wenn mone telemedizin  vernetzte versorgung  augenlicht retten
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Wenn moderne Telemedizin und vernetzte Versorgung das Augenlicht retten

16.01.2026
von SMA

Erblindung und Sehverlust sind in vielen Fällen vermeidbar, doch ein Großteil der Patientinnen und Patienten ist sich dessen kaum bewusst. Und selbst wenn: Die Wartezimmer der Fachärzte sind häufig überfüllt. Dr. Benedikt Wiechers, CEO und Co-Founder von Ocumeda, tritt mit einem innovativen Ansatz an, um dieses Dilemma zu lösen. 

Dr. Benedikt WiechersCEO und Co-Founder

Dr. Benedikt Wiechers
CEO und Co-Founder

Herr Dr. Wiechers, Augengesundheit ist ein Thema, das im Vergleich zu anderen Gesundheits-Topics eher ein Schattendasein zu fristen scheint.

Das ist leider wahr und die Situation ist paradox. Wir wissen aus aktuellen Studien, etwa vom »Canadian Council of the Blind« aus dem Jahr 2021, dass rund 75 Prozent aller Sehbehinderungen und Erblindungen durch frühzeitige Erkennung vermeidbar wären. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Drei von vier Fällen hätten verhindert werden können. Doch es fehlt oft an der nötigen Awareness in der Bevölkerung. Und selbst wenn das Bewusstsein da ist, werden Patientinnen und Patienten mit einem strukturellen Problem konfrontiert: Die augenärztlichen Kapazitäten sind schlichtweg erschöpft und die demografischen Entwicklungen verschärfen das Problem.Vielerorts wartet man über sechs Monate auf einen Termin. In der Prävention ist das eine Ewigkeit.

Das klingt nach einem klassischen Flaschenhals im Gesundheitssystem. Wie sieht Ihre Antwort darauf aus?

Wir benötigen dringend innovative, intersektorale Versorgungsmodelle. Mit Ocumeda haben wir genau das geschaffen: Unsere Plattform ist ein medizinisches Versorgungsnetzwerk und ermöglicht durch den Augen-Check-Up einen einfachen Zugang zur Augenvorsorge. Dafür fördern wir eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Augenoptikern und Augenärzten, von der Vorsorge bis zur Weiterversorgung. Unsere Mission besteht darin, Millionen von Menschen einen niederschwelligen Zugang zu einer ersten augenärztlichen Untersuchung zu bieten – ohne monatelange Wartezeiten, direkt beim Optiker ihres Vertrauens. Das geht ganz einfach: Mit dem Ocumeda Augen-Check-Up können Kunden unkompliziert beim Optiker die wichtigsten Gesundheitsdaten ihrer Augen erfassen lassen. Diese werden an Augenärzte übermittelt und von diesen digital befundet. Bereits am nächsten Tag erhält man einen verständlichen Befundbericht mit klaren ärztlichen Handlungsempfehlungen. Bei dringenden Auffälligkeiten unterstützt Ocumeda bei der Vermittlung in die fachärztliche Betreuung.  So schaffen wir einen einfachen Zugang zu qualifizierter Versorgung und ermöglichen frühzeitige Erkennung und Behandlung potenzieller Augenkrankheiten. 

Wir entwickeln eine der führenden Plattformen für Tele-Ophthalmologie und rollen diese europaweit aus.

Wie wird dieses Angebot vom Markt angenommen?

Die Resonanz ist enorm und bestätigt den Bedarf. Wir sind mittlerweile an rund 800 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsent und haben über 330 000 Menschen untersucht. Beispielsweise sind wir bereits in fast allen Standorten von Fielmann vertreten. Die Daten sprechen dabei eine deutliche Sprache: Bei über 20 Prozent der Untersuchten haben wir abklärungsbedürftige Auffälligkeiten identifiziert. Das zeigt, wie groß die Dunkelziffer tatsächlich ist.

