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Warum Ladeinfrastruktur zur strategischen Kernfrage für Flotten wird

11.03.2026
von SMA

Flotten elektrifizieren ist oft nicht mehr die große Vision, sondern der harte Alltag: Ladepunkte sollen funktionieren, Service muss erreichbar sein und das Depot darf nicht an Lastspitzen oder Netzengpässen scheitern. Dazu kommt der Wunsch, sich bei Hardware nicht für Jahre festzulegen. The Mobility House Solutions positioniert sich mit einem integrierten Portfolio für Flotten: Planung, Betrieb und Abrechnung von Ladeinfrastruktur, Software für Lade- und Energiemanagement, Lastmanagement sowie die Einbindung von Energiekomponenten und Tarifen. Geschäftsführer Heiko Bayer erklärt, warum sich der Markt neu ordnet und welche Stellschrauben über Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit entscheiden.

Heiko BayerGeschäftsführer

Heiko Bayer
Geschäftsführer

Herr Bayer, warum wird das Ladeinfrastrukturgeschäft für Unternehmensflotten gerade zum Konsolidierungsmarkt?

Die Industrie wird erwachsen, die Wertschöpfung geht vom reinen Installieren und Bereitstellen von Hardware hin zum Betreiben der Infrastruktur. Es braucht jetzt sinnvolle Prozesse, verlässliche Software, schnelle Entstörung und guten 24/7-Service für einen belastbaren Betrieb. Kunden wollen eine ganzheitliche Lösung aus einer Hand. Wer das als Anbieter nicht liefern kann, wird es schwer haben. Wir beobachten in den letzten Jahren immer wieder Marktaustritte und Wettbewerber, die ihr Angebot ändern.

Wenn Unternehmen heute den Anbieter wechseln: Woran erkennen sie, ob ein Partner wirklich skalieren kann?

An belastbaren Referenzen und Kennzahlen. Unternehmen sollten fragen: Welche Verfügbarkeit wird in der Flotte erreicht, wie sind Reaktionszeiten beim Service, wie sehen SLAs aus? Anbieter, die skalierbare Lösungen anbieten, haben diese Kennzahlen zur Hand und können sie belegen. Hilfreich ist auch der Nachweis, dass ein Anbieter mit einzelnen Kunden bereits ein paar Tausend Ladepunkte ausgerollt hat, sie tagtäglich managt und die Werte folglich nicht nur verspricht. Weil die Branche klein ist, sprechen sich Erfahrungen schnell herum. 

Ladeinfrastruktur ist unser Kernthema, nicht nur ein Geschäftsbereich von vielen. Durch diesen Fokus haben wir die Erfahrung, Technologie und Betrieb so aufzubauen und zu skalieren, dass sie im Alltag […] funktionieren.– Heiko Bayer,
Geschäftsführer

Viele Flottenbetreiber berichten von Insellösungen und Herstellerbindungen. Was ist aus Ihrer Sicht das größte Risiko solcher Lock-ins?

Aus Anbietersicht ist das ein sinnvolles Geschäftsmodell. Für Unternehmen wird es schnell zum wirtschaftlichen Gau. Firmen bauen über Jahre hinweg Infrastruktur aus und sollten sich nicht festlegen müssen, welche Hardware und bei welchem Anbieter sie auch in Zukunft kaufen müssen. Genau das passiert aber, wenn Systeme nicht offen sind, also keine Standards und offene Schnittstellen nutzen. Dann fehlt Kunden nicht nur die Freiheit, später den Anbieter zu wechseln und Technik stetig zu modernisieren – im Worst Case bleiben Unternehmen auf brachliegender Infrastruktur sitzen, sollte ihr Anbieter ihnen kündigen.

Sie verantworten bei The Mobility House über 2700 Projekte weltweit. Was unterscheidet Ihr Betriebsmodell von Anbietern, die gerade aus dem Markt ausscheiden?

