13.8 C
Zürich
26 Februar 2021

So passen wir diesen Winter auf uns auf.

Während der Winterzeit wird unser Körper mit einer Vielzahl von Belastungen konfrontiert. Wie können wir unserem Körper in der kalten Jahreszeit Sorge tragen?

Im Winter wird unsere Immunität auf eine harte Probe gestellt. Unsere Energiereserven werden mobilisiert. Auch unsere Haut leidet unter der Kälte und der Umweltverschmutzung. Mit folgenden Tipps wird es etwas leichter fallen, diesen Winter auf sich aufzupassen.

Die Immunabwehr stärken

Wie stärkt man sein Immunsystem? Vitamin D ist ein guter Anfang. Es ist ein Hormon, welches die Haut unter Einfluss der Sonne herstellt. Jedoch produziert unser Körper mit dem Alter immer weniger davon, was dazu führt, dass eine Supplementierung notwendig wird. Am besten eignen sich dazu natürliche Ergänzungen wie beispielsweise Kabeljau- oder Heilbutt-Leberöl.
Beim Thema Immunsystem gehören auch Selen und Zink zu den wichtigen Spurenelementen – Selen wird am besten in Form von Selenhefe eingenommen. So absorbiert es der Körper am besten. Zink findet man in Nahrungsergänzungsmitteln in Verbindung mit Krill, einer Garnele, deren Pulver viele essentielle Aminosäuren enthält.

Hilfe für die natürlichen Abwehrkräfte

Viele Pflanzenextrakte, wie beispielsweise Grapefruitkernextrakt, können den Körper bei der Bekämpfung von typischen Winterinfektionen unterstützen. Dieses muss auf 1200 mg Bioflavonoide/100 ml titriert werden, um aktiv auf Keime wirken zu können. Auch entzündungshemmende und fiebersenkende Pflanzenkomplexe sind zu empfehlen, insbesondere Sternanis, Chinarinde, Matricaria, Enzian, Engelwurz und Kaiserwurz. Natürlich ersetzen diese Pflanzen keine Medikamente, aber sie sind eine gute Ergänzung.

Aktuelle Studien deuten auf die Wirksamkeit von Phospholipiden gegen Viren.

Die Nervenzellen regenerieren und die Lunge schützen

Aktuelle Studien deuten auf die Wirksamkeit von Phospholipiden, enthalten in Meeres-Lecithin und Krillöl, gegen Viren. Meeres-Lecithin ist ein Molekülkomplex, der essentielle Omega-3-Fettsäuren transportiert, indem er sie im Blutplasma auflöst. Die sehr empfindlichen Omega-3-Fettsäuren DHA/EPA werden dort vor Oxidation geschützt. In dieser Form werden sie in die Zellmembranen, insbesondere der Nervenzellen, eingebaut.

Diese finden sich in grossen Mengen im Surfactant in den Lungenbläschen – dem Substrat, das die Aufnahme von Sauerstoff ermöglicht – und in den Nasenhöhlen, wo sie zur Immunität beitragen und Viren daran hindern, sich festzusetzen. Beispielsweise wurde bei Tieren festgestellt, dass Phospholipide eine Infektion durch Atemwegsviren, einschliesslich dem Coronavirus, reduzieren.

Die Psyche unterstützen

Im Winter sind viele Menschen aufgrund des Lichtmangels anfällig für saisonale Depressionen. Es ist also eine gute Zeit, um die Zirbeldrüse zu stimulieren, die Drüse der Psyche, des Wohlbefindens und des guten Schlafes. Statt dem Zirbeldrüsenhormon Melatonin sollte man jedoch eher Pflanzen verwenden, die eine Vorstufe von Melatonin enthalten. Ansonsten besteht die Gefahr einer Abhängigkeit. Ein Beispiel ist die Griffonia, die bei richtiger Titrierung in 5-Hydroxytryptophan (5 http) bei der Stressbewältigung helfen kann, indem sie das Niveau des natürlichen Melatonins erhöht. Andere Pflanzen wie Ginseng, Engelwurz, Rhodiola und Eleutherococcus verwendet man ebenfalls, um die Nebennieren an die erschwerten Wetterbedingungen anzupassen. Schliesslich ist Krillöl auch in diesem Sinne sehr nützlich. Es ist ein allgemeines tonisches Anxiolytikum, welches das Wohlbefinden und damit die gute Laune steigert.

Im Winter sind viele Menschen aufgrund des Lichtmangels anfällig für saisonale Depressionen.

Hautpflege

Mit der richtigen Pflege kann man trockener Haut entgegenwirken. Dabei sollte man natürliche Produkte bevorzugen, um Reaktionen auf synthetische chemische Moleküle zu vermeiden, welche die Epidermis angreifen und deren Austrocknung fördern. Die Haut von Gesicht und Händen leidet vor allem unter trockener Kälte. Die Hände werden durch hydroalkoholische Gele angegriffen. Die Verwendung eines Balsams auf Kamillenbasis wird empfohlen. Was das Gesicht betrifft, sollte man Crémes, die die Haut austrocknen, vermeiden. Es ist wichtig, die Haut nie nass zu halten, um eine Austrocknung durch osmotische Reaktionen zu vermeiden.

Als Make-up-Entferner eignet sich ein Liniment auf Seifenkräuter-Basis besonders. Es reinigt, spendet Feuchtigkeit und beruhigt gleichermassen. Abends hilft eine Coldcream dabei, die oberen Schichten der Epidermis zu schützen. Diese sollte ebenfalls aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Besonders eignet sich eine Coldcream aus Distelöl und Orangenblütenwasser, da diese Wirkstoffe sehr sanft und feuchtigkeitsspendend sind.

Auch von innen kann man der Haut Gutes tun. Insbesondere durch Nahrungsergänzungsmitteln auf der Basis von pflanzlichem Vitamin E wie beispielsweise natürliches Gamma-Tocopherol. Dieses ist in Nahrungsergänzungsmitteln besonders in Kombination mit Bio-Nachtkerzenöl zu finden, dessen essentielle Fettsäuren der Haut guttun. Schliesslich sollten wir die Zufuhr von Vitamin A ebenfalls nicht vernachlässigen. Diese deckt man im Winter nicht immer durch die Nahrung. Es ist in Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis von Karotten und Blaubeeren enthalten.

Text: Dr. Paul Dupont, Dermatologe / Übersetzung aus dem Französischen: Fatima Di Pane

Lesen Sie mehr.

Wer bei Hypotheken verhandelt, spart Geld

Gute Nachricht für Hausbauer: Die Banken halten die Hypothekarzinsen weiter tief. Wer vergleicht und verhandelt, kann sogar noch bessere Konditionen erzielen.

Lesend die Welt entdecken

Wer aktuell...

Beat Schlatter ist im Alter nicht ruhiger geworden

Der 58-jährige Schweizer Kabarettist, Schauspieler und Drehbuchautor Beat Schlatter hält seit bald 30 Jahren Bauch- und Lachmuskeln seiner Landsleute fit. Wir haben ihn wenige Meter von seiner Wohnung mitten im Zürcher Niederdorf zum Gespräch getroffen.

Clever schenken für Kinder

Was schenkt...

Archiv.

Mut zur Farbe in der Wohnungseinrichtung

Wir kleiden uns bunt, fahren ein Auto in unserem Lieblingsrot und umgeben uns gerne mit fröhlichen Farben – doch beim Wohnen verlassen...