26.4 C
Zürich
5 Juli 2020

Nach Schicksalsschlägen zurück ins Berufsleben.

Die schnelllebige und sich ständig weiterentwickelnde Berufswelt steht im extremen Kontrast zu dem Stillstand, den Menschen nach schweren Schicksalsschlägen erleben. Wie findet man danach wieder zurück in den Job? Andreas Rotzler erzählt, wie er nach zwei Schicksalsschlägen wieder ins Berufsleben eingestiegen ist und welche tragende Rolle sein Arbeitgeber dabei gespielt hat.

Andreas Rotzler
Andreas Rotzler
Sie haben 2017 Ihre Frau verloren; ein Jahr darauf wurde zudem Ihr damals zwölfjähriger Sohn von einem Lastwagen überrollt und musste ein Jahr lang intensiv gepflegt werden. Wer oder was hat Ihnen in dieser Zeit geholfen, diese Schicksalsschläge zu bewältigen?

Nach dem Tod meiner Frau haben mir meine beiden Kinder enorm geholfen. Sie waren sehr stark und sind es immer noch. Wir haben unseren Blick stets nach vorne gerichtet. Beispielsweise ist meine Frau zwei Tage vor dem Geburtstag meiner Tochter ihrer Krebserkrankung erlegen – dennoch hat meine Tochter ihre Geburtstagsparty nicht abgesagt, sondern wie geplant gefeiert. Auch haben wir Ferien, Abenteuer, Velotouren und Unternehmungen geplant und durchgezogen. Grossartige Nachbarn, die Familie, ein Arzt und eine engagierte neue Partnerin waren für mich speziell nach dem Unfall meines Sohnes eine grosse Hilfe. Die Offenheit und moderne Kultur von UMB war dabei eine entscheidende Unterstützung. Ganz entsprechend ihrer gelebten Markenidee «creating time» hat UMB mir mit Home-Office viel Präsenz zu Hause bei meinen Kindern möglich gemacht.

Haben Sie sich Gedanken gemacht, welche Konsequenzen Ihre Abwesenheit für Sie haben könnte? Wenn ja, welche?

Ja. Schliesslich war ich in meiner Arbeit plötzlich stark eingeschränkt, da ich nicht mehr reisen konnte. Zuvor war ich etwa die Hälfte der Zeit international unterwegs. Für die damalige Shareholder getriebene Agentur, bei der ich seit Jahren als Creative Director tätig war, wurde ich in kurzer Zeit vom globalen Goldesel zur Hypothek. Man hat mir von der ersten Stunde an signalisiert, dass man mich nur als Goldesel möchte. Das Angebot war klar: Wenn du nicht mehr reisen kannst, ziehe mit deinen Kindern nach New York oder Shanghai, damit du näher bei den Kunden bist. Ein Umzug ans andere Ende der Welt, nachdem ich meine Frau und meine Kinder ihre Mutter verloren hatten? Das wollte ich ihnen nicht antun. Als die Anfrage von UMB kam, waren zwar die inhaltlichen Herausforderungen ebenfalls sportlich, aber ich fühlte mich sofort individuell gut aufgehoben. 

Welche Hilfe bot Ihnen Ihr Arbeitgeber UMB konkret an?

Der Umstieg auf einen Grossteil Homeoffice stellte wie bereits gesagt die grösste Veränderung und Hilfe dar. Mir wurde von Anfang an viel Vertrauen entgegengebracht, was ich UMB hoch anrechne. Schliesslich war ich nach dem Unfall meines Sohnes noch lange häufig im Spital und konnte deswegen nicht am Arbeitsplatz erscheinen. Besonders gegenüber neuen Mitarbeitenden ist dies keine Selbstverständlichkeit! Ich durfte zudem ein grossartiges Brandingteam aufbauen. Auch heute stellen die zeitliche und digitale Flexibilität, der Teamspirit, die schnellen Entscheidungswege und die Unabhängigkeit von externen Shareholdern die wichtigsten Vorteile bei meinem jetzigen Beruf bei UMB dar. 

Was können andere Arbeitgeber in Bezug auf solche Lösungen von UMB lernen?

Vertrauen statt Kontrolle! In meinen Augen ist das Vertrauen in das Team der Hauptgrund für den Erfolg von UMB. Als mehrfach beste Arbeitgeberin der Schweiz setzt UMB zudem auf ein forderndes aber sehr flexibles und auf die Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen zugeschnittenes System, was allen, aber insbesondere Menschen wie mir zugutekommt. 

Jede Kollegin und jeder Kollege kann beispielsweise über ein digitales Votingsystem Innovation vorschlagen und jene, die das Team für wertvoll erachtet, werden realisiert. Aber nicht nur ich mit meinem Hintergrund profitiere davon, sondern alle meine zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die grosse Flexibilität für Kinder und private Interessen brauchen. Ich habe viele Unternehmen gesehen; UMB ist in jeder Beziehung Weltklasse.

