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25 Januar 2021

Mit Detox den eigenen Körper entgiften.

Der Detox-Trend ist seit einigen Jahren in aller Munde. Vor allem im jetzt, wo die Frühlingsmüdigkeit plagt und man seinen Körper auf den Sommer vorbereiten möchte, ist eine solche Entschlackungstherapie keine schlechte Idee.

Der Begriff «Detox» kommt aus dem Englischen und bedeutet verkürzt die Entgiftung des Körpers von verschiedenen Schadstoffen. Daraus kommt nicht nur der Körper gesünder hervor, auch das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität werden dadurch positiv beeinflusst. Kurzum: Man fühlt sich rundum wohler in der eigenen Haut.

Organe unterstützen

Unser Körper reinigt sich durch verschiedene Organe wie Leber, Niere, Darm, Haut und Lunge grösstenteils selbst. Diese sorgen dafür, dass die Schadstoffe unseren Körper auf natürlichen Wege wieder verlassen. Dennoch kommt es hier auch zu einer Überanstrengung beziehungsweise Überforderung dieser Helfer. Dabei können eine ausgewogene Ernährung und eine kurzzeitige Entlastung durch die Entgiftung unseres Körpers helfen. Oft merkt man eine solche Überlastung durch einen starken Müdigkeitsschub, einen fahlen Teint oder wenn man anfälliger auf Krankheiten reagiert.

Unser Körper reinigt sich durch verschiedene Organe wie Leber, Niere, Darm, Haut und Lunge grösstenteils selbst.

Der Darm ist wichtig

Sibylla Nehmer ist Ernährungsberaterin und kennt sich mit Detox bestens aus. Beim Entschlacken sollte man laut ihr besonderes Augenmerk auf einem Organ haben: «Grundsätzlich würde ich immer den Darm im Auge behalten, denn im Darm sind die richtigen Bakterien, wo wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente gut vom Körper aufgenommen werden.» Bei einem intakten Mikrobiom verbessere sich der Stoffwechsel im Allgemeinen. Sie hätten aber auch Einfluss auf Entzündungsfaktoren und stärken das Immunsystem. «Das Mikrobiom im Darm produziert bei einer nahrungsfaserreichen Ernährung verstärkt kurzkettige Fettsäuren, welche einen positiven Einfluss auf den gesamten Organismus haben», erklärt die Expertin.

Markt um Detox

Auf dem Markt gibt es inzwischen Hunderte von verschiedenen Detox-Produkten wie Tees, Pulver, Smoothies oder Supplemente. Im Internet lassen sich auch die unterschiedlichsten Diäten finden, die beim Entschlacken des Körpers helfen sollen. Laut der Ernährungsberaterin geht es aber meist um etwas anderes, als die Gesundheit des Körpers: «Unter dem Begriff Detox wird alles Mögliche angeboten und im Grunde geht es nur um die Aufmerksamkeit der Endverbraucher. Vor allem diejenigen, die nach einer fett- und kohlenhydratreichen Zeit gerne wieder schnell fit und schlank in den Frühling starten möchten.»

Auf Vorerkrankungen achten

Wenn man eine solche Detox-Kur zur Gesundheitsförderung durchführen möchte, ist es jedoch sehr wichtig, sich bereits mit seinem Körper auseinandergesetzt zu haben. Bei allfälligen Vorerkrankungen ist Vorsicht gefragt: Einige Kuren können diese nämlich zusätzlich ankurbeln und somit verschlimmern. Sibylla Nehmer gibt dazu ein Beispiel: «Wenn Personen mit Gicht als Grunderkrankung viele Frucht-Smoothies zu sich nehmen, könnte es als Folge davon zu einem Gichtschub kommen. Denn zu viel Fruchtzucker hat einen Einfluss auf die Purinsynthese und lässt dadurch den Harnsäurespiegel ansteigen.»Weiterhin könne die Fructosemalabsorption durch eine erhöhte Zufuhr von Fructose zu Blähungen und Durchfall führen.

Ausgewogene Ernährung

Es ist ferner wichtig, dass man nach einem erfolgreichen Detox auf eine ausgeglichene und gesunde Ernährung achten sollte. Geht man nach der Kur zur ungesunden Lebensweise zurück, dann führt dies zum Ausgangspunkt vor dem Detox. Auch die Expertin empfiehlt nach Abschluss des Detox weiterhin seinen Gesamtumsatz – den Energieverbrauch des Körpers mit dem Anteil der täglichen Arbeit und Sport – im Auge zu behalten, genügend Wasser zu trinken und auf regelmässige Bewegung zu achten.

Mediterran essen

Sibylla Nehmer empfiehlt dabei als Ernährungsberaterin speziell eine mediterrane Ernährungsweise: «Diese Kost besteht im Wesentlichen aus Getreideprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Salaten und Obst. Zubereitet werden die Speisen mit Olivenöl. Tierische Bestandteile dieser Ernährungsweise sind Käse, Geflügel, Eier und Fisch. Rotes Fleisch steht dagegen eher als besondere Ausnahme auf dem Speiseplan.» Auch sollten dabei saisonale Produkte bevorzugt werden. Den kleinen Snack zwischendurch kann man sich aus Oliven, Nüssen, Kernen und Rosinen zusammenstellen. Vor allem auf heutige Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose, Diabetes und Hypertonie kann eine solche mediterrane Ernährungsweise positive Effekte haben.

Nicht zu lange entschlacken

Allgemein kann gesagt werden, dass durch ein Detox dem Körper schädliche Stoffe entzogen werden, welche die Organe belasten. Angeregt werden weiterhin der Stoffwechsel und die Verdauung, was in den ersten Tagen eine Umstellung für den Körper darstellen kann. Die Expertin empfiehlt ausserdem nicht zu lange zu entschlacken: «Ich würde Personen, die keine Erfahrung mit solchen Kuren haben, nicht länger als sieben bis maximal zehn Tagen empfehlen. Denn beim ersten Mal kann dies für den Körper ein Stress darstellen. Dieser führt möglicherweise zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Verstopfungen.»

Text Flavia Ulrich

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