ich, eine To-Do-Liste zu machen. Gleichzeit ist es wichtig, sich einfach darauf zu freuen. Ich schaue immer, dass ich bis am 20. Dezember alles vorbereitet habe, damit ich dann die Zeit mit der Familie geniessen kann.

Aber die Geschenke sind ja nicht das Wichtigste an Weihnachten, und je näher es gegen Ende Jahr geht, desto besser entspanne ich mich.

Christa Rigozzi, Copyright Christian Dietrich für Marionnaud Schweiz
Christa Rigozzi, Copyright Christian Dietrich für Marionnaud Schweiz

Wie bringen Sie sich in Weihnachtsstimmung?
Ich fange immer Ende November mit der Weihnachtsdekoration an, wodurch ich in Stimmung komme. Obwohl mein Mann Dekorateur ist, bin ich für den Weihnachtsschmuck im Haus verantwortlich. Er kümmert sich um die Beleuchtung draussen und schmückt das Haus sowie die Bäume mit weissen Lichtern. Anfang Dezember plane ich dann einen Guetzli-Back-Tag, wobei ich den ganzen Tag Leckereien zubereite – diese müssen bis Ende Weihnachten ausreichen. Weiter gibt es während den Festtagen diverse Apéros und Abendessen mit Verwandten und Freunden. Und parallel zu allen vorweihnachtlichen Aktivitäten läuft Weihnachtsmusik dazu.

Würden Sie eher auf den geschmückten Weihnachtsbaum oder das Festmahl verzichten?
Weder noch – Weihnachten ist nur einmal im Jahr, deshalb will ich gar nicht verzichten. Der Weihnachtsbaum und das Festmahl gehören zum christlichen Weihnachtsfest dazu.

Heute vor zwei Jahren waren Sie hochschwanger. Hatten Sie dazumal auf ein aussergewöhnliches Gericht Lust?
Ich hatte während der ganzen Schwangerschaft keine speziellen Gelüste. Ich bin ein Genussmensch und esse alles sehr gerne, egal, ob ich schwanger bin oder nicht. Allerdings musste und wollte ich zu dieser Zeit auf gewisse Mahlzeiten wie Rindstartar und Tiramisu, die es jedes Jahr bei uns zu Weihnachten gibt, verzichten. Das war natürlich ein schöner Verzicht und im Nachhinein habe ich alles nachgeholt.

Ihre Zwillinge waren bereits in Destinationen wie Mauritius und Florida. Haben Sie schon eine Reise für das Jahr 2019 geplant?
Über Silvester gehen wir immer in die Schweizer Berge, um Zeit im Schnee zu verbringen. Im Februar gönnen wir uns einen Winterbreak in Florida, um Sonne zu tanken. Die Flüge sind noch nicht gebucht, aber mit den kleinen Kindern sind wir relativ frei.

Gehören Sie zu den Leuten, die sich Vorsätze fürs neue Jahr fassen?
Nein, das würde keinen Sinn machen – ich bin ganz schlimm mit Vorsätzen. Für mein Wohlbefinden versuche ich, über das ganze Jahr eine gute Balance zu finden. Das ist mein Geheimrezept für viele Dinge.

Bezieht sich das auch auf Ihr Ess- und Sportverhalten?
Ja, ich habe noch nie in meinem Leben eine Diät gemacht und mache auch keine Vorsätze im Sportbereich. Früher war ich ohne grosse Überwindung sehr sportlich. Seit ich Mutter bin, fehlt mir dazu die Zeit. Trotzdem nehme ich mir nicht vor, wieder Sport zu treiben. Ich fühle mich wohl und bewege mich durch meine zwei Kinder sowieso genug zuhause.

Für mein Wohlbefinden versuche ich, über das ganze Jahr eine gute Balance zu finden.

Seit rund zwei Jahren moderieren Sie nun mit Jonas Projer zusammen Arena/Reporter. Welches Fazit ziehen Sie?
Ich kann ein sehr positives Fazit ziehen. In diesen zwei Jahren haben wir wunderschöne Sendungen erlebt. Wir haben viel gelernt und uns von Sendung zu Sendung verbessert.

Was gefällt Ihnen an der Sendung besonders?
Die Tatsache, dass die Sendung live ist und das Publikum vor Ort sowie die Zuschauer zuhause involviert sind. Sie bestimmen den Inhalt und den Roten Faden, was ich hervorragend finde. Wir sprechen über die Punkte, die das Publikum interessiert. Sie rufen mich an, sie schicken Tweets oder melden sich im Saal. Leider geht die Zeit immer so schnell vorbei und es gibt so viele Themen, die besprochen werden möchten.

Was ist für Sie die grösste Herausforderung bei dieser Aufgabe?
Dass alle zu Wort kommen und sich äussern können. Die Gäste sollen miteinander interagieren und sich austauschen. Diese Rolle der Vermittlerin übernehme ich liebend gerne und sie ist äusserst spannend, aber es ist ebenso eine Herausforderung. In der Sendung kommen Pros sowie Contras vor und wir versuchen, möglichst breit zu sein, damit sich alle angesprochen fühlen. Das fordert Flexibilität und Spontanität, denn wir wissen ja nicht, was die Leute sagen werden.

Fällt es Ihnen schwer, Ihre eigene Meinung zurückzuhalten?
Nein, ich bespreche meine eigenen Ansichten vor und nach der Show. Als Moderatorin ist es wichtig, die neutrale Rolle einzunehmen und das macht mir nichts aus.

Sie empfehlen die Sendung Arena/Reporter der ganzen Familie. Mit welchem Alter werden Sie Ihre zwei Mädchen mit solchen Diskursen vertraut machen?
Das ist schwierig zu sagen. Im Moment bleiben sie nicht einmal während eines Disney-Films vor dem Fernseher. Sie malen lieber, spielen oder schauen sich Bücher an, was mein Mann und ich toll finden. Bis sie sich für Themen, die in Arena/Reporter besprochen werden, interessieren, wird es noch eine Weile dauern und das ist auch richtig so. Es kommt alles Schritt für Schritt.

Sind Sie und Ihr Mann Giovanni Marchese strenge Eltern?
Nein, wir verbieten grundsätzlich nichts, sondern versuchen eine gesunde Balance zu finden. Zum Beispiel dürfen meine Töchter kein Handy haben; aber sie dürfen meines selber halten, um mit den Grosseltern in den Ferien zu skypen. Auch werde ich ihnen erlauben, Schokolade zu essen – einfach nicht jeden Tag. Wir gehen auf die Wünsche der Kinder ein und stellen gleichzeitig Regeln auf.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Es ist schwierig zu sagen, wo ich in zehn Jahren beruflich stehe. Vielleicht kommt noch ein zweites Buch oder eine neue Sendung. Ich habe ganz viele Ideen und möchte noch viel erleben, da ich neugierig bin. Ich bin sozusagen noch nicht angekommen – ich bin noch so jung.

Interview: Michelle Christen
Bild: Christian Dietrich

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