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Zürich
26 Januar 2021

Das Land der Innovationen.

In Sachen Erfindungen liesse die Schweiz Daniel Düsentrieb wohl vor Neid erblassen. Das bestätigt der «Global Innovation Index»: Das achte Mal in Folge belegt die Schweiz hier den Platz Eins. «Fokus» stellt drei Erfindungen vor, welche während der letzten Jahre entwickelt wurden.

Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) geniesst weltweit einen formidablen Ruf. In Zusammenarbeit mit der Industrie entstehen immer wieder bahnbrechende Erfindungen. In der Folge werden drei davon vorgestellt. Zwei sind im Bereich der Klimadebatte anzusiedeln. Die dritte bringt die Medizin einen kleinen Schritt weiter.  

CO2-Filter von Climeworks

Das Entziehen von CO2aus der Luft bezeichnen WissenschaftlerInnen als negative Emissionen. Dabei sind Bäume am effizientesten. Sie absorbieren das Gas durch Photosynthese und speichern es in Stämmen, Ästen, Wurzeln und im Boden. Um eine CO2-Reduktion zu erreichen, bräuchte es aber eine unglaublich grosse Fläche an Urwald. Daher ist diese Option unrealistisch. Folglich haben die zwei Ingenieure der ETH, Christoph Gebald und Jan Wurzbacher, eine Anlage entwickelt, welche das Vorgehen der Bäume nachahmt: Sie saugt das CO2aus der Luft und speichert es, damit es wieder als Dünger in den Boden abgegeben werden kann. Nachdem in Hinwil (ZH) und in Island solche Anlagen den Betrieb aufgenommen haben, findet die Technologie auch in anderen Branchen Verwendung. Mit Audi arbeitet das Zürcher Startup Climeworks an der Entwicklung eines nicht fossilen Dieselkraftstoffs. Zudem verwendet das Mineralwasser Valser bald so gewonnenes CO2für die Herstellung der Bläschen im Sprudelwasser.

Sonnenlicht und Luft wird zu Flüssigtreibstoff

Auf dem Dach des Maschinenbaugebäudes der ETH steht ein Solarreaktor mit integrierter Miniraffinerie. Unter realen Bedingungen stellt diese Apparatur aus Sonnenlicht und Luft flüssigen Treibstoff her. Wohlgemerkt ein CO2-neutraler Treibstoff, der bei seiner Verbrennung nur so viel CO2 freisetzt, wie vorher in dieser Anlage der Luft entnommen wurde. Laut Projektleiter Philipp Furler, Mitarbeiter bei Renewable Energy Carriers und CTO des ETH-Spin-offs Synhelion, steckt in flüssigen Treibstoffen 20 bis 60 Mal mehr Energie als in einer Batterie. Anders als bei Elektroautos oder -velos macht es dieser Umstand unwahrscheinlich, dass Langstreckenflüge irgendwann einmal mit Batterien auskommen werden. Auch weil diese viel zu schwer wären. So muss die Luftfahrt auch in Zukunft auf flüssige Treibstoffe setzen, jedoch gleichzeitig den CO2-Ausstoss reduzieren.

Auf dem Dach des Maschinenbaugebäudes der ETH steht ein Solarreaktor mit integrierter Miniraffinerie.

Startup holt Preis beim Swiss Technology Award

Als Resultat von acht Jahren Forschung entwickelte das Startup Lunaphore Technologies der ETH Lausanne eine Technologie, mit der sich Gewebeproben innert weniger Minuten auf vorhandene Krebszellen untersuchen lassen. Bis anhin nahm eine solche Analyse einige Stunden in Anspruch. Zudem sind die neuen Diagnosen präziser als diejenigen bisheriger Apparate. Die Entwicklung ist bahnbrechend, denn Spitäler führen bereits heute jährlich rund 100 000 solcher Tests durch. Mit der neuen Technologie können also noch viel mehr Proben analysiert werden. Honoriert wurden die Forschenden mit dem ersten Platz bei den Swiss Technology Awards in der Kategorie Startups.

Text Mona Martin

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