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Zürich
28 September 2020

Was bedeutet Ihnen das Reisen?.

Falls Sie sich unlängst in einem gut besuchten Kaffee oder Restaurant aufgehalten haben, ist Ihnen mit grösster Wahrscheinlichkeit Ähnliches zu Ohren gekommen wie mir.

«Wir waren an der Algarve, einfach traumhaft! Ja, da waren wir auch schon einmal vor ein paar Jahren. Dieses Jahr haben wir die Sommerferien jedoch im Südtirol verbracht, wollten wir doch einmal in die Berge. Es war ein voller Erfolg! Mein Mann möchte allerdings immer wieder nach Asien, aber ich mag diese langen Flugreisen gar nicht.».

Andere schwärmen von der Flussfahrt im benachbarten Frankreich, von Kalifornien, den Baltischen Staaten, Barcelona, Rom, Finnland oder Schottland. Auch Ferien in der Schweiz wurden besprochen. Gut so!

Nach den ersten positiven Kommentaren folgen dann meist die Klagen. Sei das nun Kritik an der gewählten Destination oder ein mühsames Erlebnis auf der Hin- oder Rückreise. Der Stau am Gotthard war (wie meist) grausam, konnte jedoch aus terminlichen Gründen nicht umgangen werden. Die Kolonnen am Check-in waren hüben wie drüben zu lang. Selbst wenn man eigentlich nur noch den Koffer hätte abgeben müssen, da man im Vorfeld das Check-in schon zuhause gemacht hatte, war der Zeitaufwand gross.

Die Sicherheitskontrollen an den diversen Flughäfen geben immer wieder zu reden. Während diese an gewissen Orten als nervtötend empfunden werden und man am Ende noch im unbeliebten Scanner landet, ist es anderswo beinahe ein Kinderspiel. Da amüsiert die mir zugetragene Geschichte einer Reisenden, welche mit einem Teppichmesser problematisch durch die Sicherheitskontrolle gelangt war. Sie hatte das selbstverständlich nicht beabsichtigt und erst zuhause mit Schrecken festgestellt. Wo sich das zugetragen hat, sage ich Ihnen bewusst nicht, ich will ja kein Nestbeschmutzer sein. Fehler passieren schliesslich überall.

Wir Schweizer reisen gerne und oft

Die Sommerferien sind längst vorbei und bleiben den meisten in guter Erinnerung. Die Herbstferien stehen vor der Tür und auch die Winterferien lassen nicht allzu lange auf sich warten. Weshalb man sich damit schon alsbald beschäftigen und die Buchung in die Hand nehmen wird. Oder gehören Sie zu den Frühbuchern?

Es ist unschwer erkennbar, Herr und Frau Schweizer reisen in der Regel sehr gerne und oft. Was aber bedeuten ihnen die Ferien? Gibt es Erkenntnisse, die belegen, welche Art von Ferien den besten Erholungswert mit sich bringen? Sicherlich, die Resultate mögen jedoch so vielfältig wie die zur Auswahl stehenden Reiseziele sein.

Im Grunde müssen wir selber herausfinden, was für uns die beste Ferienart ist. Was wir allerdings nicht ausser Acht lassen sollten, ist die Tatsache, dass wir uns selber mit all unseren Neigungen und Eigenheiten mit an den Urlaubsort nehmen!

Man sollte die Ferien bewusst nach den momentanen Bedürfnissen der Familie oder Mitreisender ausrichten.

Franco V. Muff, Ombudsmann der Schweizer Reisebranche

Selbstverständlich spielt die Lebensphase bei der Auswahl des Reiseziels eine gewichtige Rolle. Schliesslich sollten ja alle Mitreisenden auf ihre Rechnung kommen und den Urlaub geniessen können. Bekanntlich geht es den Eltern in den Ferien gut, wenn die Kinder glücklich sind.

Aus meiner Sicht und langjährigen Erfahrung im Tourismus, sollte man die Ferien bewusst nach den momentanen Bedürfnissen der Familie oder Mitreisender ausrichten. Eine Städtereise oder Safari mit Kleinkindern ist am Ende für alle Beteiligten wenig gewinnbringend. Die Kleinen sind mit dem Strand auf Ibiza genauso zufrieden wie mit jenem auf den Malediven. Und die Vorteile der kürzeren Reise liegen auf der Hand.

Die Frage der Haftung

Wie auch immer, bei einem so reichen Angebot können praktisch alle das Richtige finden. Wie die Buchung der Reise dann schlussendlich ablaufen wird, ist individuell. Während die einen die Beratung eines Reisebüros in Anspruch nehmen möchten, es sozusagen in dessen Hände legen, buchen andere alles selbständig im Netz. Dass die zweite Variante in gewissen Fällen etwas riskanter sein könnte, dürfte vielen klar sein. Man ist selber für die Eingaben auf den Buchungsportalen verantwortlich. Konsequenzen aus allfälligen Fehlern müssen selber getragen werden. Das selber zusammengestellte Programm aus einer grossen Anzahl von Leistungen diverser Anbieter und Leistungsträger erhöht das Risiko, beispielsweise wenn es um Zwischenfälle auf Reisen geht. Grundsätzlich stellt sich die Frage der Haftung. Vergessen Sie bei der Planung die Aspekte Einreisebestimmungen, Gesundheitsvorschriften und den Abschluss einer Reiseversicherung nicht.

Nun wünsche ich den Lesern und Leserinnen dieser Beilage viel Vergnügen beim Planen. Verbunden mit der Hoffnung, dass die nächsten Ferien zu einem vollen Erfolg werden. Tauchen Sie ein in eine andere Welt am Urlaubsziel und vergessen Sie dabei für eine Weile den Alltag.

Der Ombudsmann der Schweizer Reisebranche und seine zwei Mitarbeiterinnen stehen Ihnen bei allfälligen Fragen vor und nach der Reise gerne zur Verfügung.

Unsere Dienstleistungen sind für Buchungen in der Schweiz bei einem Schweizer Veranstalter oder Reisebüro kostenlos.

Text: Franco V. Muff, Ombudsmann der Schweizer Reisebranche

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