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Zürich
13 Juli 2020

Einfach zur erfolgreichen Bewerbung.

Hiermit bitten wir Sie, ihre Bewerbung nicht mehr mit diesem Wort zu beginnen. Für viele junge Stellensuchende ist «hiermit» ein absoluter Klassiker. Doch es gibt unzählige Wege, wie sich Jobsuchende mit kurzen und saftigen Sätzen interessant machen können. Fokus verrät den Lesern, auf welche Floskeln und Sätze Bewerbungsschreiber lieber verzichten sollten und was für Personalverantwortliche wirklich zählt.

Wer in seinem Leben schon mehrere Bewerbungen geschrieben hat, erinnert sich womöglich nicht gerne an seine ersten Versuche zurück. Getankt mit einer grossen Portion Unsicherheit und mit Schweissperlen auf der Stirn sass man vor dem Papier und dachte sich: «Und was jetzt?» Abgeschickt und voller Hoffnung warteten viele ungeduldig auf die Antwort. Wer statt einer Zusage die Absage im Briefkasten oder Mailaccount hatte, dem stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Doch oftmals ist es die eigene Schuld, die Bequemlichkeit, wegen der man wichtige Punkte vergisst. Damit dies der nächsten Generation, oder denen, die immer noch Mühe mit dem Bewerbungsschreiben haben, nicht mehr passiert, haben wir die Tops und Flops der Szene zusammengestellt.

Die ersten Sätze zählen

Wer «sehr geehrte Damen und Herren» schreibt, hat sich oftmals nicht die Mühe gemacht, Informationen auf der Website zu suchen oder einen kurzen Anruf zu tätigen. Wer sich nur etwas anstrengt und beim Unternehmen anruft, der kann dieses lästige «Hiermit» weglassen und schreiben: «Wie mit Herr Muster telefonisch besprochen….»

Immer wieder gern gesehen sind auch starke Adjektive zu den Namensbuchstaben. Zum Beispiel für Sara: S wie strukturiert, a wie aufmerksam, r wie revolutionär und a wie aufrichtig. Dies zeigt Kreativität und Interesse, denn die Charaktereigenschaften lassen sich auf jedes Unternehmen abstimmen.

„Ausbildner merken, ob ein 15-Jähriger oder dessen Eltern die Bewerbung geschrieben haben, letzteres kommt nicht gut an.

Elisabeth Rothen, & Berufs,- Studien,- und Laufbahnberaterin der Stadt Zürich

Alle Eltern wollen das Beste für Ihre Kinder. Sie bei der Berufswahl zu unterstützen ist für die meisten selbstverständlich. Nur kennen viele die Grenzen nicht. «Ausbildner merken, ob ein 15-Jähriger oder dessen Eltern die Bewerbung geschrieben haben, letzteres kommt nicht gut an. Eltern sollten die Bewerbung jedoch durchlesen und auf Rechtschreibfehler korrigieren», sagt Elisabeth Rothen, Berufs,- Studien,- und Laufbahnberaterin der Stadt Zürich. Beim Durchlesen des Schreibens müssen sich die Eltern jedoch nicht zurückhalten. Schreibfehler sind so gut wie unverzeihlich. Je nach Branche darf der Stellensuchende auch gewisse Worte wie teamfähig oder Abenteuer weglassen. Die Ausbildung ist keine Safari-Tour und Teamfähigkeit wird bei jeder Lehre erwartet.

Nicht beim Foto sparen

Hat man das Schreiben fertig, ist ein grosser Teil geschafft. Was viele auf die leichte Schulter nehmen ist das Thema Foto. «Ich habe schon erlebt, wie einige Jugendliche Urlaubsfotos für die Bewerbung benutzten », so Rothen. Wie bei so vielen anderen Dingen im Leben gilt auch hier: Weniger ist mehr, vor allem auf das Make-Up bezogen. Und nein, halbnackt ist nicht das neue Schwarz, also Hände weg von Träger-Shirts. Ausserdem sollte das Foto immer aktuell sein. Blonde Haare auf dem Foto und schwarze beim Vorstellungsgespräch machen keinen guten Eindruck.

Beim Lebenslauf kennt die Kreativität keine Grenzen. Schön gestaltete und gut strukturierte Lebensabschnitte machen Lust auf mehr. Der letzte Schritt ist zwar einer der einfacheren, trotzdem schaffen es viele, auch hier zu scheitern. Ob per Post oder Mail, alles sollte gut leserlich sein. «Schlechte Kopien und unvollständige Bewerbungen sind sehr mühsam und aufwendig», so Elisabeth Rothen.

Eine gute und spezifisch geschriebene Bewerbung braucht höchstens 90 Minuten. Wer nur auf ein oder zwei Netflix-Serienfolgen verzichtet, hat bessere Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Text: Daniela Jeanneret

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