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Warum die Urologie auch Frauen betrifft

11.06.2021
von Smart Media

In der Gesellschaft scheint die Auffassung verbreitet, dass die Urologie ein Medizinbereich der Männer ist. Ein Trugschluss! Denn die Urologie befasst sich auch mit Blasen-, Harnwegs- oder Nierenprobleme von Mann und Frau.

Es stimmt, dass die Urologie die Vorsorge, Abklärung und Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der männlichen Geschlechtsorgane umfasst. Urologen behandeln aber eben auch Probleme im Bereich des Harntrakts – sprich Nieren, Harnblase, Harnröhre und Harnleiter – von Frauen wie von Männern.

Die Organe des Harntraktes

Die Niere ist ein paarweise angelegtes Organ und liegt unterhalb des Zwerchfells an der hinteren Bauchwand. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Abfallstoffe, die den Körper unter Umständen schädigen könnten, zusammen mit einer möglichst geringen Menge Wasser auszuscheiden. Durch ein kompliziertes Filtersystem wird so der Urin produziert, ins Nierenbecken ausgeschieden und durch den Harnleiter in die Harnblase abgeleitet. Die Harnblase befindet sich im Unterbauch und hat die Aufgabe, den Urin, der rund um die Uhr von den Nieren produziert wird, zu speichern und ab einer bestimmten Füllmenge in regelmässigen Abständen über die Harnröhre zu entleeren.

Beschwerden und Schmerzen treten auf, wenn ein Organ erkrankt oder beschädigt ist. Zudem können auch Störungen durch Steine oder Tumore sowie Entzündungen und Infektionen zu Leiden führen. Bei einer Auffälligkeit oder Problemen ist eine schnelle Abklärung empfehlenswert, sodass wichtige Massnahmen und Behandlungen frühzeitig eingeleitet werden können. Bei Frauen sind insbesondere die folgenden urologischen Themen zu beachten.

Blasenentzündung

Blasenentzündungen entstehen meist aufgrund einer aufsteigenden Infektion der kurzen weiblichen Harnröhre, wenn sich Bakterien in der Harnblase vermehren und entsprechende Giftstoffe absondern (bakterielle Infektion). Gründe können zum Beispiel Darmbakterien bei falscher Toilettenhygiene sein. Zudem begünstigen ein geschwächtes Immunsystem, eine durch ein aggressives Duschmittel strapazierte Scheidenflora und eine zu geringe Trinkmenge die Ansiedlung von Bakterien. Eine Blasenentzündung kann intensive Schmerzen im Unterbauch auslösen, wobei in der Regel ein erhöhter Drang zum Wasserlösen besteht und die Entzündung häufig ein starkes Brennen beim Urinieren verursacht. In schweren Fällen kann es sogar zu sichtbarem Blut im Urin kommen – spätestens dann sollte eine Abklärung bei einer Fachperson stattfinden. Bei verspäteter Behandlung kann es zu Begleitinfektionen wie einer Nierenbeckenentzündung kommen.

Mittel gegen eine Blasenentzündung können warme Kleidung, Preiselbeersaft sowie harntreibende Tees sein: Bärentraubenblätter, Brennnessel, Goldrutenkraut oder eine Tee-Mischung aus der Apotheke. Verzichtet werden sollte hingegen auf Kaffee, Alkohol und Zitrusgetränke, da sie die Harnwege zusätzlich reizen können. Als Therapie werden heutzutage oft zunächst entzündungshemmende Schmerzmittel eingesetzt. Erst wenn diese nicht anschlagen, wird ein Antibiotikum verschrieben.

Inkontinenz und Blasenschwäche

Unter Harninkontinenz versteht man den ungewollten Urinverlust. Dies ist keine Krankheit, sondern ein Anzeichen für eine Schwäche im Bereich der Harnblase und des Beckenbodens. Die Ursachen können sehr verschieden sein, wie beispielsweise Störungen der Blasenfunktion oder der Nerven, welche die Blasenentleerung steuern, anatomische Besonderheiten, Schliessmuskelprobleme, Medikamente und generalisierte Erkrankungen wie Parkinson.

Die Häufigkeit und das Risiko einer Inkontinenz steigen mit dem Alter. Frauen sind allgemein häufiger davon betroffen als Männer. Eine detaillierte Abklärung mit einer exakten Diagnostik ist wichtig für die Umsetzung der optimalen Therapie – dazu können Beckenbodentraining, medikamentöse oder operative Therapien, mechanische Hilfsmittel, Injektionen oder Implantationen gehören.

Steine

Blasen-, Nieren oder Harnleitersteine können entstehen, da im Urin viele Stoffe und Mineralien gelöst sind, die bei starker Konzentration ausfällen und zu festen Gebilden (meist Salzen) führen können. Ein Stein wächst durch Anlagerung dieser Stoffe. Ursachen für die Entstehung von Steinen:

  • Unzureichende Flüssigkeitsaufnahme
  • Falsche Ernährung
  • Stoffwechselstörungen
  • Abflussbehinderungen im Harntrakt
  • Chronische Harnwegsinfekte
  • Langjährige mangelhafte Blasenentleerung
  • Mögliche Verengung unterhalb der Blase

Steine können zu Schmerzen (meist Koliken), Entzündungen und Harnstau führen – in solchen Fällen sollte umgehend eine Fachperson aufgesucht und eine entsprechende Behandlung in die Wege geleitet werden. Kleine Steine, die nicht stören und nichts verletzen, sollten beobachtet werden und können nach einiger Zeit spontan selbst abgehen. Bei grösseren Steinen ist oft eine Therapie nötig wie eine Zertrümmerung durch Stosswellen von aussen oder eine operative Entfernung.

Weitere Informationen finden sich hier: Uroviva Flyer – Urologie für die Frau

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