16.8 C
Zürich
9 August 2020

Eine Weiterbildung in der Immobilienbranche lohnt sich.

Der Marktwert von Immobilien steigt – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn sie avancieren nicht nur zu einer immer populäreren Anlagemöglichkeit, sondern beeinflussen auch aus erster Hand unsere Art zu Wohnen und zu Arbeiten. Warum sich eine Weiterbildung in der Immobilienbranche nachhaltig auszahlt.

Obwohl sich die Arbeitswelt in stetem Wandel befindet, gibt es Berufe, die mit grosser Wahrscheinlichkeit nie verschwinden werden. Die Immobilienbranche ist ein gutes Beispiel hierfür. Denn Immobilien für Gewerbe- oder Wohnzwecke wird es immer geben, womit Spezialisten in diesem Bereich auch immer gefragt sein werden. Ob beruflich oder privat – Immobilien spielen in unser aller Leben eine Rolle. Dies bekräftigt auch Dr. Boris Szélpal, Professor an der Berner Fachhochschule im Fachbereich Architektur: «Die Immobilie dient nicht, wie viele Menschen denken, als reiner Selbstzweck, nur um zu handeln. Eine Immobilie ist ein Bauwerk, dass dem Menschen Vorteile in seinen Lebensvorgängen verschaffen soll.» Wieso ist aber auch das richtige Wissen über Immobilien von zentraler Bedeutung? Denn dieses darf ebenso wenig unterschätzt werden. «Das Wissen über Immobilien soll die Gestaltung und Organisation der Lebensvorgänge des Menschen optimal fördern und maximal unterstützen», kommentiert Boris Szélpal.

Der richtige Studiengang als Schlüssel zum Erfolg

Wer denkt, das korrekte Know-how zu Immobilien könne man sich nur im Learning by doing aneignen, irrt sich gewaltig. Denn um den Expertenstatus in Sachen Immobilien zu erreichen, kann man auch eine entsprechende Weiterbildung besuchen. Boris Szélpal nennt als Beispiel hier den Studiengang des Real Estate Managements (REM), welcher an zahlreichen Fachhochschulen angeboten wird. Es handelt sich hierbei um einen Masterstudiengang, der vielerorts einen Hochschulabschluss oder eine höhere Berufsprüfung voraussetzt. «Um das Wesen und die Fachbegriffe einer Immobilie tiefgreifend kennen zu lernen, empfiehlt sich als Einstieg die Absolvierung eines CAS (Certificate of Advanced Studies) in Immobilienbewertung. Auch bei diesem mehrmonatigen Kurs wird ein Hochschulabschluss oder eine ähnliche Ausbildung respektive Berufserfahrung im entsprechenden Arbeitsfeld vorausgesetzt. Nähere Auskünfte finden sich direkt bei den Hochschulen.»

Eine Immobilie ist ein Bauwerk, dass dem Menschen Vorteile in seinen Lebensvorgängen verschaffen soll.

Dr. Boris Szélpal
Die passende Berufslehre

Auch wer sich nach der obligatorischen Schulzeit bereits sicher ist, dass sein Platz in der Immobilienwelt ist, findet die richtige Lösung. So können Interessierte eine Berufslehre als Kaufmann/-frau EFZ Treuhand/Immobilien absolvieren. Kaufleute im Immobilienbereich sind für die Verwaltung von Miet- und Stockwerkeigentumsliegenschaften verantwortlich. Ihr Fokus liegt dabei nebst administrativen Aufgaben auch auf der Abnahme und Übergabe von Mietobjekten in den zu verwaltenden Liegenschaften. Im Zuge dessen sind sie beispielsweise sowohl für die Erstellung von Heiz- und Nebenkostenabrechnungen als auch von Mietzinskalkulationen verantwortlich. Wer sich für die Lehre entscheidet, sollte nebst Zuverlässigkeit und Kontaktfreude eine gute Organisationsfähigkeit sowie ein Flair für Zahlen mitbringen. Weiterhin bilden auch mündliche und schriftliche Sprachgewandtheit – sowohl in der Muttersprache als auch in Fremdsprachen und ein hohes Verantwortungsbewusstsein grundlegende Voraussetzungen.

