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Zürich
26 Februar 2021

In der Smart City ist man elektrisch unterwegs.

Die Stadt der Zukunft muss nachhaltig und intelligent werden. Was das konkret bedeuten kann, zeigt sich im Ausland. Und wie weit sind wir in der Schweiz?

Die intelligente, nachhaltige Stadt von morgen – die Smart City. Als Schlagwort macht der Begriff schon lange die Runde. Doch wie sieht eine solche Zukunftsvision konkret aus? Ein Beispiel liefert Südkorea: «Dort hat man in der Nähe der Hauptstadt Seoul eine künstliche Stadt namens Sondgo entworfen», erklärt Dr. Michael Kneller, Gründer und Inhaber von Kneller Rechtsanwälte. Kneller beschäftigt sich seit Jahren mit E-Mobilität und Automobilrecht. Was zeichnet für ihn die Smart City Sondgo aus? «Vor allem die Verschmelzung von Technologie und Alltag.» Z.B. werden Verkehrsflüsse in Sondgo laufend gemessen und die digitalen Ampeln intelligent gesteuert. Müllcontainer verfügen über Abfallscanner, so dass man Lebensmittelabfälle nicht in einer Plastikmülltonnen entsorgen kann. Und anstatt mit Müllwagen den Verkehr zu belasten, wird der Abfall der Stadt über unterirdische Pipelines zentral der Energiegewinnung zugeführt. 

Ein Vorbild für die Schweiz?

In der Schweiz ist man von dieser Zukunft noch weit entfernt, stellt Kneller klar. Umweltprobleme würden hier leider erst als Grundrauschen wahrgenommen. «Dabei hat Sir David MacKey eindrücklich vorgerechnet, dass wir unseren Energiekonsum nicht mit den bekannten alternativen Energiequellen decken können.» Daher müsse man sich auf eine radikale Energiesparkur einstellen – oder neue signifikante Energiequellen erschliessen. «Am besten beides», so Kneller. 

Unmittelbar betroffen vom neuen Sparkurs ist die Automobilindustrie. Die Branche muss per Ende 2020 bei Neuzulassungen von Fahrzeugen einen Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer erreichen. Nur: «Diese Reduktion ist für die Branche praktisch nicht machbar», sagt Michael Kneller. Auch nicht für Schweizer Importeure bis ins Jahr 2023 – was eigentlich die Vorgaben des Bundesrates wären. 

Dennoch verspricht sich das Bundesamt für Energie viel von der neuen strengeren Zielsetzung. Um diese erreichen zu können, müssen Fahrzeuge künftig leichter werden und über einen E-Antrieb verfügen. Christoph Schreyer, Leiter des Bereichs Energieeffizienter Verkehr, betonte u.a. am «eSwiss Salon», dass die Automobilbranche die emissionsarmen Fahrzeuge viel mehr in den Vordergrund rücken müsse, um die neuen Grenzwerte einhalten zu können. Und wie bringt man die Konsumenten dazu, ihr Mobilitätsverhalten anzupassen? Für Michael Kneller liegt ein Lösungsansatz in einer zusätzlichen CO2-Abgabe auf Fahrzeuge. «Denn dies führt dazu, dass Carsharing und ÖV an Relevanz gewinnen.» Das schaffe Anreize für die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen. Was wiederum die Städte dazu bringen würde, massiv in die Infrastruktur für Ladestationen zu investieren und eine Smart City zu werden.

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