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29 Mai 2020

Die Chancen der Blockchain nutzen – und Risiken minimieren.

Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. gehören schon lange zu den «Hot Topics» der Finanzbranche. Mittlerweile haben sie sich derart etabliert, dass sogar manche Hilfswerke bereits Spenden in Form von digitalen Währungen annehmen. Möglich wird all dies dank der Blockchain-Technologie. Ein Einblick.

Kein anderes Thema versetzte in den vergangenen Jahren Expertinnen und Experten so vieler unterschiedlicher Branchen in Entzückung wie die Blockchain. Das überrascht nicht, schliesslich werden der Technologie gewaltige Potenziale zugeschrieben. Vor allem der Finanzsektor sowie die Logistikbranche werden immer wieder als zentrale Nutzniesser angeführt. In der öffentlichen Wahrnehmung gilt die Blockchain mittlerweile gar als Synonym für Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum Litecoin oder Ripple. Doch um das Potenzial von Kryptowährungen und der Blockchain nachvollziehen zu können, muss man beide Begriffe unterscheiden, um sie dann in einen Kontext zu setzen. 

Im Kern geht es um eine komplett neue Art der Datenorganisation. Die Blockchain ist die dafür notwendige Technologie und Kryptowährungen sind eine konkrete Anwendung davon. Als Blockchain bezeichnet man systematisch abgelegte Datenblöcke, die dezentral organisiert aber mittels kryptografischer Verfahren (Verschlüsselung) miteinander verbunden sind. Das bedeutet, dass die Blockchain-Technologie Verbraucher und Lieferanten einer Transaktion direkt miteinander verknüpft. Der Clou: Grundsätzlich kann jeder Interessierte die notwendigen Programme herunterladen, mittels derer er am Netzwerk teilnehmen und virtuelle Währungen schöpfen kann («Mining»). Das Netzwerk funktioniert als «Peer-to-Peer», bei dem sich alle Nutzer quasi gleichberechtigt gegenüberstehen. 

Ein Wachstumsmarkt

So faszinierend die technische bzw. die konzeptionelle Grundlage der Blockchain auch ist, lautet die Kernfrage vieler User doch anders: Ist es für Anleger sinnvoll, auf Blockchain und Kryptowährungen zu setzen? Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) sieht grosses Potenzial in diesem Segment: «Die Blockchain-Technologie kann neue und vielversprechende Möglichkeiten für den Finanz- und Technologiestandort Schweiz schaffen», heisst es in einer offiziellen Mitteilung. Aus diesem Grund unterstütze man die Bestrebungen zur Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für ein vielfältiges Fintech-Ökosystem.

Gleichzeitig mahnt SBVg vor möglichen Stolpersteinen in der digitalen Währungswelt. «Mit den neuen Blockchain-Technologien können namentlich Risiken etwa im Bereich Geldwäscherei verbunden sein. Eine sorgfältige Prüfung bei der Kontoeröffnung ist deshalb für die Banken unerlässlich, denn die Integrität und Reputation des Finanzplatzes Schweiz ist und bleibt von zentraler Bedeutung.»

Auch Anleger müssen den Schritt in die Welt der virtuellen Währungen mit Bedacht unternehmen. Es kann für sie Vorteile bringen, wenn sie ihre «digital Assets» bei einer regulierten Bank verwahren lassen. Eine Möglichkeit dazu liegt im Erwerb von Zertifikaten auf Kryptowährungen. Dadurch partizipieren Anleger zwar an der Kursentwicklung ausgewählter digitaler Währungen, müssen dafür aber keine «Wallet», eine elektronische Geldbörse, um Bestände an Kryptowährungen zu speichern, besitzen. Diese Prozesse und Services übernimmt der Emittent der Zertifikate. Die Partizipations-Zertifikate sind ausserdem als Wertpapier an den Börsen handelbar, d.h. Handelszeiten, Market Making Qualitätsansprüche, Liquidität und Settlement regulierter Börsen können seitens der Investoren in Anspruch genommen werden.

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