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9 August 2020

Digitale Kommunikation in Zeiten von Corona.

Die Covid-19-Krise hat die Weltwirtschaft erschüttert. Es ist davon auszugehen, dass diese Pandemie zu einer dauerhaften Veränderung des (digitalen) Konsumverhaltens führen wird.

 Marcel Härtlein
Marcel Härtlein
Head Digital Transformation,
Emmi Management AG

Vermutlich haben wenige Menschen meiner Generation je eine Situation erlebt, welche einen solch massiven Einfluss auf die Zukunft unserer Gesellschaft hat. Neben der gesundheitlichen, gilt es auch die wirtschaftliche Katastrophe so gut wie möglich abzuwenden. Deshalb stellt sich die Frage: Wie können wir unsere Unternehmen während der momentanen Krise über Wasser halten und zukunftsfit machen? 

Digitalisierungsschub wegen der Covid-19-Krise

Die Digitalisierung aller wesentlichen Unternehmensprozesse ist eine wichtige Voraussetzung für das reibungslose Funktionieren ohne persönlichen Kontakt. Jahrelang haben die firmeninternen Digitalisierungsspezialisten probiert, die Notwendigkeit und Dringlichkeit für ihr Tun aufzuzeigen, haben intern gekämpft, überzeugt, gewarnt und sind dabei auf Unverständnis gestossen und oftmals gnadenlos gescheitert. Keine einzige Powerpoint-Folie hätten diese «Propheten» zeichnen können, die das Management mehr wachgerüttelt hätte, als die Covid-19-Krise. Jetzt habe viele Firmen die Chance und die Pflicht, zu zeigen, dass sie in der Lage sind ihr digitales Geschäftsmodell voranzutreiben.

The time is now!

Die Situation ist kurios. Viele Unternehmen stehen vor grossen Herausforderungen, einige werden die Covid-19-Krise vermutlich nicht überleben. Gleichzeitig erfahren andere gerade den grössten Digitalisierungsschub ihrer Geschichte. Das Momentum und der Lerneffekt sind bei vielen sehr gross: Selbst die konservativsten Manager merken nun, was in der heutigen Arbeitswelt zwingend notwendig (gewesen) wäre: Weniger Diskussionen um Technologien und Tools, sondern Vertrauen in das Team, Empathie und schnelle und kreative Lösungen! 

Welche Trends kommen auf uns zu?

Firmen müssen kreativ sein, um Möglichkeiten zu finden, Konsumenten persönliche Markenerlebnisse aus der Ferne zu vermitteln. Die Situation hat den Konsum digitaler Medien nochmals stark angekurbelt, da die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger persönlich kommunizieren. Soziale Netzwerke sind stark gewachsen und auch bei den Streaming-Videodiensten hat sich die Nachfrage enorm gesteigert, da die Menschen mehr Unterhaltungs- oder Nachrichteninhalte suchen. Der elektronische Handel (E-Commerce) ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden und schnell gewachsen, da die Konsumenten physische Läden und überfüllte Versammlungsorte zunehmend meiden – dies führt zu logistischen Herausforderungen.

Ausblick:

Jede Krise hinterlässt etwas Positives. Es könnte also durchaus sein, dass Corona vielen Branchen einen Digital Boost verleiht. Wie soll man sonst verkaufen, wenn Läden geschlossen und die Onlineshops der grossen Player hoffnungslos überlastet sind? Eine klare Digitalstrategie ist unerlässlich. Das Timing ist sehr entscheidend. Packen wir es an und zeichnen wir die letzten internen Überzeugungs-Slides. Die Erfolgschancen waren noch nie so gross!

Text Marcel Härtlein 

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