Ladeinfrastruktur ist unser Kernthema, nicht nur ein Geschäftsbereich von vielen. Durch diesen Fokus haben wir die Erfahrung, Technologie und Betrieb so aufzubauen und zu skalieren, dass sie im Alltag und mit verschiedenen Kundenanforderungen funktionieren, sei es fahrplanbasiertes Laden, standortübergreifende Abrechnung von Ladevorgängen oder die Option von Laden @home.

Ladeinfrastruktur klingt nach Hardware, entscheidet sich aber im Betrieb. Wo entstehen die größten Kostenfallen für Flotten und Logistiker?

Dort, wo Anbieter Teil einer kritischen Infrastruktur sind. Wenn wir unseren Job nicht machen, kann der Kunde seine Leistungserbringung nicht erfüllen. In der Logistik und im ÖPNV wird das klar deutlich: Wenn ein Truck oder Bus nicht fahren kann, sind die Folgekosten größer als jede Einsparung. Ein weiterer Kostenfaktor ist das Thema Lastspitzen: In Deutschland zahlt man in manchen Gegenden 200 Euro pro Kilowatt Lastspitze und Jahr. Da kommt sehr schnell eine ordentliche Summe zusammen.

Wie lässt sich Ladeinfrastruktur skalieren, ohne sofort Millionen in den Netzausbau zu investieren?

Mit intelligentem Lastmanagement. Das setzt Prioritäten nach Betrieb: Manche Fahrzeuge müssen schnell laden, andere nicht. Diese Logik kann man softwarebasiert abbilden. Das Lastmanagement ermöglicht, Leistung zu verteilen und Ladefenster so zu nutzen, dass sie mobilitäts- und systemdienlich sind. Wenn man systemdienlich lädt, lädt man meist günstiger.

Sie sagen, Laden wird auch ein Energiegeschäft. Was bedeutet das für Ihr Angebot bei The Mobility House?

Wir verbinden beides. Es geht nicht nur um den Betrieb der Ladepunkte, sondern um Fragen wie: Wie nutze ich meine PV-Anlage? Kann ich Speicher integrieren? Wie sieht es mit dynamischen Tarifen im Markt aus? All diese Faktoren berücksichtigen wir in unserem Angebot und in unserer eigenen Technologie. So werden Energieflüsse planbar und Flexibilität kann wirtschaftlich genutzt werden.

Sie sprechen von dynamischer Tarifoptimierung. Wie realistisch ist es, Energiepreise aktiv zu managen und wie groß ist das Einsparpotenzial?

Mit uns können Flottenkunden heute schon bis zu 30 Prozent an Energiekosten sparen. Und es ist relativ normal, dass man bis zu 70 Prozent bei den Netzentgelten sparen kann, verglichen mit dem Status quo. Das ist kein Zukunftsthema, sondern heute schon möglich.

Weitere Informationen unter mobilityhouse.com/de_de/b2b

Uniper macht Ladeinfrastruktur konsolidierungsfest

Uniper baut eine zentral steuerbare und skalierbare Ladeinfrastruktur für 1000 E-Fahrzeuge an über 100 Standorten auf und integriert dabei bereits vorhandene Ladepunkte in ein Gesamtsystem. Die Ladeinfrastruktur entsteht sowohl an eigenen Unternehmens- und Kraftwerksstandorten als auch in Mietobjekten, ergänzt um Ladepunkte bei Mitarbeitenden zu Hause. Ziel ist der einheitliche Betrieb über mehrere Standorte und Tochtergesellschaften hinweg, trotz sehr unterschiedlicher Standortbedingungen. 

Besonderes Gewicht lag auf Anforderungen im KRITIS-Umfeld und der Fähigkeit, heterogene Infrastruktur langfristig zu betreiben. ChargePilot von The Mobility House Solutions ist für die zentrale Steuerung, das Monitoring und das dynamische Lastmanagement im Einsatz. 

Uniper ist ein europäisches Energieunternehmen mit globaler Präsenz in über 40 Ländern. Mit 14 GW flexibler Kraftwerksleistung sowie als führender Gashändler und wichtiger LNG-Importeur stärkt Uniper die Versorgungssicherheit – besonders in Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden.

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