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Schneller bauen, besser planen – das Rezept für stabile Klinikprojekte

15.01.2026
von SMA

Klinikneubauten müssen schneller, transparenter und verlässlicher entstehen. Wie rechtzeitige Einbindung ausführender Unternehmen, BIM und Standardisierung Projekte stabilisieren, erklären Kerstin Hollmann und Michael Mack vom Key Account Medical bei Züblin. Das Unternehmen ist bekannt für die Realisierung komplexer und technisch anspruchsvoller Bauwerke.

Kerstin Hollmann und Michael Mack, Key Account Medical

Kerstin Hollmann und Michael Mack, Key Account Medical

Viele Kliniken sind baulich am Limit. Wie gelingt es Züblin, Projekte so aufzusetzen, dass Modernisierung des Gesundheitssektors nicht an Kostenrisiken scheitert?

Weil sich heutige und zukünftige Anforderungen im Bestand häufig nicht mehr abbilden lassen, führt der Weg oft in Richtung Neubau. Entscheidend ist die frühe Einbindung ausführender Partner – direkt nach Standortentscheidung oder Vorentwurf. So entsteht Transparenz über Kosten, Termine und Risiken, und notwendige Korrekturen sind früh möglich.

Wie stellen Sie Kostensicherheit trotz Inflation und langer Bauzyklen her?

Wir arbeiten mit dem System Frontloading: Wichtige Entscheidungen werden nach vorn gezogen. Wir sichern früh Kapazitäten am Markt, vermeiden Verschwendung, setzen auf getaktete Abläufe und Lean-Prinzipien. Eingespielte Teams sorgen dafür, dass Termine und Budgets realistisch bleiben.

Ihr Teamconcept gilt als partnerschaftliches Modell. Was verändert diese frühe Einbindung aller Beteiligten?

Auftraggeber:innen sichern sich Ressourcen und erhalten vollständige Transparenz. Qualitäten, Kosten und Termine werden gemeinsam festgelegt. In frühen Phasen ist die Kostenbeeinflussbarkeit am höchsten – deshalb setzen wir dort an. Durchgängige Bearbeitung mit einem Kernteam reduziert Schnittstellen und verhindert Wissensverluste.

Wie verändert ein durchgängiger BIM-Prozess das Planen und Bauen im Gesundheitsbau?

Modelle machen Planung verständlich und präzise. Sie bündeln alle Informationen an einem Ort und verringern Fehlerquellen. Durch anschauliche Visualisierungen können baufremde Nutzer Varianten besser beurteilen. Eine gute modellbasierte Planung ist die Basis einer termin- und kostensicheren Ausführung.

Der digitale Zwilling soll Kliniken bereits vor Eröffnung entlasten. Welche Vorteile bringt er im Betrieb?

Durch die virtuelle Kopie eines physischen Objekts können Abläufe und Prozesse analysiert und optimiert werden. Patient:innenwege, Personalplanung und Auslastung werden transparent. Im Facility Management ermöglicht der digitale Zwilling vorausschauende Wartung, vollständige Dokumentation und effiziente Steuerung der Gebäudetechnik.

Standardräume und modulare Planung gelten als Effizienztreiber. Wie weit trägt Standardisierung?

Auch komplexe Kliniken haben wiederkehrende Elemente. Raumgruppen, Funktionsstellen, Patient:innenzimmer oder Bauteile lassen sich standardisieren – gemeinsam mit erfahrenen Planungsbüros. Das senkt Kosten, verbessert Ausführungsqualität und beschleunigt Abläufe. Grenzen entstehen dort, wo hochspezialisierte Bereiche individuelle Lösungen brauchen.

Der Transformationsfonds wird viele Neubauten anstoßen. Was braucht es, um Fördermittel schneller in die Umsetzung zu bringen?

Die Nutzung der Möglichkeiten, die das Vergaberecht bereits bietet, um durch passende Vergabemodelle eine frühe Einbindung von Ausführungskompetenz sicherzustellen. Das kann durch eine Vergabe an Generalplaner:innen und Generalunternehmer:innen erfolgen. Heute dauern Vergabeprozesse oft Jahre – das verzögert Projekte unnötig. Unser Ziel ist es, Krankenhäuser in der gewünschten Qualität in einem vereinbarten und stabilen Kosten- und Terminrahmen zu errichten. Damit will Züblin zur Transformation des deutschen Gesundheitssektors beitragen.

Weitere Informationen unter medical.zueblin.de

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