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Zürich
26 Februar 2021

Kinder ticken im Verkehr einfach anders.

Die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind gleichzeitig die unberechenbarsten: die Kinder. Verschiedene Institutionen machen Autofahrer auf dieses Problem aufmerksam, es kommt häufig zu Unfällen. Doch auch wer mit Kids reist, muss vorausdenken.

«Luege, lose, laufe.» Jeder kennt das «Sprüchli», das Kindern das richtige Verhalten im Strassenverkehr in Erinnerung rufen soll. Und fast jeder kann sich noch an den ersten Besuch des Verkehrspolizisten im Kindergarten erinnern. Der Besuch bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern direkt vor Ort ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Instrument der Aufklärungsarbeit der Polizei. Aber es ist nicht das einzige.

Ihr Kind ahmt Ihnen das nach, was Sie tun.

So hat die Zürcher Stadtpolizei verschiedene Lehrvideos im Programm, die sich an Autofahrer richten. Ihnen wird darin erklärt, worauf sie achten müssen, wenn Kinder zum Beispiel die Strasse überqueren wollen. Der wohl wichtigste Fakt: Kinder verhalten sich nicht wie Erwachsene. Das überrascht eigentlich nicht, geht im Eifer des Gefechts aber häufig vergessen. Autofahrer sind sich gewisse Verhaltensweisen von anderen Verkehrsteilnehmern gewohnt. Bei Kindern gelten diese Regeln aber nicht: Sie sind oft unberechenbar, spontan und impulsiv. Besonders in Gruppen lasse sich nur schlecht voraussagen, wie sie reagieren, betonen die Experten der Polizei. Denn Kinder haben einen grossen Bewegungsdrang. So kann es sein, dass sie plötzlich auf die Strasse rennen. Wer also die Fahrgeschwindigkeit beim Vorbeifahren nicht drosselt, kann in so einem Fall kaum reagieren. Was heisst das für Autofahrer? Sie sollten langsamer fahren, wenn Kinder in der Nähe sind. Zudem solle man das Fahrzeug ganz zum Stehen bringen, wenn Kids am Fussgängerstreifen warten.

Die Polizei empfiehlt, dass Eltern möglichst oft mit ihren Kindern üben, die Strasse zu überqueren. Kurt Haefeli, Schulinstruktion der Stadtpolizei Zürich sagt: «Eltern sollten so oft wie möglich mit Ihren Kindern das Überqueren üben.» Sie sollten ihnen auch sagen, dass sie auf dem Trottoir nicht spielen dürfen. Und: «Suchen Sie für Ihr Kind nicht den schnellsten Weg, sondern den sichersten. Zeigen Sie Ihrem Kind, wo es besonders aufpassen soll.» Vor allem beim Eindunkeln sei es wichtig, dass ein Kind hell angezogen ist. «Ihr Kind ahmt ihnen das nach, was Sie tun. Also seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild.»

Reiseplanung anpassen

Wer mit Kindern im Auto reist, muss ebenfalls vorausdenken. Wichtig ist es, den passenden Kindersitz dabei zu haben. Und wer längere Fahrten unternimmt, sollte immer genügend Wasser und Essen dabei haben. Kommt es zu einer Panne, stellt sich bei den Kleinen sonst schnell Erschöpfung ein.

Text Rainer Hoffman

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