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5 Juni 2020

Morgensport oder abendliches Auspowern?.

Sport hilft uns dabei, gesund und fit zu bleiben. Während sich einige abends nach der Arbeit auspowern, schwören andere auf ihr morgendliches Workout. Doch welcher Trainingszeitpunkt ist wirklich besser? Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Den Wecker ein bisschen früher stellen und nach dem Kaffee direkt ins Fitnesscenter – diese Routine hat durchaus ihre Vorteile. Bei vielen Menschen sieht jeder Morgen gleich aus. Die Chance, dass morgens um sechs das Workout von einem Termin verhindert wird, ist gering. In den frühen Morgenstunden ist das Gym auch nicht völlig überfüllt. Man kann in Ruhe sein Workout absolvieren, ohne bei Geräten anstehen zu müssen.

Wer anstelle des Fitnesscenters lieber an der frischen Luft joggen geht, geniesst morgens Vorteile. Den Tag damit zu beginnen, sich etwas Gutes zu tun, kann den restlichen Tag über für Bestlaune sorgen.

Doch wer morgens Sport machen möchte, muss eventuell Schlafmangel in Kauf nehmen. Viele Menschen fühlen sich morgens auch schlichtweg nicht fit genug für ein Workout. Das warme Bett früher als nötig zu verlassen, ist eine mentale Hürde.

Sich nach einem Tag auf dem Bürostuhl erst mal richtig auspowern, das klingt nach einem guten Plan.

Den Stress einfach wegschwitzen

Sich nach einem Tag auf dem Bürostuhl erst mal richtig auspowern, das klingt nach einem guten Plan. Die Frustration und Anspannung der Arbeit beim abendlichen Sport zu verarbeiten, kann dabei helfen, sich zu entspannen. Da sich die meisten Sportvereine und Sportkurse abends treffen, hat man viele Möglichkeiten, sich einer Gruppe anzuschliessen und neue Kontakte zu knüpfen.

Abends besteht jedoch oftmals die Gefahr, dass der Sport doch ins Wasser fällt, sei dies durch unerwartete Überstunden im Büro, ein spontanes Treffen mit einer Freundin oder der Sehnsucht nach dem heimischen Sofa.

Es stellt sich die Frage, ob man von einem abendlichen Workout nicht eher aufgeputscht statt entspannt wird. Je nachdem könnte dies das Einschlafen verzögern.  

Das persönliche Empfinden entscheidet

Beide Trainingszeitpunkte haben ihre Vorteile und ihre Verfechter. Doch was ist denn nun besser? «Bezüglich der Effektivität gibt es keinen Unterschied zwischen Morgen- und Abendtraining », erklärt Dr. Marc Zibung vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Bern. «Die Vor- und Nachteile liegen im persönlichen Empfinden und sind daher individuell.» 

Was vielmehr die Effektivität beeinflusse, sei der Zeitpunkt des Essens. «Wer auf leerem Magen Sport treibt, verbrennt mehr Fett. Dies liegt daran, dass der Kohlenhydratspeicher des Körpers leer ist. Für den Energieverbrauch wird dann auf die eigenen Fettreserven zugegriffen.» 

Wer auf leerem Magen trainiert, verbrennt mehr Fett.

Daraus lässt sich schliessen, dass Abnehmwillige das Workout vor dem Frühstück absolvieren sollten. Für Sportler, deren Ziele mit Muskelaufbau oder Ausdauer zu tun haben, gilt aber eventuell das Gegenteil. Diese sollten zirka eine Stunde vor Trainingsbeginn einen Snack oder eine Mahlzeit zu sich nehmen, um eine optimale Performance zu gewährleisten.

Auf die Frage des Schlafs gibt es keine allgemeingültige Antwort. «Es gibt Menschen, die spätabends ein hartes Training hinlegen und eine Stunde später friedlich schlafen. Andere brauchen viel Zeit, um nach einem Training wieder runterzukommen», erzählt Dr. Marc Zibung.

Hauptsache Bewegung

Wann sollen wir denn nun trainieren? Die drei wichtigsten Faktoren, um den idealen Trainingszeitpunkt zu wählen, sind das eigene Ziel, der Tagesablauf sowie das persönliche Empfinden.

Wer Fett verlieren will und sich gerne im Freien bewegt, ist mit einem Morgenlauf auf leerem Magen gut versorgt. Für Langschläfer, die sich nur ungern aus dem Bett quälen, ist das Workout abends eine gute Wahl. Das Wichtigste ist schliesslich, dass man sich überhaupt bewegt.

Text: Fatima Di Pane

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