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11 April 2021

Im Home-Spa einfach mal abtauchen.

Ob Studentin, Rentnerin, Karriere- oder Hausfrau: Wir alle müssen uns gelegentlich entspannen und wollen hin und wieder den Alltag hinter uns lassen. Doch wie gelingt ein Home-Spa am besten?

Wer sich die moderne Frau als berufsorientiert und total ausgelastet vorstellt, ist nur zur Hälfte im Recht. Die Frau von heute weiss sich und ihren Körper zu schätzen und geht bewusst mit ihm um: Sie nimmt sich hin und wieder eine Auszeit. Entspannung ist für das Immunsystem, die Konzentration und, nicht zu vergessen, das Selbstbewusstsein essentiell. Somit ist ein idyllischer Tag im Terminkalender genauso wichtig wie ein Geschäftsmeeting oder der Elternabend der Kinder. Wie dieser Tag der Entspannung verbracht wird, hängt von den persönlichen Vorlieben und den Bedürfnissen ab. Regeln gibt es keine, dafür umso mehr Möglichkeiten.

Ausschalten um abzuschalten

Meistens entsteht Stress im Zusammenhang mit anderen Menschen. Seien es die eigenen Kinder, der fordernde Boss oder die nervenden Kunden. Wenn der ruhige Tag in den eigenen vier Wänden stattfindet, bitte nicht auf Idee kommen zu sagen: «Falls etwas ist, ich bin zuhause.» Eine Ausnahme darf natürlich bei den Kindern, gerade wenn sie kleiner sind, gemacht werden. Ansonsten empfiehlt es sich, das Smartphone auszuschalten, die Haustüre abzuschliessen und tief durchzuatmen.

Meistens entsteht Stress im Zusammenhang mit anderen Menschen.

Privates Spa

Das eigene Zuhause lässt sich so einfach in ein Home-Spa verwandeln, dass einer gemütlichen Auszeit nichts mehr im Weg steht. Wer abschalten will, sollte neben dem Handy auch grelle Lichter ausschalten. Eine sinnliche Alternative zum künstlichen Glühbirnenlicht sind Kerzen. Besonders empfehlenswert sind Duftkerzen, die nicht nur gut aussehen und riechen, sondern unterschiedliche Wirkungen erzielen. Allerdings ist letzteres nur der Fall, wenn die Qualität gut ist. Die Käufer sollten darauf achten, dass die Duftkerze zu 100 Prozent mit ätherischen Ölen parfümiert ist. Ausserdem sind sie optimalerweise aus Stearin oder Bienenwachs. Im Gegensatz zum oft verwendeten Paraffin russen sie weniger und die Herstellung ist umweltfreundlicher. Während Düfte wie Zitrone und Grapefruit belebend wirken, haben Lavendel und Palmarosa einen entspannenden Effekt. Womöglich gibt es einen bestimmten Duft, der schöne Erinnerungen wachruft. Oder ein neuer Geruch lässt Altes vergessen und verwöhnt die Sinne. Wie bereits erwähnt: Für die «Me-Time» gibt es keine fixierten Regelungen.

Das gut duftende Home-Spa kann entweder mit der Lieblingsmusik oder beim Geniessen der seltenen Stille zelebriert werden. Als Getränk empfiehlt sich Tee, der eine wohltuende Wirkung für die Seele entfaltet und den Körper mit Flüssigkeit versorgt. Teesorten wie Zitronenmelisse, Kamille und Baldrian sind bekannt für einen entspannenden Effekt. In einem warmen Bad lässt sich das Wintergetränk besonders geniessen. Natürlich dürfen auch da die ätherischen Wunderöle nicht fehlen. Ein paar Tropfen des Elixiers und die eigene Badewanne fühlt sich wie jene im Wellnesshotel an. Romantiker und Geniesser, die Wert auf Details legen, streuen zusätzlich noch Rosenblätter auf die Wasseroberfläche.

Der grosse Vorteil vom Baden gegenüber dem Duschen ist, dass Frau mehr Zeit hat, ihren Körper zu verwöhnen. Die Pflegehaarkur kann genug lange einwirken, die Beine ohne Stress rasiert und die Nägel endlich wieder einmal gefeilt werden. Ein grobkörniges Peeling entfernt verhornte Zellen und macht die Haut geschmeidiger. So wird der ganze Körper im Home-Spa verwöhnt.

Während Düfte wie Zitrone und Grapefruit belebend wirken, haben Lavendel und Palmarosa einen entspannenden Effekt.

Verwöhnt vom Profi

Egal, wie schön es Zuhause ist, manchmal will man einfach raus. Wellness-Angebote gibt es in der Schweiz reichlich. Speziell für Frauen bieten Wellnesshotels sogenannte Freundinnen-Tage an. Je nach Angebot beinhalten diese unterschiedliche Leistungen. Typisch für diese Auszeit unter Frauen sind Beauty-Behandlungen wie Handpeelings, Gesichtsbehandlungen sowie Massagen. Während dem Lesen von Frauenzeitschriften offerieren einige Hotels ein Glas Sekt und eine gesunde Stärkung. Es gibt schweizweit unzählige Angebote, wobei für jede etwas dabei ist.

Ein Kompromiss zwischen heimischer Badewanne und Wellness-Hotel sind Thermalbäder. Für durchschnittlich 30 Franken haben Besucherinnen die Möglichkeit, für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen. Bereits die alten Römer machten sich die Vorteile von Thermalquellen zu Nutze und regenerierten ihren Körper und ihre Seele darin. «Eine warme Wassertemperatur entspannt die Muskulatur und vermindert Schmerzen. Dank dem Wasserwiderstand können die Muskeln in einem gezielten Training gestärkt werden», weiss Eva Rösch von der Rheumaliga Schweiz. Zusätzlich befinden sich in den Thermalbädern meistens Düsen, die Effekte einer Massage imitieren.

Ein entspannter Rücken beeinflusst die Erholsamkeit des Schlafes enorm und dieser wiederum ist wichtig, um am Tag erfolgreich im Beruf zu sein. Mütter mit kleinen Kindern bücken sich oft, um die Kinder oder deren Spielzeuge hochzuheben. Da bleibt keine Zeit, sich auf seine Haltung zu konzentrieren. Als Folge davon treten nicht selten Gelenkschmerzen auf. Das Thermalwasser enthält hohe Anteile an Mineralien, wodurch sich die Beschwerden reduzieren.

Um sich zu entspannen, ist laut Rösch jede sportliche Aktivität förderlich: «Studien belegen, dass Bewegung hilft, Stress abzubauen und zudem stimmungsaufhellend wirkt. Welche Bewegungsform man wählt, spielt dabei keine Rolle. Hauptsache, man hat Freude an der Bewegung.»

Fünf Möglichkeiten, sich in fünf Minuten zu entspannen:

1. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft hilft, vom Trubel abzuschalten.
2. Bei bewusstem Atmen wird der Organismus mit mehr Sauerstoff versorgt, wodurch der Stressspiegel sinkt.
3. Tagträumen erlaubt es, die Gedanken auf etwas Schönes zu lenken und zu entspannen.
4. Manchmal hilft ein kleiner Snack, denn Hunger kann Auslöser für Stress sein.
5. Musik beruhigt das Gehirn. Instrumentale und klassische Lieder eignen sich am besten dafür.

Text Michelle Christen

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