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8 Dezember 2019

Die Hochzeit als schönster Tag im Leben eines Brautpaares.

Historisch feiern im Kloster oder Schloss, klassisch im Restaurant oder auf dem Schiff, ausgefallen in einem still gelegten Wasserkraftwerk oder in einer einstigen Tabakfabrik, etwas verrückter im Fussballstadion oder unterm Zirkuszelt. Egal wo, Hauptsache Braut, Bräutigam und Gäste geniessen ein einzigartiges, unvergessliches und unbeschwertes Hochzeitsfest. Ein paar Dinge sind zu beachten.

Wie viele Dinge in unserem Leben überlassen wir gerne dem Zufall? Nicht unbedingt eine Menge. Die eigene Hochzeit ist ein Tag, den ein Brautpaar weder dem Zufall noch dem Schicksal überlassen will. Frisch Getraute, die sofort nach der kirchlichen oder standesamtlichen Zeremonie in ein romantisches Wellnesshotel verreisen oder in den nächsten Flieger steigen, um ihren schönsten Tag irgendwo auf dieser Erde unter Ausschluss der «Öffentlichkeit» zu verlängern, haben ein Vielfaches weniger an Vorbereitungsstress. Denn wer seine Hochzeit in grösserem Rahmen mit 30 bis 100 und mehr Gästen feiern möchte, egal ob dabei regelrecht die Post abgeht oder es traditionell-feierlich- ruhig zugehen soll, dem steht eine meist zeit- und nervenaufreibende Vorbereitungsphase bevor. Eine Checkliste alleine genügt da nicht. Auch Unvorhergesehenes wie eine völlig daneben liegende Wettervorhersage, ein geplatzter Reifen, die verspätet eintreffende Musikband usw. sind einzukalkulieren.

Es sind die vielen tausend kleinen Dinge, die oft vergessen und übersehen werden. Die bequemste und sichere Art, wenn auch die auserkorenen Trauzeugen ob den Vorstellungen des Brautpaares das Handtuch werfen, ist es einen Wedding Planner zu engagieren. Denn diese Leute organisieren fürs Leben gern und wissen wie es geht, denn sie machen es nicht zum ersten Mal! Sofern gewünscht ist dieser auch bei der Hochzeit dabei und achtet im Hintergrund darauf, dass alles im grünen Bereich bleibt.

«Es ist ein wirklich grosser Mehrwert für die Brautpaare, da sie ihren Hochzeitstag in vollen Zügen geniessen können, ohne sich selber mit der Koordination vor Ort befassen zu müssen. Häufig werden die Trauzeugen mit dieser Rolle betraut, aber seien wir ehrlich, nicht jeder ist automatisch ein Organisationstalent. Es ist immer wieder schade, wenn die engsten Freunde während des Festes keine ruhige Minute zum Feiern haben», weiss Hochzeitsplanerin Stefanie Waber. Gemeinsam mit ihrer Schwester Selina haben sie als «D’Hochzytsplaner vo Bern» ihre Begabung und ihr Knowhow 2008 offiziell zum Beruf gemacht.

Das Schlimmste was einem Brautpaar passieren kann ist, wenn es ihren Hochzeitstag nicht geniessen kann.

Ein guter Sparring-Partner ist das A und O

Gerade jetzt im Winter laufen die Vorbereitungsarbeiten der Hochzeitsplaner für ihre Auftraggeber auf Hochtouren. Wann ist es angesagt, sich als Brautpaar für das grosse Fest die Hilfe eines Wedding Planners zu holen? Stefanie Waber: «Eigentlich in jedem Fall. Denn das Schlimmste was einem Brautpaar passieren kann ist, wenn es ihren Hochzeitstag nicht geniessen kann. Ein guter Sparring-Partner ist das A und O. Die professionelle Hochzeitsplanung ist eine Dienstleistung wie jede andere auch und sicher nicht nur den Reichen und Schönen vorbehalten. Die Hochzeitsplanung beginnt bereits plus minus ein Jahr vor dem Fest und ist sehr zeitintensiv!»

Brautleute haben in aller Regel ein vorgesehenes Budget. Wie ausschlaggebend ist die Höhe für eine gelungene Hochzeitsfeier? Stefanie Waber: «Auch ein kleines Fest, kann einzigartig werden. Das Budget gibt die Grösse vor, sagt aber nichts über die Qualität des Festes aus. Ein unbeschränktes Budget verleitet nur dazu alles zu wollen und sich nicht auf die wesentlichen Wünsche zu konzentrieren. Ein Hochzeitsfest muss von Herzen kommen!»

Die junge Frau hat auch Tipps für ein Brautpaar, das seinen schönsten Tag ohne professionelle Hilfe organisiert: «Das Brautpaar sollte sich überlegen, was ihnen wirklich wichtig ist. Auf diesen ‚Grundsteinen’ sollte das Paar aufbauen. Es gibt so viele Möglichkeiten, unendlich viele Dienstleister und tausend gutgemeinte Ratschläge. Den Fokus nicht zu verlieren, ist gar nicht so einfach. Es lohnt sich deshalb immer wieder auf diese ‚Grundsteine’ zurückzukommen.»

Das Budget gibt die Grösse vor, sagt aber nichts über die Qualität des Festes aus.

Herzlich statt fremdgesteuert

Klassisch, edel, urchig, romantisch oder ausgefallen? Braut und Bräutigam sollen sich für ihren schönsten Tag nur fragen, was sich für sie an ihrer Hochzeit gut anfühlt, und wenn’s der eigene Garten ist. Bei der Wahl der passenden Location für das Fest finden sich im Internet viele tolle Ideen und Angebote. In der Schweiz aber auch fürs benachbarte Ausland. Etwa ein Leuchttum an der Nord- oder Ostsee als perfekten Ort um sich das Jawort zu geben. Es gibt Tausende von Orten die als Hochzeits-Location begeistern. Doch seit einigen Jahren stark im Trend sei die freie Trauung, weg von Kirche und Religion.

«Die Brautpaare wünschen sich heute eine individuelle Hochzeit, die sie wiederspiegelt. Ein herzliches Fest, ein echtes Fest mit Freunden und Verwandten, wird heute als unerlässlich angeschaut. Die Märchenhochzeit auf einem Schloss wird zwar noch immer gewünscht, es gibt aber immer mehr Paare die sich für eine ganz alternative Variante, weg vom gewöhnlichen, hin zum anderen, entscheiden», stellt Stefanie Waber fest. Äussere Umstände, wie etwa das Wetter, sind für D’Hochzytsplaner vo Bärn – und wohl nicht nur für sie – die grösste Herausforderung: «Als Brautpaar muss man sich hier auf seinen Hochzeitsplaner verlassen können und das Vertrauen haben, dass er im Hintergrund die Fäden in den Händen hält. Die Kunst eines guten Hochzeitsplaners ist, auf das Unvorhersehbare vorbereitet zu sein, immer einen Schritt voraus zu denken und weder das Brautpaar noch die Gäste etwas vom Trubel im Hintergrund mitbekommen zu lassen.»

Hochzeitsplaner haben stets einen Plan B. Wer sich das zu Herzen nimmt und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt kann sich also freuen – oder Hochzeitsplaner werden!

Text: Anita Bächli

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