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11 April 2021

One-Stop-Shop für Firmengründungen.

Die Covid-19-Krise hat die Digitalisierung vieler KMU beschleunigt, was auch der Online-Schalter für Unternehmen EasyGov.swiss zu spüren bekam.

Seit der Aufschaltung von EasyGov im Jahr 2017 hat die Zahl der angemeldeten Firmen kontinuierlich zugenommen. Die Covid-19-Krise hat die Digitalisierung vieler KMU beschleunigt und diese Zunahme noch akzentuiert. Waren Ende Januar 2020 19 000 Firmen auf EasyGov registriert, so hat sich die Zahl mit heute über 35 000 Unternehmen fast verdoppelt. Ein wichtiger Grund: Die Covid-19-Überbrückungskredite sowie die Start-up-Bürgschaften konnten ausschliesslich über das Behördenportal des Bundes beantragt werden, wie das Webportal «Die Volkswirtschaft» schreibt.

«Das System konnte die Flut von Neuanmeldungen sehr gut bewältigen», sagt der zuständige Mediensprecher Fabian Maienfisch gegenüber «Fokus». «Der EasyGov-Betrieb hat ganz gezielt die Kapazitäten ausgebaut, sowohl auf der Infrastrukturebene als auch im Support. Das System war den Anforderungen zu jeder Zeit gewachsen. Dies auch am 26. März 2020, als die Covid-19-Kreditgesuche erstmals gestellt werden konnten, sowie an den Folgetagen.» Aktuell das grösste Hindernis ist das Fehlen einer allgemein verbreiteten elektronischen Identität und damit verbunden die digitale Signatur. Dies führt zu Medienbrüchen und verhindert durchgängige digitale Prozesse. Daher ist die Volksabstimmung am 7. März 2021 über das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste (E-ID-Gesetz, BGEID) für die weitere Entwicklung von E-Government Dienstleistungen wie etwa EasyGov.swiss sehr wichtig.

Stichwort: Zombiefirmen

Immer wieder hört man von kleinen sowie mittleren Unternehmungen (KMUs), die nur dank Covid-19-Krediten überhaupt noch existieren. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Schweizerischen Nationalbank kommt jedoch zum Schluss, dass das Covid-19-Kreditprogramm hinsichtlich der Zielsetzungen erfolgreich war. Profitiert haben in erster Linie Unternehmen, die vom Lockdown betroffen waren oder in Regionen beheimatet sind, welche besonders unter dem Virus litten. Ausserdem hatten weniger liquide Unternehmen eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, am Programm teilzunehmen. Auf der anderen Seite haben die Studienautoren keine Hinweise gefunden, dass die Verschuldung der Firmen die Teilnahme am Programm beeinflusst hätte oder bereits bestehende potenzielle Zombiefirmen stärker am Bürgschaftsprogramm teilgenommen hätten.

Mehr Insolvenzanträge?

Von Januar bis November 2020 gingen die Konkurse gemäss Bisnode D&B um 19 Prozent zurück. Gleichzeitig nahmen die Neugründungen von Januar bis November 2020 gegenüber der Vorjahresperiode um vier Prozent zu. Wie sich diese Zahlen in den nächsten Monaten entwickeln ist schwierig abzuschätzen und hängt von sehr vielen Faktoren ab. Das SECO macht hier keine entsprechenden Prognosen. Und dennoch: Der erneute Lockdown wird wohl gerade bei KMUs zu mehr Insolvenzanträgen führen. Die Sozialwerke rechnen jedenfalls mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit noch in diesem Frühling.

Ausbau der Behördenleistungen

EasyGov ist Teil der Strategie von E-Government Schweiz, der Organisation von Bund, Kantonen und Gemeinden für die Ausbreitung elektronischer Behördenleistungen. Zudem ist der Ausbau von EasyGov in der aktuellen Strategie «Digitale Schweiz» des Bundesrats verankert. Ziel ist es, die Geschäftsprozesse zu vereinfachen, konsequent auf die Nutzerbedürfnisse auszurichten sowie laufend zu optimieren. Behördenleistungen soll man so bereitstellen, dass man sie ohne besondere Kenntnisse über behördliche Zuständigkeiten aus einer Hand und ohne technisches Spezialwissen nutzen kann. Der One-Stop-Shop EasyGov wird schrittweise ausgebaut, sodass Unternehmen alle angebotenen Behördenleistungen über einen einzigen Account mit einheitlicher Benutzerführung abwickeln können. Zudem müssen regelmässig benötigte Firmendaten wie etwa die Adressdaten, die Handelsregisternummer oder neu auch die Bankverbindung nur einmal erfasst werden (Once-Only-Prinzip).

Tipps für Neugründungen

Bei Neugründung einer Firma ist die gute Vorbereitung zentral. Das KMU Portal unterstützt Gründerinnen und Gründer mit allen notwendigen Informationen und Checklisten. Für die eigentliche Gründung ist EasyGov (www.easygov.swiss) die ideale Plattform. So bietet sie die Möglichkeit, Einzelunternehmen, GmbH, Aktiengesellschaften, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften zu gründen und das Unternehmen bei der AHV Ausgleichskasse, der Mehrwertsteuer und der Unfallversicherung (alle Rechtsformen) und beim Handelsregister (für Einzelunternehmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften) anzumelden. Seit der Lancierung im November 2017 hat EasyGov bereits mehrere grosse Updates erfahren. Zu Beginn wurde die Plattform insbesondere von Gründerinnen und Gründern genutzt. In der Legislaturperiode 2020–2023 soll man nun das Angebot an Behördenleistungen stark ausbauen und die Plattform laufend optimieren.

Hier liest man mehr über Firmengründungen.

Text Mohan Mani

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