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Zürich
29 November 2020

Mit einem MINT-Beruf die Welt verändern.

Katja Schönenberger
Direktorin von Pro Juventute

Viele junge Menschen sehnen sich nach einer besseren Welt und möchten diese aktiv zum Guten verändern. Die Themen Klima, Abfall, Ernährung, Gesundheit, Mobilität oder auch Energie werfen grundlegende Fragen auf und viele Jugendliche engagieren sich deshalb aktiv für den Klima- oder Tierschutz und gehen dafür sogar auf die Strasse.

Um unsere Welt mitgestalten zu können, ist es wichtig, sie zu verstehen. MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) spielen dafür eine wichtige Rolle und umgeben uns jederzeit und überall. Für viele Themen, die Jugendliche interessieren, sind MINT-Kompetenzen relevant – in Zukunft noch viel mehr als heute schon. Deshalb sind gerade MINT-Berufe prädestiniert, beim Finden von Lösungen einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung unserer Welt zu leisten 

Wo MINT-Kompetenzen zum Einsatz kommen

MINT-Kompetenzen sind aber nicht nur im beruflichen Kontext relevant, sie kommen in den verschiedensten Lebensbereichen zum Einsatz. Zum Beispiel in kreativen Bereichen wie Fotografie, Musik, modernen Museen oder Gaming. Manche Stimmen sagen, MINT-Kompetenzen seien die praktischen Kompetenzen der Zukunft, und genauso wichtig und grundlegend wie lesen, schreiben und rechnen.

MINT-Kompetenzen sind aber nicht nur im beruflichen Kontext relevant, sie kommen in den verschiedensten Lebensbereichen zum Einsatz.

Viele der bekannten Berufsbilder verändern sich aufgrund der Digitalisierung, manche Berufe verschwinden sogar. Gleichzeitig entstehen zahlreiche neue Berufe. Der Austausch und die Unterstützung der Eltern sind bei der Berufswahl für junge Menschen sehr wichtig. Die meisten Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste, zumeist gehen Menschen aber auch von dem aus, was sie kennen. Allenfalls haben Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, ein Bild im Kopf und sie finden MINT-Bereiche langweilig, streberig oder vielleicht sogar einfältig und verstaubt. Eltern können hier ihre Kinder unterstützen. Bei einer vertiefteren Auseinandersetzung zeigen sich auch für Jugendliche, die vielleicht nicht von sich aus auf einen Beruf im MINT-Bereich kommen würden, zahlreiche Möglichkeiten für einen beruflichen Weg in diesem Sektor und ebenso die Breite der Anwendungsfelder von MINT-Kompetenzen.

Eltern und Kinder können gemeinsam bedenken, wie sehr sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren verändert hat und dass sich diese Veränderungen noch verstärken werden. Vielleicht entdecken Jugendliche ja durch diese vertiefte Auseinandersetzung einen MINT-Beruf, in dem sie wirklich etwas bewegen können, der ihnen gefällt, der sie begeistert, und der zu ihren Stärken passt. Denn MINT hat kein Geschlecht, ist eine Option für alle und macht Spass. Und Jugendliche müssen nicht schon alles können oder alles wissen, Ausbildungen sind schliesslich dafür da, um Kompetenzen zu erlernen. 

Text Katja Schönenberger 

Ein weiteres Editorial von Katja Schönenberger gibt es hier.

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