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Zürich
26 Februar 2021

«Zwische See und heeche Bäärge».

Der alpine Skirennfahrer Marco Odermatt ist an der Skiweltspitze angekommen. Was er noch erreichen möchte, wofür er gerne mehr Zeit hätte und was er überhaupt nicht kann, erzählt er «Fokus» im Interview.

Herr Marco Odermatt, Sie haben als Skirennfahrer schon vieles erreicht. Was ist Ihr nächstes Ziel?

Nach dem ersten Weltcupsieg und den weiteren Podestplätzen im Riesenslalom in dieser Saison stehen automatisch der Disziplinen-Weltcup, eine Medaille an Titelkämpfen oder dann eines Tages der Gesamtweltcup im Fokus. Einen Disziplinen-Weltcup oder den Gesamtweltcup zu gewinnen, davon träumt schliesslich jeder Athlet. Aber mit 23 Jahren habe ich ja noch ein wenig Zeit. Ich stehe erst am Anfang meiner Profikarriere.

Der Skisport ist ein hartes Metier. Wie halten Sie Ihre Motivation hoch?

Ich musste mich nie besonders motivieren, denn Skifahren ist meine Leidenschaft. Ich stand bereits mit zweieinhalb Jahren mit Begeisterung auf den Skiern und ich habe nicht vor, so rasch damit aufzuhören.

Gab es auch mal Momente, in denen Sie alles hinschmeissen wollten?

Solche Momente gab es eigentlich nie. Natürlich war ich auch schon enttäuscht und wollte die Skier am liebsten in eine Ecke schmeissen. Aber dies ging rasch vorüber und dann fokussierte ich mich bereits wieder auf das nächste Rennen.

Sie sind im Kanton Nidwalden daheim. Was schätzen Sie an Ihrem Heimatkanton?

In Buochs aufgewachsen, geniesse ich die naheliegenden Berge und den Vierwaldstättersee gleichermassen. «Zwische See und heeche Bäärge», da fühle ich mich zu Hause. Dies ist meine Heimat.

Sie bezeichnen sich als «querbeet sportinteressiert». Welchen Sport würden Sie noch gerne ausprobieren?

Ich hätte allgemein gerne mehr Zeit für andere Sportarten. Diesen Sommer habe ich ab und zu einmal Golf gespielt. Ebenso bin ich häufig an und auf dem Wasser des Vierwaldstättersees anzutreffen oder irgendwo auf den Bergen.

Zu wem schauen Sie auf?

Als Bub war Didier Cuche mein grosses Idol. Ich habe bei jedem Rennen mit ihm mitgefiebert und sogar geweint, wenn er nicht gewonnen hat. Heute gehe ich meinen eigenen Weg. Ein Vorbild, zu dem ich aufschaue, habe ich heute nicht mehr.

Was würden Sie persönlich als Ihren bisher grössten Erfolg bezeichnen, beruflich oder privat?

Sportlich gesehen waren dies sicherlich die fünf Goldmedaillen an den Juniorenweltmeisterschaften 2018 in Davos, mein erster Weltcupsieg im Super-G in Beaver Creek 2019 und mein erster Sieg dieser Saison im Riesenslalom in Santa Caterina, meiner Lieblingsdisziplin. Der Matura-Abschluss an der Sportmittelschule in Engelberg war ebenfalls ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben. Seither kann ich mich ganz auf den Spitzensport konzentrieren.

Worin sind Sie so richtig schlecht?

Ich bin ein lausiger Sänger, ein schlechter Verlierer und ein katastrophaler Tänzer.

Was möchten Sie im Jahr 2021 erleben?

Eine Medaille an den Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo wäre sicherlich ein weiterer Höhepunkt in meiner sportlichen Karriere. Das Wichtigste ist für mich aber, immer gesund zu bleiben.

Entweder – oder

Fondue oder Raclette?

Wenn ich wählen muss, dann Raclette.

Skiferien oder Strandurlaub?

Ich habe nur im Sommer einige Tage Ferien, darum Strandurlaub.

Glühwein oder Punsch?

Nur nicht mischen.

Snowboarden oder Skifahren?

Natürlich Skifahren!

Einen Schneemann bauen oder einen Schneeengel machen?

Als Sohn eines Bauingenieurs, bin ich fürs Bauen.

Schlittschuhlaufen oder Schlitteln?

Schlitteln!

Hotel oder Ferienwohnung?

Ein schönes Hotel mit einem Pool hat schon was (lacht).

Interview: Fatima Di Pane

Bild: Severin Nowacki

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