Herzog & de Meuron im Toggenburg auf den Ski entdecken
Auf aussichtsreichen Pisten und sportlichen Abfahrten geniessen im Winter die Gäste das Chäserrugg Gebiet. Dieses Gebiet in der Ostschweiz zeichnet sich durch seine Weitläufigkeit, die starke landschaftliche Präsenz der Churfirsten und eine durchdachte Infrastruktur mit den Architekten Herzog & de Meuron aus.
Ein Skitag im Chäserrugg Gebiet ist vielseitig mit aussichtsreichen Pisten, aber auch solche im Wald, mit gemütlichen Abschnitten, aber auch sportlichen Abfahrten. Die Pistenführung orientiert sich bewusst an der natürlichen Topografie, sodass Schwünge und Geländeübergänge harmonisch ineinander übergehen. Die Abfahrten bieten Platz zum Skifahren, sodass man sich auf die eigenen Schwünge konzentrieren und den Blick über den Alpstein sowie das Tal schweifen lassen kann.
Neu ab diesem Winter können die Gäste online das Skiticket mit einer Wettergarantie buchen. Speziell da die Skitickets günstiger sind, umso früher man sie bucht, kann der Gast sich so bezüglich Wetter besser absichern. Hat es am Skitag eine gewisse Menge Niederschlag (Schnee, Regen und Graupel), erhält er automatisch bis zu 100 Prozent des gezahlten Ticketpreises zurück. Das Ticket kann er aber trotzdem noch nutzen. Gerade für Familien, welche durch die Schulferien bereits früh wissen, wann sie Ferien oder Skitage planen, ist dies spannend. Denn mit einer eigenen Skischule und zwei Kinderländer ist das Gebiet auch bei Familien sehr beliebt.
Was den Skitag für entspannte und sportliche Skifahrerinnen und Skifahrer gleichermassen bereithält, ist die tiefe Entspannung, die das grösstenteils naturbelassene Gebiet dem Gast beim Sport schenkt und eine sorgfältige Kulinarik, die auf lokalen Produkten basiert. Zur Pause lädt so das Cheminée im Gipfelgebäude mit Restaurant, entworfen von den Architekten Herzog & de Meuron, oder die gemütlichen Sonnenterrassen im gesamten Gebiet ein.
Winter-Hit Chäserrugg: Nachhaltige multimodale Mobilität im Toggenburg
Gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Schweizer Südostbahn (SOB) wird diesen Winter ein Pilotprojekt realisiert, unter dem Namen Winter-Hit Chäserrugg. An zwölf Wochenenden reisen die Tagesgäste ab 75 Franken bequem mit dem Voralpenexpress aus dem ganzen Ostwind-Gebiet nach Wattwil, von wo aus ein Extrabus die Skifahrerinnen und Skifahrer ohne Zwischenstopp zur Talstation «Bahnhof Unterwasser» bringt. So erhält der Gast mit einer einzelnen Buchung das Ticket für den ÖV, die Skitageskarte, eine Sitzplatzreservierung und Voucher für Snacks und Heissgetränke unterwegs.
Entstanden ist das Pilotprojekt aus «Susmobtogg», einem Forschungsprojekt der ZHAW mit der Schweizerische Südostbahn AG, der Universität St. Gallen, Institut für Technologiemanagement ITEM und der Energieagentur St. Gallen GmbH. Das Projekt «Susmobtogg» konzentriert sich auf die Identifizierung nachhaltiger Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum in der Schweiz am Beispiel der Region Toggenburg als Fallstudie. Das Pilotprojekt verfolgt das Ziel, die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr für Skitagesgäste attraktiver zu gestalten und so den Individualverkehr zu reduzieren. Das würde speziell an besucherstarken Tagen auch die Verkehrsmenge im Dorf reduzieren und den Einheimischen zugutekommen.
Werbefrei für nachhaltige Entspannung
Nach der strategischen Neuausrichtung ab 2008 wurden Werbeflächen bewusst entfernt. Dies mit der Motivation, die Bergnatur von all den Tafeln und Installationen zu befreien und dem Gast das Erlebnis zu bieten, für welches er bezahlt: Erlebnis in der Natur.
Die Wintersportlerinnen und -sportler nehmen das oft nicht bewusst wahr, der Ausflug empfindet der Gast jedoch als ruhiger und entspannender, da seine Aufmerksamkeit nicht von der Bergwelt der Churfirsten weggelenkt wird. Ein Beispiel sind die Scheiben der Gondeln. Diese sind unbedruckt, sodass der Blick frei nach draussen in die eindrückliche Bergnatur schweifen kann. Durch diese natürliche Ruhe hält die Erholung länger an und begleitet den Gast nach dem Ausflug in den Alltag zurück.
Sechste Gebäude von Herzog & de Meuron im Gebiet
Architektonisch weist das neueste Gebäude, der Bahnhof Unterwasser (Talstation), Verwandtschaften mit dem Gipfelgebäude Chäserrugg auf, welches das erste Projekt der Toggenburg Bergbahnen AG mit den Architekten Herzog & de Meuron war. Bei beiden Gebäuden ist Schweizer Holz das dominierende Material und beide besitzen ein grosses Blechdach. Während auf dem Gipfel das Dach für die Sammlung von Schmelz- und Regenwasser genutzt wird, wurden im Tal Sonnenkollektoren auf Teilen des Dachs verbaut.
Weitere Infrastruktur mit dem Architekturbüro im Chäserrugg-Gebiet sind die Stöfeli-Gondelbahn, zu der drei Stationen (Espel, Stöfeli und Wanne) gehören, sowie der Espelpavillon. Was alle Gebäude eint, ist der Anspruch, ressourcenschonend vorzugehen und lokales Know-how einfliessen zu lassen, sodass die Werke authentisch in die hiesige Natur und Alpkultur passen, ohne etwas zu inszenieren.
Architektonische Abfahrt vom Gipfel ins Tal
Auf einer Abfahrt von rund sechs Kilometern passiert der Skifahrende alle Gebäude von Herzog & de Meuron im Chäserrugg-Gebiet. Nach dem Start beim Gipfelgebäude Chäserrugg führt die Abfahrt über den Rücken auf der Piste 1 (rot) an der Bergstation der Stöfeli-Gondel vorbei und über die Piste 2 (rot) zum Stöfeli, wo sich die Mittelstation der Gondelbahn befindet. Weiter auf der Simon-Amman-Piste mit der Nummer 3 (rot) erreicht der Wintersportler anschliessend den Espel, wo sich die Talstation der Stöfeli-Gondel befindet und der Espelpavillon, der die Wintersportler mit Suppen, Flammkuchen und Sandwiches am Pistenrand stärkt. Nun folgt die Piste 12 (blau), die nach Unterwasser zum neuen Bahnhof mit Standseilbahn führt. Während diesem letzten Abschnitt passiert man viele traditionelle Toggenburger Bauernhäuser, was die architektonische Abfahrt perfekt ergänzt.
Headerbild Skifahrerin vor dem Gipfelgebäude Chäserrugg, entworfen von Herzog und de Meuron
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