Das Potenzial scheint auch die Industrie erkannt zu haben.

Absolut. Dass unser Prinzip Zukunft hat, beweist das Engagement großer Partner. Sowohl Fielmann als auch Zeiss sind an Ocumeda beteiligt. Zusammen mit Fielmann haben wir ein starkes Fundament geschaffen. Nun sind wir stolz  darauf, dass Zeiss Vision Care, einer der weltweit führenden Hersteller für Brillengläser und augenoptische Instrumente, im Oktober strategisch investiert hat. Unser gemeinsames Ziel ist ambitioniert: Wir entwickeln einer der führenen Plattformen für Tele–Ophthalmologie und rollen diese europaweit aus.

Zahlen und Strategien sind das eine. Aber haben Sie ein konkretes Beispiel, das veranschaulicht, welchen Unterschied Ocumeda im Einzelfall macht?

Es gibt einen Fall, der uns allen sehr im Gedächtnis geblieben ist, weil er die Relevanz unserer Arbeit drastisch vor Augen führt. Es handelte sich um einen 62-jährigen Kunden, der sich eigentlich ohne Beschwerden – keine Sehstörungen, keine Schmerzen – zum Screening beim Optiker vorstellte. Seine einzige bekannte Vorerkrankung war Bluthochdruck. Den letzten Augenarztbesuch hatte er vor über fünf Jahren.

Optician

Ein klassischer »Routinefall« also?

Zunächst ja. Die Standarduntersuchungen von Visus, Refraktion und Augeninnendruck waren weitgehend unauffällig. Doch dann kam das Foto der zentralen Netzhaut. Während das rechte Auge unauffällig war, sahen wir links sofort, dass Gefahr im Verzug war: ein geschwollener Sehnerv und eine dunkle Erhebung mit einer Netzhautablösung.

Wie haben Sie reagiert?

Unsere fachärztliche Auswertung klassifizierte den Befund sofort als »Rot« – also akuter Handlungsbedarf. Der Kunde erhielt umgehend seinen Bericht und wurde zusätzlich telefonisch kontaktiert, mit der dringenden Empfehlung, sofort einen Augenarzt aufzusuchen.

Wie lautete letztlich die Diagnose?

Der Verdacht bestätigte sich leider: ein Aderhautmelanom – ein bösartiger Tumor –, der bereits in den Sehnerv eingewachsen war und die Netzhautablösung verursacht hatte. Der Patient wurde sofort stationär in einem spezialisierten universitären Zentrum behandelt. Dieser Fall zeigt eindrücklich, welch bedeutenden Beitrag augenoptische Screenings leisten können, wenn sie professionell durch Augenärzte flankiert werden. Entscheidend sind die hohe medizinische Qualität bei der Auswertung durch Fachärzte und eine klare Überweisungslogik für eine nahtlose Weiterbehandlung. Genau an diesen Punkten begleiten wir den Übergang vom Kunden zum Patienten – und schließen damit die lebenswichtige Lücke in der Versorgung.

Weitere Informationen unter ocumeda.com

Logo ocumeda

Über Ocumeda

Ocumeda hat sich zur Mission gemacht, Sehverlust und Erblindung bei Millionen von Menschen zu verhindern. Das Unternehmen wurde von einem interdisziplinären Team um renommierte Augenärzte gegründet, die immer wieder mit Patienten konfrontiert waren, deren schwere Augenerkrankungen oft zu spät diagnostiziert wurden – mit der Folge, dass der Sehverlust nicht mehr vermeidbar war. Diese Beobachtung war der Anstoß für die Gründung von Ocumeda, mit dem Ziel, Augenvorsorge für alle zugänglich zu machen. Bis heute hat Ocumeda bereits etwa 330 000 Patienten untersucht und verfügt über ein Netzwerk aus mehr als 800 Optikfachgeschäften und Augenärzten.

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