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Zürich
26 Januar 2021

Ein sicheres Gefühl.

Sicherheit ist ein wertvolles Gut, das wir in vielen Situationen Agenturen wie der spa Sicherheit & Schutz zu verdanken haben. Oft merken die Beschützten nicht einmal, dass Fachkräfte am Werk sind. Der Geschäftsführer von spa Sicherheit & Schutz Antonio Ventre gab «Fokus Sicherheit» einen Einblick in den Alltag seiner Sicherheitsfirma.

Grosse Baustellen mitten in der Stadt sind eine Herausforderung für alle Beteiligten. Um sieben Uhr morgens kommt die erste Lieferung für den Kran Nummer drei. Kurz auf dem Bürgersteig halten und die Ware abladen? Verantwortungslos. Nichts darf die Hauptstrasse versperren und erst gar nicht die Notausgänge. Die bis zu 80 Lieferanten pro Tag brauchen klare Anweisungen, auf welchem Parkfeld sie anhalten dürfen. Eine halbe Stunde später muss die Parkfläche wieder frei für den nächsten Transporter sein. Wer die Baustelle betritt, muss sich an zahlreiche Vorschriften wie dem Tragen eines Helmes und des richtigen Schuhwerks halten. Auf dem Bau angekommen, ist es gut möglich, dass dort bis zu 600 Personen von Subunternehmen am Arbeiten sind. Sie alle benötigen Instruktionen, welche Auflagen auf dieser Baustelle gelten und bei wem sie sich melden müssen.

Damit all das reibungslos verläuft, braucht es Sicherheitsfirmen wie die spa Sicherheit & Schutz, die seit gut 13 Jahren existiert. Der Gründer und Geschäftsführer des Familienunternehmens Antonio Ventre erzählt im Interview von den täglichen Herausforderungen ebenso wie auch den schönen Seiten seines Berufs.

Antonio Ventre, warum haben Sie sich dazu entschlossen, ein Familienunternehmen zu gründen?

Das war nicht von Beginn an der Plan. Am Anfang war ich Einzelunternehmer, bis die Firma immer weiter wuchs. Irgendwann musste ich Aufgaben abgeben und dafür brauchte ich professionelle Vertrauenspersonen. Glücklicherweise ist meine Schwester Michela Ventre im administrativen Bereich ein echter Profi und mein Bruder Claudio Ventre ist ein erstklassiger Verkaufsleiter. Sie brachten Struktur in das Unternehmen und leiten ihre Abteilungen äusserst autonom.

Und wie ist es für Sie, mit Ihren Geschwistern zu arbeiten?

Für mich ist es wichtig, dass alle Mitarbeitenden meine Ethik- und Moralvorstellungen auch selber leben. Da ich mit meinen Geschwistern zusammen aufwuchs, erfüllen sie diese Voraussetzung selbstredend und setzen sie auch bestens um. Die Zusammenarbeit funktioniert daher wie am Schnürchen. Bei uns herrscht eine familiäre Atmosphäre, was die gesamte Belegschaft schätzt.

Nur wenn diese mit mir als Arbeitgeber zufrieden sind, können wir als Team gesund wachsen.

Antonio Ventre, der Geschäftsführer von spa Sicherheit & Schutz.
Antonio Ventre, der Geschäftsführer von spa Sicherheit & Schutz.

Das Sicherheitsbedürfnis ist nicht nur zu den Bürozeiten vorhanden. Müssen Sie rund um die Uhr Personal bereithalten?

Auf jeden Fall. Wir sind ein 24-Stunden-Betrieb mit knapp 50 Angestellten. Neben den Sicherheitskräften, die draussen ihrer Arbeit nachgehen, ist auch zu jeder Uhrzeit jemand im Büro. Wenn ein Kunde uns kontaktiert, sind wir schnell vor Ort. Das gewährleisten wir, indem wir unseren Hauptsitz in dem Kanton haben, wo wir auch arbeiten – also in Zürich. Ich finde, dass die Sicherheitsbranche nach dem Motto «aus der Region, für die Region» funktionieren sollte.

Arbeitet spa Sicherheit & Schutz mit der Polizei zusammen?

Grundsätzlich ist die Polizei ein staatliches Organ, das autonom agiert. Bei gewissen Projekten wie Ordnungsdiensten und grösseren Veranstaltungen ziehen wir jedoch an einem Strang. Wenn es beispielsweise darum geht, Personenkontrollen durchzuführen, arbeiten wir Hand in Hand.

Was tun Sie, wenn eine Gefahrensituation besteht und die Polizei nicht sofort vor Ort ist?

Wenn es um Leib und Leben geht, können wir den Täter sichern bis die Beamten vor Ort sind. Weiter gehen wir nicht – das ist dann Sache der Polizei.

Gibt es auch Frauen in Ihrem Team?

Ja, klar. Weibliche Sicherheitskräfte bringen eine gewisse Ruhe in die Besatzung. Es freut mich sehr, dass immer mehr Frauen in der Sicherheitsbranche tätig werden.

Sind Sicherheitskräfte oft Gefahren ausgesetzt?

Es gibt Situationen, in denen die Sicherheitsfachkräfte mehr bei der Sache sein müssen, um in Kürze die richtige Entscheidung treffen zu können. Für solche Umstände sind die Mitarbeitenden von spa Sicherheit & Schutz geschult. Sie handeln nach vorgegebenen Schemata, die ihnen helfen, Situationen souverän zu meistern. Brenzlige Situationen lassen sich entschärfen, indem gewisse «No-Gos» vermieden werden.

