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Zürich
24 Februar 2020

Das Bünzlitum und andere Marotten.

Die Engländer können nicht kochen und die Italiener reden gerne: So oder ähnlich denken wir über die Menschen anderer Länder. Eine Minibefragung in der Redaktion zeigt auf amüsante Art und Weise, wie Schweizer/innen sich selbst wahrnehmen. 

Schweizer/innen scheinen die perfekten Arbeitnehmenden zu sein: Denn wir respektieren Regeln, sind stets pünktlich, höflich und korrekt. Zumindest zeigt das die kleine, informelle Befragung unter Mitarbeitenden. Das spiegelt sich in der wirtschaftlichen Situation der Schweiz wider. Unsere Arbeitslosenrate ist vergleichsweise tief und unser Bruttoinlandprodukt gross.

Schweizer Kaufkraft

Kein Wunder also, gönnen wir uns auch gerne etwas: «Wir Schweizer mögen gute Produkte und Dienstleistungen», meint etwa ein Mitarbeiter. Durch den Konsum kurbeln wir unsere eigene Wirtschaft weiter an und zwar effizient. So belegt eine Statistik aus dem Jahr 2018, dass der grösste Anteil des Schweizer Bruttoinlandproduktes aus dem privaten Konsum resultiert. Denn wir sind kauffähige und –willige Konsumierende – selbst bei hohen Preisen. Aber der/die Durchschnittsschweizer/in mag auch Schnäppchen, weswegen die Verkaufszahlen des Black Fridays 2019 zur Zufriedenheit der Anbietenden ausfielen.

Die Schattenseiten

Das Problem ist bloss, dass die eigene Überkorrektheit den Schweizern auch im Wege steht. So dauert es denn nicht lange, bis die Beschreibung «gestresst» fällt. Nebst all den Regeln, die es zu beachten gibt, sind wir auch noch darauf fokussiert, was unsere Nachbarn denken – ein weiterer Stressfaktor. Die Schweizer/innen sind halt «gwunderig» und interessieren sich für ihre Mitmenschen. Dennoch verhalten sie sich eher reserviert gegenüber Unbekannten. 

Blick über den Tellerrand

Das Klischee der «bünzligen», oder in anderen Worten spiessbürgerlichen Schweizer, scheint nicht von Ungefähr zu kommen bei all den Regeln und all der Korrektheit. Es wäre lohnenswert, sich öfters auch mal gehen zu lassen und entspannen zu können. 

Denn, wie der «Tages-Anzeiger» in einem Artikel aufgeklärt hat, schlägt Google bei der englischen Frage: «Warum sind die Schweizer so…» als erstes «unglücklich» vor. Als zweites: «langweilig». Schade eigentlich.

Das Schöne der Schweiz

Was uns bezüglich der Unzufriedenheit helfen könnte und sollte, sind die schönen Seiten des Lebens. Denn die Schweiz hat einiges zu bieten. Nebst den von uns geliebten Milchprodukten, der Schokolade und dem Käse, steht uns auch eine abwechslungsreiche Natur mit vielen Alpen zur Verfügung. Auch kulturell kann einiges entdeckt werden. Ganz nach dem Motto: «Weniger Stress, mehr Genuss».

Text: Antonia Vogler 

Vorsätze für Schweizer/-innen 2020

Die folgenden Neujahrswünsche nannten die Befragten:

  • Mehr Offenheit
  • Auch mal französischen Käse ausprobieren
  • Eine Milchprodukte-Detox-Kur einbauen (man denke an das Cholesterin)
  • Mehr Toleranz: Die Welt geht nicht wegen zwei Minuten Verspätung unter
  • (Anmerkung eins: Ausgenommen sind vereinzelte, tiefenentspannte Pendler)
  • (Anmerkung zwei: Pünktlichere Züge wären toll)
  • Mehr Tanzen, mehr Lachen
  • Nicht alles so tierisch ernst nehmen

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