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Zurich
20 Juli 2019

Trotz Sommerhitze einen kühlen Kopf bewahren.

Der Sommer ist da und die Temperaturen steigen. Flüssigkeitsverlust, Überanstrengung und Wärmestau im Körper können zu Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und Schwindel führen. Zudem erhöhen Sonnenbrände das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Fokus zeigt, welche Mittel an heissen Tagen helfen können.

Das Wetter verwöhnt mit Sonnenschein. Zur Mittagszeit kann es jedoch ziemlich heiss werden. Die Wärme in der Wohnung, das stickige Büro und schlaflose Nächte – viele Menschen haben mit der Sommerhitze zu kämpfen. Die hohen Temperaturen sind für den Körper anstrengend, er kann überhitzen. Um sich davor zu schützen, müssen Herz und Kreislauf zusätzliche Arbeit leisten. Zudem versucht sich der Körper durch das Schwitzen abzukühlen. Ältere Menschen, Babys, sowie Personen mit Übergewicht, Kreislaufproblemen und chronischen Erkrankungen reagieren besonders sensibel auf die Sommerhitze.

Trinken nicht vergessen!

Gemäss dem Apotheker Dr. C. Egloff liegt der Flüssigkeitsbedarf eines Menschen an warmen Sommertagen bei 2 bis 2.5 Litern. Der Bedarf kann sich erhöhen. Regelmässiges Trinken wird empfohlen, selbst wenn kein Durstgefühl vorhanden ist. Es ist ratsam, immer eine kleine Flasche bei sich zu haben. Bei hohen Temperaturen verzichtet man besser auf Süssgetränke und greift lieber zu lauwarmen Mineralwasser oder Tee. In Mineralwasser sind Mineralstoffe enthalten, die der Körper beim Schwitzen verliert. Gurken-, Limetten- oder Zitronenscheiben sorgen für zusätzliche Erfrischung. Die Getränke sollten nicht zu kalt, sondern zimmerwarm sein. Auch Obst und Gemüse, wie Salatgurken und Wassermelonen, haben einen hohen Wassergehalt. Auf den Konsum von alkoholischen Getränken und Kaffee verzichtet man besser an den warmen Sommertagen, denn sie können Kreislaufprobleme verursachen. Zudem entzieht der Alkohol dem Körper Flüssigkeit.

Das Tragen eines Sonnenhuts, sowie Kleidung mit besonderem UV-Schutz schonen vor den starken Sonnenstrahlen

Die richtige Ernährung

Beim Schwitzen verliert der Körper Salz, daher ist eine ausreichende Salzzufuhr wichtig. Bei Hitze empfiehlt es sich, keine schweren Mahlzeiten zu verzehren. Man kann auf leichte Kost setzen oder mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. Fettige und schwere Speisen belasten die Verdauung mehr als leichte Kost. Kühle und frische Nahrungsmittel, wie Obst, Salat, Gemüse, Nudeln, Fisch, mageres Fleisch und Milchprodukte, eignen sich an heissen Tagen besonders. Auch Gemüsesuppen oder grüne Smoothies liefern wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Die grünen Smoothies in eine Eisform geben und für einige Stunden gefrieren lassen und schon hat man ein Eis am Stiel.

Lockere, luftige und kühlende Kleidung

Wer an keine Kleiderordnung gebunden ist, für den eignen sich Kleid, Rock kurze oder lange weite Hosen aus dünnem Stoff. Luftige und weite Kleidung, am besten aus Seide, Leinen oder Baumwolle ist an heissen Tagen am nützlichsten. Man schwitzt weniger. Synthetische Materialien sind nicht zu empfehlen. Es ist wichtig, dass die Kleidung nicht zu eng am Körper anliegt, da die Wärme sich sonst staut. Bei den Farben kommen helle Töne in Frage, da dunkle Kleidung die Wärme absorbiert.

Bei einem Sonnenbrand besser im Schatten bleiben und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen

Wer Zeit im Freien verbringt, darf die Kopfbedeckung nicht vergessen, andernfalls kann es schnell zu einem Sonnenstich kommen. «Das Tragen eines Sonnenhuts, sowie Kleidung mit besonderem UV-Schutz schonen vor den starken Sonnenstrahlen», erklärt Dr. C. Egloff. Beim Sport in der Hitze kann atmungsaktive Sportkleidung aus Kunstfasern helfen. Der Schweiss wird direkt von der Haut weggeleitet und der Körper besser gekühlt. Zudem schützt Kühlbekleidung wie beispielsweise eine Kühlweste effektiv vor Hitze. Verschiedene Online-Shops bieten eine Kühlweste an. Die Weste wird mit Wasser benetzt. Durch Verdunstung entweicht das Wasser wieder, und der Körper wird gekühlt.

