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11 April 2021

Erhöhtes Risiko von Cyberangriffen im Homeoffice?.

Das Homeoffice bringt einige Risiken bezüglich Cybersicherheit mit sich. Wer besonders gefährdet ist und was dagegen getan werden muss, verrät Prof. Dr. Bernhard Tellenbach. 

Homeoffice ist für viele von uns mittlerweile der Normalzustand. Was vor einem Jahr noch ein Umstand war, an welchen man sich erst mal gewöhnen musste, ist nun Alltag geworden. Wir arbeiten zu Hause am Laptop. Der Kontakt mit Mitarbeitenden findet ebenfalls digital statt. Was praktisch und nützlich ist, bringt jedoch auch Risiken mit sich. Denn auch im Homeoffice muss man sich vor Cyberangriffen schützen. Dabei sind nicht alle gleich gefährdet, einem Angriff zum Opfer zu fallen. «Wenn Homeoffice bereits vor der Pandemie ein Thema war, Sicherheitskonzepte und Hardware für die Arbeit zu Hause vom Geschäft bereitgestellt wird, sehe ich ein minimales bis mittleres Zusatzrisiko», sagt Prof. Dr. Bernhard Tellenbach, Dozent für Informatik und Schwerpunktleitung Information Security bei der ZHAW.

Private Computer sind keine Lösung

Wenn das Homeoffice für den Betrieb und dessen Mitarbeitende weitgehend neu war, sieht die Situation anders aus. Vor allem, wenn Mitarbeitende dazu gezwungen sind, ihre privaten Computer für die Arbeit einzusetzen, steigen die Risiken für einen Cyberangriff. Dies hat mehrere Gründe.

«Private Computer sind meist kaum genügend geschützt», erklärt Tellenbach. Die Nutzenden haben grundsätzlich Administratorrechte auf den Geräten und laden verschiedenste Programme aus zum Teil zweifelhaften Quellen auf die Geräte, was das Risiko einer Infektion durch Malware erhöht. Oftmals gibt es auf einem privaten Computer auch keine Backup-Strategie für Daten.

Verantwortung beim Arbeitgeber

Wer sich nun Sorgen um die eigene Verantwortung bei einem Cyberangriff macht, kann sich jedoch beruhigen. «Die Mitarbeitenden sollten sich bis auf die Teilnahme am Awareness Training des Geschäfts nicht darum kümmern müssen», betont Tellenbach. «Wenn ein Geschäft die Cybersicherheit den einzelnen User*innen überlässt, läuft etwas schief. Sie überlassen die Reparatur des Geschäftsautos ja auch nicht den Mitarbeitenden – hier sind Expert*innen gefragt.»

Wer sich um die Cybersicherheit der Unternehmensdaten sorgt, sollte dies also intern melden. Abgesehen davon sind Basics wie eine Anti-Virus-Software, sichere Passwörter sowie Wachsamkeit bei ungewöhnlichen E-Mails oder Webseiten stets eine gute Idee.

Text SMA

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