Machen Sie Pläne, stecken Sie sich Ziele und erreichen Sie sie.

Was raten Sie Menschen, die ähnliche Schicksalsschläge zu bewältigen haben?

Es ist richtig und wichtig, manchmal zu trauern. Auch Tagebuch führen kann nützlich sein, aber das Wichtigste ist, dass man vom ersten Moment an nach vorne schaut. Machen Sie Pläne, stecken Sie sich Ziele und erreichen Sie sie. Auch wenn es abgebrüht klingt: Das Leben geht weiter. Werden Sie nie sentimental und bleiben Sie humorvoll. Mir persönlich hat es beispielsweise nach dem Tod meiner Frau geholfen, mich jeweils in einen bestimmten Raum zurückzuziehen, um ausschliesslich dort zu trauern. Und sonst möglichst nicht. Ebenfalls bin ich in dieser Zeit viel gejoggt, um den Kopf frei zu bekommen. Ich rate zudem, niemandem Mitleid, sondern nur Bewunderung für das Bewältigen der Situation zu erlauben.

Wie geht es Ihnen und Ihren beiden Kindern heute?

Uns geht es heute sehr gut. Ich habe dank der modernen Haltung der Marke UMB die Möglichkeit, trotz eines beruflich hohen zeitlichen Engagements, viel Zeit zu Hause zu verbringen. Meine Tochter ist eine hervorragende Gymischülerin, leidenschaftliche Tänzerin und Schwimmerin. Mein Sohn ist ein sozial engagierter und überall beliebter Teenager, mit einem goldenen Herzen, viel Energie und Mut. Der Schicksalsschlag bestimmt nicht mehr sein Leben. Zusammenfassend sind wir in einer neuen, glücklichen Zeit angelangt.

UMB – the art of creating time

Als führender Schweizer IT-Dienstleister ist die UMB überzeugt, Zeit ist der Rohstoff, um aus Ideen grossartige Projekte zu machen. Indem die UMB den Kunden mit einem Team von 400 Kolleginnen und Kollegen mehr Zeit verschafft, hilft man ihnen, ihre Kernkompetenzen zu stärken und aussergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen. Die UMB wurde mehrfach als beste Arbeitgeberin der Schweiz ausgezeichnet und ist die beste Schweizer Arbeitgeberin Europas. Was macht diesen Erfolg aus? Das Team! Die UMB tut alles für eine gute Atmosphäre. Junge Talente und gestandene Spitzenkräfte sind immer willkommen.

Zeit für Talente in IT, Business Engineering und Consulting.

Weitere Informationen: www.umb.ch

Interview: Lars Gabriel Meier

Lesen Sie mehr.

Marcel Hug hat kein Erfolgsrezept

Marcel Hug betreibt Leichtathletik-Sport, obwohl und nicht weil er im Rollstuhl sitzt. Bei der Para-Leichtathletik-EM belegte er im August 2018 den ersten Platz in den Kategorien 800 Meter, 1 500 Meter und 5 000 Meter.

«Das Fundament unserer Beratung ist Vertrauen»

Der Erwerb einer eigenen Immobilie ist für viele Menschen in der Schweiz ein Lebenstraum. Weil dessen Erfüllung aber mit hohen Investitionen verbunden ist, tragen Immobilien- und Hypotheken-Berater eine grosse Verantwortung. Bei der Avobis Group AG ist man sich dieser Verantwortung bewusst. Wie sich das auf Beratung und Kundenpflege auswirkt, erklärt Hypothekenexperte Massimiliano Pititto im Interview.

Baden-Baden: Weltbekannte Kulturhochburg

Nicht weit von der Schweizer Grenze entfernt verbirgt sich eine wahrhaftige Perle Deutschlands. Lange war sie als die Kurstadt schlechthin bekannt – doch Baden-Baden hat weitaus mehr zu bieten. Das Angebot ist nicht nur sehr vielfältig, sondern teilweise auch weltbekannt.

Mit Behinderung unbehindert an die Arbeit

Ab an die Arbeit – und zwar mit Behinderung! Von der regulären Arbeitsstelle bis zum geschützten Arbeitsplatz – Wie können behinderte Menschen in die Arbeitswelt integriert werden? «Fokus Next Step» geht dieser Frage auf den Grund.

Begpacking – ohne Geld um die Welt

Reisen mit dem Rucksack sind schon seit Jahren beliebt. Junge Erwachsene und Studenten ermöglichen sich so Ferien an ihren Traumdestinationen, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen. Nun hat dieser Trend eine neue Stufe erreicht – und eine Grenze überschritten.

Archiv.

Hochzeiten gewinnen an Individualität

Die heutige Zeit wird immer schneller und digitaler. Gerade deswegen vertrauen wir stärker als je zuvor in die Gemeinsamkeit und in die Ehe.