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25 Januar 2021

Broccoli, der gesunde Allrounder der Schweizer Küche.

Sommer- und Herbstzeit ist auch Broccolizeit – hat das grüne Gemüse hierzulande doch von Mai bis Anfang November Saison. Warum Broccoli so gesund ist, auf welche Arten man ihn zubereiten kann und welche Fehler man dabei vermeiden sollte.

Steht Broccoli auf dem Speiseplan, sorgt dies nicht selten für gerümpfte Nasen. Oft wird das Gemüse als zu bitter empfunden. Markus Waber, stellvertretender Direktor vom Verband der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP), berichtet: «Broccoli kann, wie andere Kohlarten auch, Bitterstoffe enthalten. Gewisse Menschen schmecken diese Bitterstoffe besser als andere.» Der als bitter empfundene Geschmack sollte aber niemanden vom Verzehr von Broccoli abhalten. Gründe wie der gesundheitsfördernde Aspekt sprechen schliesslich eine klare Sprache. «Broccoli enthält viel Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium und Calcium», so der Experte. Um von diesen zu profitieren, sollte das grüne Gemüse jeweils rasch verzehrt werden. Bewahrt man ihn länger als ein bis zwei Tage auf, nimmt der Vitamin- und Mineralstoffgehalt stark ab. 

Der häufigste Fehler

Broccoli überzeugt jedoch nicht nur mit einem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Das Gemüse ist leicht verdaulich und im Zuge dessen die beste Wahl für die leichte Küche. Zudem ist die krebshemmende Wirkung des im Broccoli enthaltenen Inhaltsstoff Sulforaphan inzwischen wissenschaftlich belegt. Um den Geschmack abzuschwächen, hat Markus Waber noch einen Tipp parat: «Wenn man ihn kocht, kann man ein wenig Zucker hinzugeben.» Apropos Kochen: Bitte den Strunk vom Broccoli nicht abschneiden! Der Experte weiss: «Häufig schneidet man den Strunk ab und wirft ihn weg. Dabei sollte man diesen auch unbedingt essen.»

Zudem ist die krebshemmende Wirkung des im Broccoli enthaltenen Inhaltsstoff Sulforaphan inzwischen wissenschaftlich belegt.

Ein wahrer Allrounder

Auch wenn vielen Broccoli hauptsächlich in gekochter Form geläufig ist, kann er auch in anderer Form verzehrt werden. «Broccoli macht überall eine gute Figur», hält der Experte fest. «Da man ihn auch roh geniessen kann, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.» Egal, ob als Suppe, im Salat, als Beilage oder eben auch roh – das grüne Gemüse bereichert jede grosse und kleine Mahlzeit.

Broccoli selber anbauen – wieso nicht?

In der Schweiz nimmt Broccoli einen hohen Stellenwert ein. Markus Waber weiss: «In der Schweiz werden pro Jahr über 5 000 Tonnen Broccoli angebaut, was etwa einem Drittel der Gesamtmenge entspricht.» Der Anbau von Broccoli ist auch im heimischen Garten möglich. Am besten eignen sich dafür mittelschwere, feuchte sowie humose Lehmböden. Bei Temperaturen von 15 bis 20 Grad erfolgt die Keimung bereits nach etwa einer Woche.

Superfoods im Menüplan

Ist das grüne Gemüse somit das perfekte Superfood? «Ich würde behaupten, dass jedes Gemüse ein Superfood sein kann», fasst Markus Waber zusammen. «In Kombination mit anderen Gemüsesorten kann man sehr auf die individuellen Ernährungsbedürfnisse eingehen. Ausserdem schaffen die verschiedenen Jahreszeiten eine enorme Abwechslung im Menüplan.» In dem Sinne: Die Gemüsesaison ist eröffnet!

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Text Lars Gabriel Meier 

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