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Zürich
18 Januar 2020

Lebensmittelherstellung im grossen Stil.

Die Lebensmittelbranche lockt mit vielfältigen beruflichen Chancen. Die Lehre als Lebensmitteltechnologe/-in vereint die Arbeit mit Lebensmitteln mit technischen Herausforderungen. Die Lebensmitteltechnologen Robin Schmanau und Roger Hügli erzählen.

Wer die Liebe zum Essen auch im Beruf ausleben möchte, hat viele Möglichkeiten. Klassisch in der Küche oder Backstube, bis hin zu diversen Studiengängen; die Pallette an Berufen ist gross. Der Lehrberuf des Lebensmitteltechnologe/-in EFZ findet jedoch verhältnismässig wenig Beachtung. Dabei handelt es sich um eine Ausbildung mit rosigen Zukunftsaussichten. «Gegessen wird immer», lacht Roger Hügli, Lebensmitteltechnologe im Schokoladensegment. 

Vom Rohstoff bis zum Produkt

Lebensmitteltechnologen arbeiten in industriellen Betrieben an der Herstellung von Lebensmitteln und Getränken. Je nachdem, was hergestellt wird, sieht die Arbeit etwas anders aus, jedoch steht immer im Fokus, ein hochwertiges Produkt herzustellen. Dafür ist man von den Rohstoffen bis hin zum fertigen Produkt mit dabei. 

Um diesen Prozess reibungslos hinzubekommen, ist ein breites Fachwissen notwendig. «Für die Ausbildung als Lebensmitteltechnologe sind naturwissenschaftliche Fächer wichtig», erklärt Robin Schmanau, Mitgründer des Getränke-Startups Tenoris. «aber auch IT und Englischkenntnisse gewinnen immer mehr an Bedeutung.»

Die Gesellschaft mit einem Nahrungsmittel zu bereichern und zu ernähren ist das Schönste.

Nie ohne mein Team

Wer fürchtet ein Genie sein zu müssen, um Lebensmitteltechnologe werden zu können, sei aber beruhigt: «Solange der Wille, etwas zu lernen vorhanden ist, gibt es keine Schranken», findet Schmanau. 

Auf die Frage nach den wesentlichen Fähigkeiten im Beruf, sind sich Schmanau und Hügli einig: Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. 

Als Lebensmitteltechnologe arbeitet man nie allein, man ist stets im Austausch mit dem Team. Roger Hügli schätzt dies sehr: «Die Zusammenarbeit mit meinem Team macht mir viel Spass».

Verantwortung übernehmen

«Oftmals ist man der Letzte, welcher das Produkt vor der Auslieferung in der Hand hält», erzählt Schmanau. Da ist das Verantwortungsbewusstsein essenziell. 

Auch wenn mal etwas schiefläuft, muss man einen kühlen Kopf bewahren. «Wenn eine Anlage oder ein Prozess inkorrekt läuft, kostet jede Minute Geld», weiss Hügli, «Man muss in Kürze eine Lösung finden».

Spezielle Arbeitszeiten

Wie jeder Beruf hat auch dieser seine Schattenseiten. Hügli und Schmanau benennen die Schichtarbeit als eher mühsamen Aspekt. «In der Lebensmittelindustrie ist ein Schichtarbeitszeiten-Modell üblich. Je nach Betrieb wird in der Produktion im zwei-, drei-, oder Vierschichtmodell gearbeitet. Das heisst, Nachtarbeit und sonstige spezielle Arbeitszeiten unter der Woche können durchaus vorkommen», berichtet Schmanau. Die Schichtarbeit kann jedoch auch als Vorteil gesehen werden. «Man hat öfters mal tagsüber frei und kann abseits der Masse den Hobbies nachgehen», sagt Hügli. 

Ein Berufszweig mit Zukunft

Die Lehre zum Lebensmitteltechnologe/-in EFZ dauert drei Jahre. In der ganzen Schweiz bieten eine Vielzahl von Betrieben in der Lebensmittelindustrie Lehrstellen an. Die Schwerpunkte reichen dabei von Schokolade über Backwaren bis zum Bier brauen. Auch nach der Ausbildung stehen viele Türen offen; vielfältige Möglichkeiten zur Weiterbildung stehen bereit, sei es eine höhere Fachschule oder ein Studium. Wer ein Herz für Wein hat, kann beispielsweise an der Fachhochschule Westschweiz Weinbau und Önologie studieren. 

Bereichern und Ernähren

Nach getaner Arbeit ein Produkt in den Händen zu halten, ist eine der Freuden des Berufes. «Im Supermarkt die Produkte schlussendlich zu sehen und zuzuschauen, wie sie gekauft werden, das ist super», sagt Schmanau, «Die Gesellschaft mit einem Nahrungsmittel zu bereichern und zu ernähren ist das Schönste.»

Robin Schmanau ging dabei noch einen Schritt weiter: Zusammen mit zwei Freunden gründete er Tenoris GmbH. Das Startup stellt einzigartige Likörprodukte her. 

Eine gute Wahl

Schlussendlich lässt sich sagen, dass die Lebensmittelbranche eine gute Wahl darstellt. «Essen müssen alle. Die Branche wird nicht plötzlich verschwinden», stellt Roger Hügli klar. Und wer nicht einfach nur essen möchte, sondern mit tiefgründigem Wissen über Lebensmittel ausgestattet werden möchte, dem sei eine Ausbildung in der Lebensmitteltechnologie ans Herz gelegt. 

Die Lehre zum Lebensmitteltechnolog/-in EFZ dauert 3 Jahre

Die Lehren werden von Lebensmittelbetrieben durchgeführt. Mögliche Schwerpunkte sind unter anderem Backwaren, Schokolade, Convenience-Food, Bier und Trockenwaren.

Der Besuch der Berufsmaturitätsschule während der Ausbildung ist möglich.

 Text: Fatima Di Pane

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