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11 April 2021

Multiple Sklerose – Leben mit der unheilbaren Krankheit.

Multiple Sklerose tritt früher ein, als man denkt und ist weit verbreitet. Sie verändert das Leben eines Menschen sowie des eigenen Umfelds deutlich und langfristig. Doch es gibt Hilfestellung.

Die Diagnose «Multiple Sklerose» ist eine schwerwiegende, lebensverändernde. Doch was ist MS eigentlich? Dabei handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems. MS kann schwere Beeinträchtigungen hervorrufen, in der Schweiz sind über 10 000 Menschen von dieser chronischen und unheilbaren Krankheit betroffen. Viele Leute denken gemäss Experten, dass MS vor allem eine Krankheit ist, die ältere Menschen betrifft. Ein Trugschluss, wie Fachleute betonen: Bei 80 Prozent der Erkrankten zeigen sich die ersten Symptome im Alter von 20 bis 40 Jahren. MS ist somit die häufigste neurologische Krankheit, die in diesem Lebensabschnitt diagnostiziert wird. Es handelt sich bei MS indes nicht um eine Volkskrankheit, die etwa aufgrund eines ungesunden Lebensstils ausbricht. Denn die genaue Ursache von MS ist trotz intensiver Forschung nach wie vor unbekannt. Experten vermuten ein Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Einfluss durch Umweltfaktoren. Durch MS können vielfache Symptome und Behinderungen einzeln oder in Kombination auftreten.

Bei 80 Prozent der Erkrankten zeigen sich die ersten Symptome im Alter von 20 bis 40 Jahren.

Heilung, nur Linderung

Die Störungen betreffen verschiedene Körperfunktionen wie zum Beispiel Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen an Beinen, Armen und Händen, Schmerzen sowie Blasen- und Darmstörungen. Viele MS-Betroffene leiden zusätzlich unter grosser Müdigkeit sowie Sensibilitätsstörungen und Konzentrationsschwächen. Das grosse Problem: Die heute existierenden Therapieangebote können den Verlauf der Krankheit nur mildern, bei einigen MS-Betroffenen wirken sie gar nicht. Die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft bietet darum für direkt und indirekt Betroffene eine Vielzahl an Leistungen an. Neben Fachberatungen und medizinischen Informationen setzt sich die Gesellschaft auch für die Erforschung von MS ein und unterstützt unter anderem auch Regional- und Selbsthilfegruppen in verschiedenen Kantonen aktiv. Patricia Monin, Direktorin der MS-Gesellschaft, erklärt: «Auf diese Weise können wir, gemeinsam mit unseren Regionalgruppen und Mitgliedern, dazu beitragen, die vielen alltäglichen Erschwernisse der Betroffenen und Angehörigen zu bekämpfen und die Lebensqualität zu verbessern.»

Text Marcel Schneider

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