-0.3 C
Zürich
25 Januar 2021

Sprachreisen – eine Lebensschule für jedermann.

Sprachreisen sind und bleiben im Trend. Dieses Abenteuer können sich viele Schweizer dank ihres meist guten Lebensstandards leisten. Die Welt entdecken, Sprachen lernen, Kulturen verstehen, Spass haben, sich selbst besser kennenlernen und noch viel mehr packt der Reisende während einem Sprachaufenthalt in seinen Lebensrucksack.

Allumfassend, Sprachreisen sind für alle. In jeder Sprachschule ist jede Altersgruppe vorhanden. Dieser Mix zwischen den Generationen, kann eine sehr positive und inspirierende Erfahrung sein. Jedes Alter und jede Person besitzt eine eigene Weltanschauung und Einstellung. Die neugewonnenen Ansichten helfen, das eigene Spektrum an Lebenswissen zu erweitern. Das Durchschnittsalter in der Schulklasse beträgt 25 Jahre. Viele Sprachschulen bieten auch extra Klassen für über 50-oder 60-Jährige an, falls man sich mit Gleichaltrigen wohler fühlt.

Die Beweggründe ein Abenteuer zu starten, variieren bei allen stark. Liebeskummer oder ein Beziehungsende, können ein guter Ansporn sein, den eigenen Weg im Ausland zu gehen. Die Motivation, die gewünschte Sprache zu lernen, um die eigene Karriere anzukurbeln, ist eine gute Grundlage um zu verreisen. Wenn die Sehnsucht die Welt zu erkunden, plötzlich in einem aufkommt, dann ab in die Ferne.

Was sind die Vorteile einer Sprachreise?

Das Hauptziel einer Sprachreise ist natürlich die neue Sprache am Ende besser zu sprechen oder sogar ganz zu beherrschen. Der Vorteil des Erlernens einer Sprache im Ausland besteht darin, dass man die feinen Nuancen und besonders den Sprachton bei den Einheimischen heraushören kann. Anfangs fällt es einem vielleicht noch schwer, in einem Restaurant in der noch fremden Sprache zu bestellen. Ein Stück Mut und Überwindung bringen das Schamgefühl aber mit der Zeit zum Verschwinden und man kommuniziert problemlos mit dem Kellner.

Viele Sprachreisen bieten einen Aufenthalt in einer Gastfamilie an. Diese Art von einem Sprachaufenthalt kann das Erlernen der Sprache besonders unterstützen. Meist sprechen die Familienmitglieder ausschliesslich in ihrer Muttersprache und somit ist man gezwungen, sein neuerlerntes Vokabular praktisch anzuwenden. Dazu ist man hautnah am Leben der Einheimischen und taucht in deren Kultur ein. Eine neue Sprache zu sprechen, verbessert die eigene Fähigkeit mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren zu können. Auch im Berufsleben vergrössert ein Diplom in einer Fremdsprache die Chancen auf den Traumjob.

Wenn die Sehnsucht die Welt zu erkunden, plötzlich in einem aufkommt, dann ab in die Ferne.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt eines Sprachaufenthaltes ist die persönliche Weiterentwicklung. Durch das Entdecken von neuen Kulturen, Nationen und Menschen erweitert sich der Horizont automatisch. Einige finden eine neue Heimat und knüpfen internationale Kontakte, wodurch Freundschaften fürs Leben entstehen können. Man lernt auf fremde Menschen zuzugehen und gerät manchmal in Situationen, an denen man wachsen und sein Vertrauen stärken kann.

Wie lange braucht man, eine Sprache zu erlernen?

Die Mehrheit bucht drei bis vier Wochen Sprachschule und reist anschliessend durch das Land oder hängt mehrere Reisedestinationen an. Die Grundkenntnisse einer Sprache können nach vier Wochen erlernt werden und werden mit anschliessendem Praktizieren verbessert und vertieft. Marcel Rüfenacht arbeitet als Head of Business Development bei Boalingua und informiert: «Allgemein kann gesagt werden, dass mittels eines Standardkurses (20 Lektionen/Woche) innert vier- sechs Wochen das nächsthöhere Sprachniveau erreicht werden kann». Die Entscheidung richtet sich natürlich auch nach den finanziellen Mitteln. Eine Sprachreise inklusive Gastfamilie im australischen Byron Bay kostet für drei Wochen durchschnittlich 2040 Schweizer Franken. Dazu kommen die Hin- und Rückreise und sonstige Ausgaben für individuelle Freizeitwünsche.

Die Grundkenntnisse einer Sprache können nach vier Wochen erlernt werden.

Im Alleingang oder in Begleitung?

Marcel Rüfenacht besagt: «England, USA, Australien, Frankreich und Kanada gehören zu den Top fünf Destinationen.» Gemäss dem Bundesamt für Statistik lernen Schweizer des deutschsprachigen Raumes zu 34 Prozent Englisch, 15 Prozent Französisch, 12 Prozent Italienisch und zu 11 Prozent Spanisch.

Ob man sich zutraut das Erlebnis selbst zu starten oder in Begleitung von einem Freund oder einer Freundin, spielt eine Rolle. Es gibt es bei beiden Vorteile und Nachteile. Der Vorteil vom Alleingang ist sicher das Kennenlernen von neuen Persönlichkeiten. Da man auf sich allein gestellt ist, verhält man sich offener und kommunikativer anderen gegenüber. Das Grundbedürfnis in Gesellschaft zu sein, fördert die Möglichkeit, sich an neuen Freundschaften und Reisebegleitern zu erfreuen.

Ausgehen kann jeder davon, dass man im Alleingang nur wenige Stunden einsam verbringt. In Begleitung loszuziehen bringt auch seine positiven Aspekte. Das Reisen in fremden Ländern ist nicht immer ungefährlich. Mit jemandem zu reisen oder die Sprachschule zu besuchen, lässt einen mehr Sicherheit spüren. Auch in einem Ernstfall oder gesundheitlichem Notfall kann eine Vertrauensperson Geborgenheit schenken. Zudem können die erlebnisreichen Tage gemeinsam geteilt werden.

Das Destinationsland, die Kultur, das Sprachziel, die Dauer eines Aufenthaltes und die Art und Weise dieses Abenteuer erleben zu wollen, ist jedem Menschen selbst überlassen. Die Auswahl und Möglichkeiten sind gross und man findet für jeden ein passendes Angebot. Doch kann man sich sicher sein, eine wundervolle Zeit zu erleben und vieles in jeder Hinsicht dazuzulernen.

Text: Saina Riess

Lesen Sie mehr.

Stadt der Zukunft – smart, aber bitte mit Reibungsflächen!

Der Puls schlägt höher in Städten. Das fiebrige Durcheinander von Menschen und Sprachen, von Handel und Verkehr, von Erregung und Streit, von Chancen und Gefahren gehört seit jeher zum städtischen Leben und allesamt findet auf wundersame Weise eine Ordnung im Chaos...

Mit Selbstbestimmung uneingeschränkt leben

In der Schweiz lebt statistisch jeder Fünfte mit einer körperlichen Behinderung. Jeder Dritte mit einem dauerhaften Gesundheitsproblem. Diese Zahlen gehen aus Erhebungen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. Aber auch gesunde Menschen führen oft ein fremdbestimmtes Leben und stehen sich somit selbst im Weg.

Wenn das Smartphone mithört

Verschiedene Experimente...

Archiv.

Mut zur Farbe in der Wohnungseinrichtung

Wir kleiden uns bunt, fahren ein Auto in unserem Lieblingsrot und umgeben uns gerne mit fröhlichen Farben – doch beim Wohnen verlassen...