Schweiz Wohnen

Naturnah wohnen im Eigenheim

23.06.2021
von Akvile Arlauskaite

Auch im Wohnbereich hält die Rückkehr zur Natur Einzug. Dabei schafft eine naturnahe Einrichtung nicht nur ein gemütliches Ambiente, sondern hat zudem einen erheblichen Einfluss auf die Wohngesundheit. Tipps, wie man sich ein Stück Natur ins Heim holen kann – natürlich stilvoll.

Nicht zuletzt aufgrund des steigenden Umweltbewusstseins wird naturnahes Einrichten zunehmend beliebter. Auch schafft es ruhige, behagliche Lebensräume und somit ein Pendant zu unserem stressigen und immer komplexer werdenden Alltag. «Ein Leben im Einklang mit der Natur ist für viele der Schlüssel zum Glück», bestätigt Marion Hellweg, Autorin und Chefredakteurin eines Interieur-Magazins. «Natürliche Materialien erinnern an unseren Ursprung und ermöglichen uns, sich als ‹Teil des Ganzen› zu fühlen.» Im Folgenden einige Wege, im Wohnbereich zur Natur zu finden.

Naturnahe Wohnstile

Der Scandi-Wohnstil ist für Hellweg nach wie vor die Nummer Eins in Sachen «natürliches Wohnen»: «Skandinavier:innen haben es uns schon immer vorgemacht, wie man im Einklang mit der Natur lebt und wohnt.» Ebenso findet man Inspiration in den Industrial-, Boho- oder Landhaus-Stilen, bei denen vermehrt auf natürliche Materialien gesetzt wird.

Naturmaterialien

Hierunter hat Hellweg einen klaren Favoriten: Holz. «Kein anderes Wohnmaterial ist so vielseitig und lässt sich so toll mit anderen Materialien kombinieren. Wird der Fokus beim Einrichten auf Holzmöbel und -böden gesetzt, ist das bereits die halbe Miete.» Hier fängt es aber erst an. Ob eine Vase aus Naturstein, Vorhänge aus Naturtextilien, Freischwinger mit Wiener Geflecht, ein Ledersofa im Retro-Look, ein einbeiniger Marmoresstisch oder eine elegante Keramiklampe – die Möglichkeiten, Naturmaterialien in Wohnräume einzubringen, sind geradezu endlos. Bei deren Kombination schätzt nicht nur das Auge die Vielfalt an Strukturen, auch für den Tastsinn ist eine variierende Haptik interessant. Hierzu können etwa raue Holzoberflächen mit weichem Fell oder zartes Rattangeflecht mit Gestricktem gepaart werden. Eine spannende Optik entsteht zudem durch den Mix von Alt mit Neu oder Hell mit Dunkel.

Die Möglichkeiten, Naturmaterialien in Wohnräume einzubringen, sind geradezu endlos.

Bei der Auswahl von Möbeln und Accessoires soll laut Hellweg auf nachhaltige und faire Produktion geachtet werden, worüber diverse Labels und Gütesiegel Auskunft geben. Fakt ist aber: Die Investition in Möbel aus Naturmaterialien lohnt sich – nicht nur aufgrund ihrer Langlebigkeit, sondern auch, weil sie ästhetisch altern. Kein Wunder, sind Vintage-Möbel aktuell en vogue.

Naturtöne

Weiter tragen naturnahe Farben zu einer natürlichen Wirkung des Heimes bei. «Derzeit ist Grün im Trend – in allen Nuancen und Schattierungen. Dazu passen helle Farben wie Beige, Taupe und Weiss, aber auch Pastelltöne.» Inspiration für die Farbpalette des Eigenheims könne man laut Hellweg beim nächsten Spaziergang finden, etwa indem man die Farben der Natur auf sich wirken lässt.

Licht und Luft

Zum Schluss zwei elementare Aspekte, die gemäss Hellweg über die Raumklimaqualität entscheiden. «Zum einen das Tageslicht, welches durch das Fenster fällt. Eine natürliche Wohnatmosphäre kann zusätzlich mit speziellen Tageslichtlampen geschaffen werden.» Zum anderen die Luft. Pflanzen bringen hierbei nicht nur wortwörtlich ein Stück Natur ins Haus, sie sind auch hervorragende Luftreiniger. «Je mehr Pflanzen, umso wohngesünder der Wohnraum», resümiert die Expertin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vorheriger Artikel Die Schweiz blüht: Ein Engagement für die Biodiversität
Nächster Artikel Die Superfoods der Schweiz