«Cool» bleiben

Kaltes Wasser signalisiert dem Körper, dass er sich aufwärmen muss. Daher empfiehlt es sich, den Körper nicht mit kaltem, sondern mit lauwarmen Wasser zu duschen. Der Körper kühlt sich so besser ab. Wer sich nach dem Duschen oder Baden nicht ganz abtrocknet, kühlt den Körper zusätzlich. Auch kalte Fussbäder können bei der Hitze helfen. Lässt man kaltes Wasser über die Handgelenke oder den Nacken laufen, hält dies den Kreislauf in Schwung. Kühltücher sorgen für eine zusätzliche Abkühlung. Die Kühltücher sind zusammen mit einem praktischen Behälter erhältlich. Im Behälter lassen sich die Tücher mit Wasser befeuchten. Bei Bedarf nimmt man das leichte Handtuch heraus und wringt es aus. Danach kann es auf Kopf, Stirn, Nacken oder über die Beine gelegt werden. Der Kühleffekt hält etwa zwei Stunden.

Die brandgefährliche Sonne

Beim Baden im Freien ist ein langer Aufenthalt an der prallen Sonne nicht ratsam. Es empfiehlt sich, die Mittagssonne zu meiden und genügend Pausen einzulegen. Am besten sucht man sich ein Schattenplätzchen und macht wie in den südeuropäischen Ländern üblich – eine Siesta. «Bei einem Sonnenbrand besser im Schatten bleiben und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen», rät Dr. C. Egloff. Wenn schwerwiegenden Symptome wie beispielsweise grossflächige Hautablösungen und Blasen auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Leichte Sonnenbrände können mit kühlenden und schmerzstillenden Gels behandelt werden. Wer Sonnenbrände leicht und sicher vermeiden möchte, kann zudem auf ein UV-Warngerät zurückgreifen. Diverse Online-Shops haben das kleine und handliche Warngerät im Angebot. Das Gerät ermittelt den gefährlichen UV-Anteil im Sonnenlicht, die Umgebungstemperatur und den UV-Index (Mass für die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung). Nach der Eingabe des Sonnenschutzfaktors, des verwendeten Sonnenschutzmittels und des Hauttyps berechnet das Gerät die Zeit für ein ungefährliches Sonnenbad. Wenn die UV-Bestrahlungsdosis erreicht ist, ertönt ein Alarmsignal.

Sonnenschutzmittel auftragen!

Um die negativen Auswirkungen der Sonnenstrahlung zu verhindern, eignet sich ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Dr. C. Egloff empfiehlt ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von 50+. Bereits geöffnete Sonnencremes der letzten Saison müssen ersetzt werden. Individuell nach Hauttyp, Alter und den persönlichen Bedürfnissen findet man in einer Apotheke die passende Sonnencreme. Für Babys und Kleinkinder gibt es spezielle Sonnenschutzmittel. Für Sportler gibt es Sonnencremes mit einer leichten Textur, damit beim Schwitzen nichts in die Augen läuft. Wem die Weltmeere und die Korallen am Herzen liegen, kann ein Sonnenschutzmittel verwenden, welches keine umweltbelastende Chemikalien enthält. «Wichtig ist das Auftragen gewisser Sonnenschutzmittel schon vor dem Verlassen der Wohnung, da diese eine Weile brauchen, bis sie wirken», betont Dr. C. Egloff. Ebenfalls zu beachten ist, genug Sonnencreme aufzutragen und die Anwendung nach dem Baden oder starkem Schwitzen zu wiederholen.

Sonnenschutz.

Während den Monaten Mai bis August ist die UV-Strahlung besonders intensiv. Sowohl die UVA- als auch die UVB-Strahlung können die Erbsubstanz (DNA) in unseren Zellen schädigen und Hautkrebs verursachen. Besonders gefährlich ist schwarzer Hautkrebs, auch Melanom genannt. In der Schweiz erkranken jährlich rund 2700 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Etwa 330 Menschen sterben an den Folgen. Gemäss Dr. C. Egloff gibt es keinen gesicherten Nachweis, dass Sonnenschutzmittel gänzlich vor Hautkrebs schützen. Dennoch wird die Gefahr an Hautkrebs zu erkranken reduziert. Bei korrekter Anwendung werden die UV-Strahlen reflektiert.

Text: Chantal Somogyi

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