Wie verhält sich ein Sicherheitsbeauftragter angemessen?

Dazu gehört, dass Fachkräfte einen gewissen Sicherheitsabstand gegenüber Drittpersonen einhalten oder sich nicht in eine Ecke drängen lassen. Weiter verzichten professionelle Sicherheitsleute auf unpassende und provokative Aussagen.

Ist Ihr Personal bei der Arbeit bewaffnet?

Das kommt ganz auf den Auftrag, die Risikoskala und die Kundenwünsche an. Wir haben die Option, uns mit einem Schlagstock, einem Pfefferspray und Handschellen auszustatten. Immer dazu gehört das Erste-Hilfe-Set.

Welche Voraussetzungen müssen Sicherheitsleute mitbringen?

Pünktlichkeit, Sozialkompetenz und einen gesunden Menschenverstand. Den Rest kann man mit genug Wille und Motivation in unseren internen Schulungen lernen. Demnach heissen wir auch Quereinsteiger willkommen.

Haben Neueinsteiger die Möglichkeit, eine offiziell anerkannte Ausbildung zu absolvieren?

Jeden einzelnen Mitarbeiter, der den eidgenössisch anerkannten Fachmann für Sicherheit und Bewachung machen möchte, unterstützen wir dabei. Wir bereiten alle Interessierten intern darauf vor und geben ihnen Zeit, sich auf die eidgenössische Prüfung vorzubereiten. Diese wickelt dann eine externe Stelle ab.

Als Geschäftsführer gehört es in meinen Aufgabenbereich, Trends frühzeitig zu erkennen und offen dafür zu sein.

Mit spa Sicherheit & Schutz bieten Sie über ein Dutzend Dienstleistungen an. Wo liegen Ihre Kernkompetenzen?

Einen Fokus richten wir auf die Baubranche, insbesondere auf die Zutrittskontrolle und das Logistikmanagement. Wir kümmern uns um alle nötigen Hard- und Softwares wie Handvenenscanner, Videoüberwachungsanlagen sowie Drehkreuzsysteme, zudem bewachen wir Liegenschaften auch physisch. Zum anderen haben wir eine Online-Logistiksoftware entwickelt, um Anlieferungen taktisch zu koordinieren. Zusätzlich zählen wir den Patrouillendienst, den Verkehrsdienst und die Ladenbewachung zu unseren Kernkompetenzen

Welcher Aufgabe widmen Sie sich als Geschäftsführer am liebsten?

Um die familiäre Atmosphäre zu bewahren, suche ich gerne und oft den Dialog mit meinen Angestellten. Nur wenn diese mit mir als Arbeitgeber zufrieden sind, können wir als Team gesund wachsen. Jeden Morgen drehe ich meine Runden und sehe nach, ob alles rund läuft. So spüre ich, ob der Kunde zufrieden ist und pflege gleichzeitig den Kontakt zu den Mitarbeitenden. Diese Gespräche sind auch für mich eine Bereicherung; sie sind eine Inspirationsquelle zu neuen Ideen, Herangehensweisen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Von was für Ideen sprechen Sie?

Die Sicherheitsbranche ist kontinuierlich im Wandel, was eine Weiterentwicklung unsererseits fordert. Als Geschäftsführer gehört es in meinen Aufgabenbereich, Trends frühzeitig zu erkennen und offen dafür zu sein. Die Kommunikation mit den Arbeitnehmern und den Kunden inspiriert mich dazu und gibt mir Energie, am Bürotisch neue Strategien auszuarbeiten.

Welche Werte sind Ihnen als Unternehmer besonders wichtig?

Verantwortung, Vertrauen und Integrität. Das klingt zwar altbacken, garantiert jedoch ein funktionierendes Miteinander. Wer sie beherzigt, kann auch im Wandel für Kontinuität und Verlässlichkeit sorgen.

Wenn jemand einen Sicherheitsdienst bucht, setzt das ein Vertrauen gegenüber dem Dienstleister voraus. Wie gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden?

Wir sind in unserer Arbeitsgattung ein spezialisiertes und etabliertes Unternehmen. Viele neue Kunden gewinnen wir über Weiterempfehlungen. Des Weiteren ist unsere Arbeitsweise digitalisiert, wodurch wir alle Vorkommnisse zeitnah rapportieren. Der Kunde kann jederzeit und ortsunabhängig in diese Daten Einsicht nehmen.

Arbeiten Sie mit anderen Sicherheitsunternehmen zusammen?

Bei grösseren Projekten ist eine gute Kooperation immer willkommen. Meiner Meinung nach ist gegenseitige Unterstützung etwas Bereicherndes und die Beteiligten der Sicherheitsbranche sehen das genauso.

Was wünschen Sie sich für Ihr Unternehmen und die Sicherheitsbranche für die Zukunft?

Ein grosses Ziel von mir ist, dass wir als Unternehmen die familiäre Atmosphäre beibehalten. Die ehrliche Kommunikation untereinander soll trotz kontinuierlichem Wachsen und Weiterentwickeln bestehen bleiben.

Weitere Informationen: www.spa-sicherheit.ch

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