Nebst einer guten Sach- ist auch eine ausgeprägte Sozialkompetenz unabdingbar. Ein tadelloses Auftreten mit guten Umgangsformen ist im regelmässigen Kontakt mit Mietern, Haus- und Stockwerkeigentümern oder auch Kaufinteressenten eine Selbstverständlichkeit.

Kaufleute im Immobilienbereich sind für die Verwaltung von Miet- und Stockwerkeigentumsliegenschaften verantwortlich.

Warum sich die Ausbildung lohnt

Eine Ausbildung in Sachen Immobilien lohnt sich definitiv. Eine Tatsache, die auch der Experte bestätigt. «Absolventen eines Masters in REM sind sehr gefragte Berufsleute, die in der Immobilienwirtschaft über hohe Fach- und Methodenkompetenzen verfügen.» Auch wer berufstätig ist, für den gibt es gute Neuigkeiten, denn bei der Absolvierung eines Masters in REM kann man nebenbei auch einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. «Die Weiterbildungsprogramme sind alle berufsbegleitend», so Boris Szélpal. «Der Master in REM ist in Module unterteilt. Diese werden in Themen in die CAS integriert und in den meisten Fällen aufeinanderfolgend besucht.» Zwischen den CAS könne gemäss dem Experten auch eine Pause gemacht werden; häufige Gründe dafür seien berufliche Veränderungen wie Stellenwechsel oder Positionswechsel mit mehr Verantwortung. 

Weiterbildung: Studium und Beruf unter einen Hut bringen

Dass die Vereinbarkeit von Studium und Beruf besonders wichtig ist, bekräftigt der Experte ebenfalls: «Viele der Studierenden stehen mitten im Leben und haben familiäre Verbindlichkeiten. Da sind flexible Konzepte und verständnisvolle Studienleitungen gefragt.»

Die Zeit kann unter Umständen zwar dennoch eine Herausforderung darstellen, die sich aber lohnt. So wartet nach dem Abschluss wie bereits erwähnt ein Arbeitsfeld, in dem man stets eine Arbeitsstelle auf sicher hat. Weiterhin bietet die Immobilienbranche ein abwechslungsreiches Themenfeld sowie diverse Aufstiegsmöglichkeiten. Nicht zuletzt ist auch in diesem Metier die Option zur Selbstständigkeit möglich. Doch um dies zu schaffen, ist ein standfestes Fundament das A und O. Die richtige Aus- und Weiterbildung stellt hier den ersten und wichtigsten Baustein dar.

Text Lars Gabriel Meier

Lesen Sie mehr.

Burnout als Chance

Wer kennt es nicht? Man(n) will jeder Erwartung gerecht werden. Der beste Familienvater sein, im Business erfolgreich bleiben, nicht vergessen, sich sportlich zu betätigen, alle Freundschaften pflegen und dabei die Partnerschaft oder Ehe nicht vernachlässigen.

Durch Industrialisierung zu menschenleeren Fabrikräumen

Was die Maschine heute macht, machte früher der Mensch. Wir leben in einer Welt, aus der die Industrie und das Internet nicht mehr wegzudenken sind. Doch wie kam es dazu, dass wir heute jedes Produkt als selbstverständlich ansehen?

Die lästige Blasenentzündung

50 bis 70 Prozent aller Frauen erleiden einmal jährlich eine Zystitis (Blasenentzündung). Die weibliche Harnröhre ist anfälliger als die der Männer, denn sie ist nur vier Zentimeter kurz. Dies ermöglicht es Bakterien, schneller in die Blase zu gelangen.

Kurs halten, wenn die Wogen hochgehen

Kurzfristige Krisen...

Dr. Christian Keller: «Die Frage lautet nicht, ob man gehackt wird – sondern wann»

Das Unternehmen IBM gehört zu den Pionieren der IT-Branche und hat massgeblich zu ihrer Entwicklung beigetragen. Darum wollten wir von Dr. Christian Keller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der IBM Schweiz, wissen, wie die Technologien von morgen aussehen. Und welchen Beitrag IBM dazu leistet.

Archiv.

Hochzeiten gewinnen an Individualität

Die heutige Zeit wird immer schneller und digitaler. Gerade deswegen vertrauen wir stärker als je zuvor in die Gemeinsamkeit und in die Ehe.