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23 November 2019

Was Netflix mit der Zukunft der Mobilität gemeinsam hat.

Der motorisierte Individualverkehr ist nach wie vor einer der grossen CO2-Treiber in der Schweiz. Um sowohl die Umwelt als auch das eigene Portemonnaie zu schonen, wäre eine bedarfsgerechte Mobilitätslösung nötig, mit der sich ÖV- und Automobil-Nutzung unkompliziert unter einen Hut bringen lassen. Ein derartiges Konzept macht in der Schweiz gerade Schule.

Vor wenigen Tagen ist die Schweiz übers Ziel hinausgeschossen: Am 7. Mai nämlich erreichte sie den sogenannten «Overshoot Day», wie der WWF mitteilt. Dieses Datum markiert den Moment, an dem die Schweiz bereits alle natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die ihr für das laufende Jahr zustünden. Seither lebt die Schweiz ressourcentechnisch quasi «auf Pump» – und damit vor allem auf Kosten zukünftiger Generationen.

Von einer nachhaltigen Entwicklung kann also noch keineswegs die Rede sein. Doch wo soll man konkret den Hebel ansetzen, um beispielsweise den eigenen CO2-Footprint zu verringern? Eine wichtige Einflussgrösse stellt gemäss Fachleuten die individuelle Mobilität dar. Gemäss Bundesamt für Statistik legte mehr als die Hälfte der vier Millionen Schweizer Pendlerinnen und Pendler ihren Arbeitsweg mit dem Auto zurück (Stand 2017). Wer sich statt hinters Steuer nun vermehrt in ein Zugabteil setzt, schont das Klima. Bei einem Arbeitsweg von 20 Kilometern reduziert sich der CO2-Ausstoss um 1.7 Tonnen pro Jahr.

Gemäss Bundesamt für Statistik legte mehr als die Hälfte der vier Millionen Schweizer Pendlerinnen und Pendler ihren Arbeitsweg mit dem Auto zurück.

Auch eine Frage der Kosten

Doch nicht nur die Umwelt würde von einer kombinierten Mobilität profitieren, sondern auch das Portemonnaie der betroffenen Automobilisten. Denn der Fahrzeugkauf lohnt sich finanziell praktisch nie: Zum einen verliert ein Wagen sehr schnell an Wert. Der Vergleichsdienst Comparis geht von einer Wertminderung von rund zehn Prozent pro Jahr aus. Wobei diese Quote insbesondere bei Neuwagen deutlich höher liegt. Zum anderen kommen erhebliche Budgetposten hinzu. Beispielsweise die Autoversicherung, die pro Jahr mehreren Tausend Franken betragen kann, die Motorfahrzeugsteuern, Treibstoffausgaben sowie Kosten für Servicedienstleistungen, Reparaturen, Reifenwechsel etc. Das sind sehr viele Kostenparameter für ein Automobil, das pro Tag durchschnittlich während rund 22 Stunden stillsteht.

Leasing stellt zwar eine Alternative zum Kauf dar, kommt aber aus finanzieller Sicht ebenfalls nicht ohne Fallstricke daher. So muss man je nach Anbieter eine Anzahlung von 20 bis 25 Prozent des Fahrzeugwertes leisten. Der Vertrag läuft dann meist zwischen drei bis vier Jahre lang und beinhaltet gemäss Comparis einige elementare Kostenpunkte. So ist nebst den zu entrichtenden Leasing- und Kreditraten im Rahmen eines Fahrzeugleasings meist auch eine Vollkaskoversicherung obligatorisch mit dabei.

Das Beste aus beiden Welten

Für viele Fachleute liegt in der Kombination aus ÖV und Individualverkehr das grösste Potenzial, um sowohl CO2 wie auch Kosten einzusparen. Denn so lässt sich einer Entwicklung entgegenwirken, die das Bundesamt für Strassen ASTRA in seinem «Forschungskonzept nachhaltiger Verkehr» als eine der grossen künftigen Verkehrs-Herausforderung identifiziert hat: die suboptimale Nutzung der bestehenden Infrastrukturen sowie die tiefe Auslastung der Fahrzeuge. Aufwind erhält die kombinierte Mobilität aktuell dank einer neuen Form der Mobilitätsdienstleistung, die sich in der Schweiz durchzusetzen beginnt: das Auto-Abonnement. Das Prinzip besticht durch seine Transparenz, Planbarkeit sowie einfache Nutzung. Denn so wie beispielsweise Netflix den TV-Genuss von Serien und Filmen in ein monatlich bezahlbares Paket schnürt, wird beim Auto-Abonnement ebenfalls die flexible monatliche Nutzung eines Fahrzeugs ermöglicht. Der Preis ist dabei fix, die Nutzungsdauer kann der User selber bestimmen. So sieht «Mobility as a service» aus.

In den seltensten Fällen werden immer alle Fahrzeuge eines Betriebs vollkommen ausgelastet.

Das Abo-Arrangement ist nicht nur für Privatanwender überlegenswert. Es stellt insbesondere auch für Unternehmen eine valable Option dar, um die Bewirtschaftung ihrer Fahrzeugflotte zu optimieren. Denn in den seltensten Fällen sind immer alle Fahrzeuge eines Betriebs vollkommen ausgelastet. Durch eine bedarfsgerechte Fahrzeug-Nutzung im Monatsabo lassen sich Standzeiten und Platzbedarf der Firmenwagen gleichermassen minimieren. Die Möglichkeit, die Autokategorie im Rahmen des Abos zu wechseln, sorgt für zusätzliche Flexibilität und garantiert, dass man am Puls der technischen Entwicklung bleibt.

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