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11 April 2021

Fusspflege – 5 Tipps für gesunde Füsse.

Melissa Sörgel
Apothekerin

Unsere Füsse sind jeden Tag grosser Belastung ausgesetzt, da sie unser gesamtes Körpergewicht tragen müssen. Daher ist die richtige Pflege umso wichtiger, damit es nicht zu Beeinträchtigungen wie Hornhaut, Fusspilz oder Nagelpilz kommt.

Um den Füssen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, kann man die passende Fusspflege leicht auch von zu Hause aus durchführen.

1. Fussbad

Ein Fussbad ist der ideale erste Schritt bei der richtigen Fusspflege. Dazu wird lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen ätherischem Öl (z.B. Pfefferminze oder Arnika) gemischt.

Die Füsse sollten maximal 15 Minuten gebadet werden, damit sie nicht zu sehr aufweichen. Nach dem Bad ist es wichtig, die Haut der Füsse vollständig und gründlich abzutrocknen, das bedeutet auch zwischen den Zehen.

Wer durch Mobilitätsprobleme schlecht an die Zehen kommt, kann die Füsse auch mit einem Fön trocknen.

Fussbad
2. Nägel schneiden

Nach dem Bad ist die Haut der Füsse weicher und die Zehennägel lassen sich leichter kürzen. Wichtig ist, die Fussnägel immer gerade abzuschneiden, um Verletzungen am Nagelrand oder ein Einwachsen des Nagels zu verhindern.

3. Hornhaut entfernen

Wenn der Fuss Risse und trockene Haut aufweist, ist es sinnvoll, die Hornhaut zu entfernen. Durch tief eingerissene Haut kann es leicht zu Entzündungen und schmerzhaften Stellen beim Gehen kommen. Ausserdem sind die Füsse anfällig für Infektionen wie Fusspilz. Die Erreger können leicht in die kleinen Wunden eindringen und sich festsetzen.

Am besten gelingt das Entfernen der Hornhaut mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile. Ein Hobel ist deutlich gefährlicher, da er häufig dazu verleitet, zu viel Haut abzuschneiden. So kann es zu Verletzungen der Haut kommen.

Hornhaut entfernen
4. Füsse eincremen

Es gibt spezielle Fusscremes mit Urea, die rückfettend wirken und den Fuss geschmeidig und weich machen. So wird der Hornhautbildung entgegengewirkt und vermieden, dass die Füsse trocken und rissig werden.

Nach jedem Bad ist es sinnvoll, die Füsse gründlich einzucremen und die Creme am besten etwas in die Haut einzumassieren.

5. Barfuss gehen

Man sollte so oft es möglich ist versuchen, barfuss zu gehen. Dadurch wird der Fuss besser durchblutet und die kleinen Muskeln der Füsse werden gestärkt.

So werden sie auch widerstandsfähiger gegenüber Verletzungen.

Barfuss gehen
Fussnägel vorsichtig schneiden: Achtung Nagelpilz!

Viele unterschätzen die richtige Pediküre. Es ist sehr wichtig, wie man seine Fussnägel kürzt. Die Nägel der Füsse sollten immer gerade abgeschnitten werden. Wer sie rund schneidet, erhöht das Risiko, dass der nachwachsende Nagel in die Haut einwächst.  So kann es zu einem schmerzhaften eingewachsenen Nagel kommen, der in den meisten Fällen ärztlich behandelt werden muss. Besser ist, den gerade geschnittenen Nagel danach mit einer Feile vorsichtig und nur leicht abzurunden.

Ausserdem sollte nicht zu viel von der Nagelplatte abgeschnitten werden, da es sonst zu Verletzungen kommen kann. Gesunde Haut kann vorhandene Erreger abwehren. Wer allerdings kleine Wunden rund um den Nagel aufweist, bietet Nagelpilz eine ideale Eintrittspforte, um sich einzunisten. Um sich vor Erregern zu schützen, sollte das Nagelpflegeset nie mit anderen Personen geteilt werden. Wird bei der Fusspflege Nagelpilz entdeckt, sollte dieser unmittelbar behandelt werden. Für die Behandlung sind viele verschiedene Mittel in der Apotheke erhältlich, besonders beliebt ist ein Nagelpilz-Lack, da die Anwendung sehr einfach ist.

Besondere Fusspflege für Diabetiker

Diabetiker leiden durch ihre Erkrankung meist an Nervenstörungen in den Beinen und Füssen, sodass sie kleine Verletzungen nicht bemerken. Daneben ist durch eine gestörte Durchblutung die Wundheilung schlechter als bei Gesunden und somit das Risiko einer Infektion deutlich erhöht.

Daher ist es für Diabetiker ratsam, regelmässig die medizinische Fusspflege aufzusuchen und die Füsse kontrollieren zu lassen. Ausserdem behandelt das fachkundige Personal die Fusshaut mit der richtigen Sorgfalt. Hornhaut wird gekonnt abgetragen und Nagelprobleme behoben. Die Behandlung wird von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

Text Melissa Sörgel

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