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19 Januar 2021

Wie die Cloud alles verändert und verbessert.

Noch vor einigen Jahren war die «Cloud» für viele KMU eine eher nebulöse Angelegenheit. Heute ist die Datenwolke aus vielen Betrieben nicht mehr wegzudenken. Das überrascht nicht. Denn richtig eingesetzt kann Cloud-Technologie nicht nur das Kernbusiness vereinfachen, sondern auch eine der wichtigsten Unternehmensressourcen schützen – die Daten.

Damals klang das Prinzip in den Ohren vieler Menschen ziemlich abenteuerlich. Anstatt die eigenen Firmendaten wie gewohnt auf einer lokalen Festplatte oder einem hauseigenen Server zu speichern, sollte man sie «in die Cloud» schicken. Sprich diese online auf einem externen Server hinterlegen. Und nicht nur das: IT-Dienstleistungen sollte man «as a Service» aus dem Web beziehen, anstatt die notwendigen Programme fix zu installieren. Als das Thema «Cloud» in der Schweiz zum ersten Mal so richtig breite Aufmerksamkeit erfuhr (ungefähr im Jahr 2012), stellte sich für viele Unternehmerinnen und Unternehmer angesichts dieser neuen Konzepte schnell die Frage, ob dadurch die Sicherheit der Daten nicht untergraben werde – und man selber überhaupt noch Kontrolle über die Unternehmens-IT hat.

Vergleichsweise aktuelle Daten zeigen, dass Schweizer KMU in der Zwischenzeit offensichtlich ihre Berührungsängste in Sachen Cloud abgelegt haben. 2016 befragten IDC und Computerworld 778 Schweizer Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen zu ihrem IT-Gebrauch und der Cloud-Technologie. Ergebnis: Zwischen 2015 und 2016 stieg der Anteil an Unternehmen, die sich die Datenwolke zunutze machen, um 29 Prozent (von 51 auf 80 Prozent). Doch Wolke ist nicht gleich Wolke. So dominiert die «Private Cloud» in Unternehmen ganz klar mit 55 Prozent. Während «Public Cloud» und «Hybrid Cloud» jeweils nicht einmal auf die Hälfte dieses Wertes kommen.

Zur Orientierung: Eine Private Cloud wird zwar ebenfalls von einem externen Dienstleister betrieben, wobei der Server z.B. in einem Rechenzentrum steht, allerdings ist die Cloud nicht öffentlich. Das bedeutet, nur die Mitarbeiter des jeweiligen Kundenunternehmens nutzen sie. Dabei können nur sie  typische Mehrwerte nutzen wie eine skalierbare IT-Infrastruktur oder installations- und wartungsfreie IT-Anwendungen, die man über einen Webbrowser nützt. Eine Public Cloud ist im Gegensatz dazu öffentlich, der Provider stellt deren Nutzung online für jedermann zur Verfügung. Die Hybrid Cloud ist eine Mischform der beiden Konzepte.

Wichtigster Faktor: Standort in der Schweiz

Aus der Unternehmensbefragung von IDC geht ebenfalls hervor, worauf Unternehmen am meisten Wert legen, wenn sie sich für ein Cloudangebot entscheiden. An allererster Stelle steht dabei der Faktor «Schweizer Standort der Daten», gefolgt von «Hohe Verfügbarkeit» sowie «Datensicherheit». Das zeigt, wie wichtig die Sicherheitsthematik für hiesige Firmen ist. Und genau in diesem Bereich können Schweizer Cloud-Provider punkten. Da deren Server in gut gesicherten Datacentern stehen, kommt ein sehr viel dezidierteres Sicherheitssystem zum Tragen, als wenn ein KMU selber eine Firewall installiert. Fachleute betonen, dass die Ressourcen, die ein Unternehmen in diesem Bereich aufbringen kann (zeitlich wie auch finanziell) deutlich geringer ausfallen als bei professionellen Providern. Indem die Unternehmens-IT in die Cloud ausgelagert wird, müssen Firmen auch nicht spezialisiertes Know-how im eigenen Betrieb aufbringen. Im Störungsfall oder bei Anpassungswünschen können sie auf einen kompetenten Support zurückgreifen. Die somit eingesparten Ressourcen können KMU dann vollumfänglich in die Erfüllung ihres Kernbusiness investieren.

Die Vorteile der Cloud liegen aber nicht nur in einer verbesserten Datensicherheit und der Vereinfachung des unternehmerischen Alltags. Sie ermöglicht sogar neue Arbeitsweisen und schafft neue Arbeitsplatzmodelle. Denn wer IT-Anwendungen «as a Service» nutzt, kann grundsätzlich von jedem Ort der Welt aus arbeiten. Dies mit jedem Gerät, das eine Internetverbindung aufbauen kann. Mobiles Arbeiten und Home Office-Einsätze werden dadurch deutlich vereinfacht. Und da solch flexible Lösungen für immer mehr Menschen eine Entscheidungsgrundlage für eine Arbeitsstelle darstellen, kann die Cloud bei der Suche nach Fachkräften zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.

Bring dein eigenes Gerät

Unternehmen, die den Cloud-Gedanken noch einen Schritt weitertreiben wollen, können sich die Einführung von «Bring your own device» (BYOD) überlegen. Der Name ist Programm: Mitarbeiter nutzen ihre eigenen privaten Geräte wie Smartphones und Tablets, um im Unternehmen ihrer Arbeit nachzugehen. In der Cloud erhalten sie ein gesichertes Login. Damit können sie auf die IT-Umgebung des Unternehmens zugreifen. Der Vorteil von BYOD liegt laut Fachleuten darin, dass Arbeitnehmer häufig über moderne Geräte verfügen, in deren Umgang sie auch sehr bewandert sind. Nutzen sie diese für die Arbeit, spart sich der Arbeitgeber das stetige Aufrüsten der IT-Infrastruktur. Gleichzeitig muss aber erwähnt werden, dass eine zielführende BYOD-Umsetzung stets mit einem ausführlichen Sicherheitsreglement einhergehen muss.

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